Freitag, 18. Oktober 2019

Heißes Wasser statt Glyphosat

Viele Gemeinden verzichten auf den Einsatz von Glyphosat zur Unkrautbekämpfung auf Stadtflächen. Ab Ende 2023 darf das Pflanzengift Glyphosat in Deutschland nicht mehr verwendet werden. In vielen Kommunen ist es aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes bereits heute verboten. Erfreulich: Es gibt eine völlig ungiftige Alternative: HEISSES WASSER.

Spritzen oder gießen Sie kochendes Wasser auf unerwünschte Wildkräuter, gehen diese sofort ein. Die Pflänzen sacken augenblicklich in sich zusammen.

2015 hat Hessen den Einsatz des Pflanzengifts Glyphosat, dem nachgesagt wird, dass es krebserzeugend wirken kann, auf kommunalen Flächen verboten. Der Effekt von heißem Wasser ist in seiner Wirkung auf den Pflanzenwildwuchs vergleichbar.

In einigen Punkten ist heißes Wasser Glyphosat sogar überlegen: Heißes Wasser darf auch in der Nähe einer Kanalisation gespritzt werden, Glyphosat nicht. Heißwasser darf bis zu 8 Mal im Jahr aufgebracht werden, Glyphosat maximal 2 Mal.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Wasserstoff ist ökologisch der ideale Energieträger, aber...

Wasserstoff ist ökologisch der ideale Energieträger.  Wir dürfen ihn aber nicht fördern, ohne vorher massiv in den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie zu investieren.

Deutschland muss auf Wasserstoff aus erneuerbaren Energien setzen, wollen wir unsere Klimaziele erreichen. Und die Bundesregierung will grünes Gas jetzt endlich fördern.

E-Mobilität ist nur dann klimafreundlich, wenn alle Fahrzeuge mit Ökostrom betank werden. Gleiches gilt für elektrische Anlagen, die mit Strom Wasserstoff gewinnen und diesen ins Gasnetz einspeisen oder per Power-to-Liquid (PtL) synthetischen Kraftstoff erzeugen.

„Damit das Gas wirklich grün ist, müssen die dafür nötigen Elektrolyseure auch mit grünem Strom laufen“, beteuert Marcel Keiffenheim (Leiter Politik und Kommunikation des Ökostromanbieters Greenpeace Energy). Werde bei der Herstellung des Wasserstoffs aber Kohlestrom mit seinen hohen Emissionen eingesetzt, „hilft dieser Wasserstoff dem Klimaschutz nicht, sondern befeuert die Klimakrise“.

2018 wurden etwa 5,4 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom "abgeregelt" (nicht eingespeist und nicht genutzt). Aus dem hätten sich nach Angaben der Initiative „Zukunft Erdgas“ theoretisch bis zu rund 2,8 Milliarden Kilowattstunden synthetisches Methan erzeugen lassen. Das hätte ausgereicht, um für 165.000 Haushalte den Wärmebedarf zu decken.

Derzeit sind bundesweit aber nur 35 Power-to-Gas- und Methanisierungs-Anlagen mit der winzigen Leistung von rund 30 Megawatt in Betrieb. Sie erzeugen nicht einmal zwei Prozent der Menge, die möglich wäre, wenn man den abgeregelten Ökostrom voll ausnutzen würde.
Doch selbst die gesamte abgeregelte Menge ist winzig, verglichen mit dem, was an Öko-Gas benötigt wird, um Deutschland endlich von fossilen Energieträgern zu befreien.

Der tatsächliche Bedarf an grünem Wasserstoff und daraus hergestellten Treibstoffen liegt laut Brainpool-Studie bei jährlich knapp 1.100 Terawattstunden (TWh). Das entspricht dem 20.000fachen der heutigen Erzeugung.

Das aktuelle Klimaschutzpaket ("Minipäckchen") setzt völlig falsche Signale. Die Politik will zwar endlich Wasserstoff fördern, vernachlässigt jedoch zugleich sträflich den schnellen bundesweiten Ausbau von Wind- und Solarenergie.

Eine Erhöung der Erzeugungskapazität von grünem Wasserstoff von derzeit 30 auf 2.000 Megawatt bis 2025 macht aus industriepolitischer Sicht absolut Sinn - aber nur, wenn gleichzeitig die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien massiv erhöht wird, sonst schadet die Elektrolysierung dem Klimaschutz.

115 Gigawatt an Elektrolyseuren würden sich langfristig in Deutschland rechnen. Insgesamt liegt Deutschlands Endenergiebedarf ohne Klima-Emissionen bei 1.600 Terawattstunden.

Gegenwärtig versorgt sich Deutschland nur zu 30 Prozent aus eigenen Quellen mit Energie. Ein grünes Energiesystem würde viel mehr Unabhängigkeit von Importen aus dem Ausland bedeuten.

Montag, 14. Oktober 2019

Flaschenwasser-Unternehmen produzieren kein Wasser

Flaschenwasser-Unternehmen produzieren kein Wasser, sondern Plastik-Flaschen, Etiketten, Verpackungsmaterial und mit hohem Energieaufwand riesige Müll- und Umweltprobleme.

Vor 5 Jahrzehnten haben die Deutschen pro Jahr 12 Liter Flaschenwasser getrunken, heute sind es 150 Liter. Milliaden an Werbeausgaben haben viele Menschen glauben lassen, dass teures Wasser in Flaschen besser sei als sehr preiswertes und weitaus häufiger kontrolliertes Wasser aus der Leitung, obwohl zahllose Tests von Stiftung Warentest und Dokumentationen von diversen Fernsehanstalten immer wieder das genaue Gegenteil bewiesen haben.

Trotzdem schleppen viele Menschen Woche für Woche sehr teures, leider auch noch in Plastik verpacktes Wasser nach Hause, und bringen das Leergut zurück. Eine unfassbare Energie- und Rohstoffverschwendung - ganz abgesehen von der Arbeit und der Zeitverschwendung
!

Wer noch reineres Wasser trinken möchte als Leitungswasser und viel reineres als Mineralwasser, der kann ganz einfach, effektiv, schnell und vor allem preiswert sein Leitungswasser zuhause von Fremd-, Schad- und Giftstoffen sowie von Mikro- und Nanoplastik befreien.

Mehr dazu sehen Sie hier:

Video:  Wie ich die gefährlichsten Schadstoffe aus meinem Trinkwasser entferne
– einfach, effektiv, schnell und sehr preiswert 
(mp4, 2 Min. 47 Sek.)
 https://wasser-hilft.de/wasser_ist_nicht_gleich_wasser.mp4

Ausführliche Informationen für Sie:
https://wasser-hilft.de
 

Sofortiger Kohleausstieg ist möglich

In Großbritannien schließt das letzte Kohlekraftwerk im Jahr 2020.
In den Niederlanden sorgt der politisch verordnete Kohleausstieg ab 2030 für das Abschalten der Dreckschleudern.
Die deutsche Bundesregierung will erst 2038 den Kohleausstieg, obwohl die deutschen Braunkohlekraftwerke zu den größten Luftverschmutzern Europas gehören und obwohl wir mit Solarenergie, Windkraft, Biogas-Anlagen, Wasserstoffspeichern und Vanadium-Redox-Flow-Batterien in den Häusern mehr als genug Strom produziern und speichern können. Allein es fehlt der politische Handlungswille.

In den Kohlerevieren werden 11.000 Arbeitsplätze mit Milliarden vom Steuerzahler subventioniert. Gleichzeitig hat die umwelt- und klimaunfreundliche Bundespolitik ca. 65.000 Arbeitsplätze im Bereich der sauberen erneuerbaren Energien in den letzten Jahren zerstört und weltmarktführende Unternehmen pleite gehen lassen. Wer versteht das???

Freitag, 27. September 2019

Über 30% des Mikroplastiks im Meer kommt vom Straßenverkehr

Mikroplastik wird meist mit Plastikflaschen, Kosmetik oder Kunstfaserkleidung in Verbindung gebracht. Der Straßenverkehr ist jedoch eine noch viel größere Eintragsquelle der Kleinstpartikel in die Umwelt. 1,2 Kilogramm Mikroplastik fallen pro Jahr und Person durch den Reifenabrieb im Straßenverkehr an.

Zwar macht der Reifenabrieb von Pkw, Lkw und Bussen den allergrößten Anteil der Emissionen aus, aber auch Motorräder, Roller, Traktoren und Fahrräder produzieren Plastikabrieb, der vom Straßen- und Wegesrand in Fließgewässer und ins Grundwasser gelangt. Das soll nach neuesten Erkenntnissen fast ein Drittel der Gesamtmenge ausmachen, die als primäres, kleines Mikroplastik in die Ozeane eingetragen wird.

Im Schnee an einer Landstraße in Bayern hat das Alfred-Wegener-Institut die höchsten Mikroplastikwerte gefunden: 154.000 Partikel pro Liter.

Nadja Ziebarth, Mikroplastik-Expertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), meint dazu: "Nicht nur aus Sicht des Meeres- und Gewässerschutzes ist das besorgniserregend. Aufgrund der enormen Emissionsmengen in die Meere und Oberflächengewässer, sowie der potenziellen gesundheitlichen Folgen für den Menschen und andere Organismen wird schnell deutlich, dass dringend Maßnahmen zur Reduzierung von Reifenabrieb ergriffen werden müssen. ... Allein durch weniger Individual- und Güterverkehr lässt sich die Menge des Reifenabriebs deutlich reduzieren".

Eine Verringerung des Individual- und Güterverkehrs auf der Straße würde sich direkt mindernd auf die Menge des Reifenabriebs auswirken, ebenso eine Verrringerung des Gewichts der Kraftfahrzeuge. "Wenn ... auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) wieder einmal große und schwere Geländewagen angepriesen werden, ignoriert diese Modellpolitik, dass diese Fahrzeugkategorie ein Hauptverursacher von Mikroplastik im Straßenverkehr ist", so die BUND-Expertin. "Von leichteren Autos wird weniger Abrieb produziert, weshalb auf schwere Autos verzichtet werden sollte. Auch aus diesem Grund muss endlich ein Umdenken in der Flottenpolitik der Autokonzerne einsetzen."

"Wir müssen so gut es geht verhindern, dass Mikroplastik in den Wasserkreislauf gelangt. Maßnahmen zum Rückhalt der Partikel in Trennwassersystemen und in Kläranlagen müssen deshalb schnellstmöglich durch die Kommunen ergriffen werden", so Ziebarth. Die Partikel abfangen, bevor der Straßenabfluss in die Kanalisation gelangt, wäre eine - wenn auch sehr teure - Möglichkeit, die Mikroplastikeinträge ins Wasser und in den Ackerboden einzudämmen.
Viel wirksamer wären jedoch leichtere Fahrzeuge, eine deutliche Begrenzung der Geschwindigkeit auf allen Straßen, mehr öffentlicher Nahverkehr und mehr Güter auf der Schiene. Durch ein Tempolimit würde zusätzlich auch der enorm belastende Lärm des Straßenverkehrs deutlich reduziert.

Ein Hintergrundpapier mit dringend notwendigen Maßnahmen zur Reduzierung von Mikroplastikemissionen sehen Sie auf der Webseite des BUND.

Europa könnte mit Windkraft den weltweiten Energiebedarf decken

An windigen Tagen können Europas Windkraftanlagen ganze Nationen komplett mit sauberer erneuerbarer Energie versorgen. Was wäre, wenn solche Windkraftanlagen an allen dafür geeigneten Orten stünden? In einem solchen Szenario könnte Europa (theoretisch) genug Windenergie produzieren, um den Strombedarf der gesamten Welt zu erzeugen.

Forscher der Universitäten von Sussex (UK) und Asrhus (DM) haben Techniken entwickelt, mit denen sie das Gesamtpotenzial für Windkraftanlagen auf dem Land des Europäischen Kontinents berechnen können. Die Forschen erkannten, dass Europa 100 Mal mehr Energie von Windakratanlagen an Land gweinnen könnten als bisher.

46% der Europäischen Landmasse wäre für die Errichtung von Windturbinen geeignet, und das nachdem bereits alle städtischen und militärischen Gebiete sowie alle Landschaften abgezogen worden sind, die für Windkraft ungeeignet sind.

Die Studie schätzt, dass mehr als 11 Millionen zusätzlicher Windkraftanlagen (theoretisch) installiert werden könnten auf fast 5 Millionen qkm geeigneter Landfläche.
Der Report kommt zur Schlussfolgerung, dass - würde das Potenzial voll ausgeschöpft - der gesamte Energiebedarf des Planeten bis weit nach 2050 damit befriedigt werden könnte.

Donnerstag, 26. September 2019

"Was sind das nur für Dreckschweine?"

Das fragten mich neulich zwei ältere Herrschaften als ich mich zu ihnen auf eine Parkbank setzte. Sie zeigten auf eine Unzahl von Zigarettenkippen auf dem Boden rund um die Bank, obwohl direkt daneben ein feuerfester Abfallbehälter stand.


Zigarettenkippen sind aus einem Kunststoff, der 15 Jahre lang zum Zerfallen braucht und so lange seine vielen Giftstoffe in den Boden und das Grundwasser abgibt. Seitdem achte ich auf diese Umweltkiller und stelle mir die Frage auch immer öfter. Sind diese Menschen wirklich so uninformiert, so blöd oder einfach so rücksichtslos gegenüber ihren Mitlebewesen?

Zu den Fotos vom August 2019:
Über 30 achtlos weggeworfene Kippen lagen vor dieser Bank - bei extremer Trockenheit und höchster Waldbranntgefahr durch trockenes Gras - und das obwohl direkt daneben ein Müllehälter steht.

Deutsche Windenergiebranche hat bereits 36.000 Arbeitsplätze verloren

Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums und der Gewerkschaft IG Metall zum Arbeitsmarkt ist die Lage der deutschen Windernergie dramatisch. 2015 waren rund 160.000 Mitarbeiter in der deutschen Windbranche beschäftigt. Inzwischen sind zirka 36.000 Stellen verlorengegangen und Tausende weitere seien in Gefahr, warnte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie.
Etliche Unternehmen haben entschieden, ihre nächsten Investitionen im Ausland und nicht mehr in Deutschland zu machen. Wenn sich die klimarestriktive deutsche Politik nicht schnell ändert, werden weitere Abwanderungen folgen.

Die Erneuerbaren werden immer billiger

"Steigende EEG-Kosten waren in der Vergangenheit immer für Frontalangriffe gegen die Energiewende gut. Künftig fällt dieser billige Gradmesser einfach weg! Und noch schlimmer: Die Kosten zur Förderung der Erneuerbaren sinken von Jahr zu Jahr."

Eine süffisant geschriebene Kolumne von Gero Lücking auf Klimareporter.de (31.08.19).
Viel Spaß beim Lesen:
https://www.klimareporter.de/strom/die-erneuerbaren-werden-immer-billiger

Weltgrößte Wasserstoff-Elektrolyse Anlage in Hamburg geplant

Mit einer Leistung von 100 Megawatt soll laut dem Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann im Hamburger Hafen die weltweit größte Anlage für Wasserstoff-Elektrolyse gebaut werden.
Auch er hält Wasserstoff für die Lösung der fehlenden Speichermöglichkeiten für Strom. Denn immer, wenn Windkraft und Solaranlagen mehr Strom produzieren als gebraucht wird, kann die überschüssige Energie genutzt werden, um Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten.

Wasserstoff steht dann als chemischer Energiespeicher. zur Verfügung oder kann als Treibstoff verwendet werden.  Außerdem kann Wasserstoff in Hamburg unweit des Hafens auch in der Grundstoff-Produktion z. B. für Stahl, Aluminium und Kupfer eingesetzt werden.

Bislang gibt es nur 10-Megawatt-Elektrolyse-Anlagen für Wasserstoff (und meist noch kleinere). Mit 100 MW begibt sich Hamburg in eine neue technische Größenordnung. Damit ließen sich nach Angaben von Siemens (Anlagenbauer) ungefähr zwei Tonnen Wasserstoff pro Stunde produzieren. (Ein Auto könnte damit ca. 200.000 km weit fahren). Die geplante Anlage im Hamburger Hafen soll modular aufgebaut und stückweise erweitert werden.

Würde der Wasserstoff mit Offshore-Windstrom auf See oder an Land erzeugt, könnten die auf der Nordsee gewonnenen Strommengen effektiv genutzt werden.

"Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir alle Bereiche der Wirtschaft dekarbonisieren, also auf fossile Brennstoffe verzichten", so Senator Westhagemann. Das gelte für Verkehr und Mobilität ebenso wie für Industrie und Gebäude.

Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten im Projekt Norddeutsche Energiewende (NEW 4.0) gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an dem Ziel, die gesamte Region bis 2035 zu 100 Prozent mit regenerativem Strom zu versorgen.

Dienstag, 24. September 2019

Klimakabinett hat auf ganzer Linie versagt

"Während die Bundesregierung klimaschädliche Subventionen wie die Steuerbefreiung von Kerosin oder Diesel nicht antastet, möchte sie Milliarden für die Anschaffung von Elektroautos oder eine Erhöhung der Pendlerpauschale ausgeben. ..."

Bitte lesen Sie den gesamten Beitrag hier:
http://www.duh.de/newsletter/das-sogenannte-klimapaket-eine-katastrophe-mit-ansage/?type=111

Die wichtigsten Themen im Detail:

Erneuerbare Energien – Todesurteil für Windenergie an Land

Anreize für SUV-Käufer: So funktioniert Konsumklima-Schutz

Keine Agrarwende, kein Klimaschutz im Stall

Gebäude – Wärmewende auf „später mal“ verschoben

Ein Klimaschutzpaket ohne Abfallvermeidung und Recycling?!

Netzausbau vorantreiben, oder: Wie kommt der Strom zur Dose?

In allen Punkten hat das Klimakabinett versagt und die verantwortlichen Ministerien
sind dramatisch gescheitert.

Dienstag, 17. September 2019

Europa könnte den Strombedarf der Welt allein mit Onshore-WKA's produzieren

Früher gab es 220.000 Windmühlen im Land. Heute sind es nur 29.213 Windenergieanlagen, Stand 2018 in Deutschland an Land. (Quelle: Statista 2019)
Und obwohl fast alle Bürger keine weitere Zunahme der radioaktiven Abfälle aus Atomkraftwerken und auch keine gesundheits- und klimaschädigenden Abgase aus Kohlekraftwerken wollen, werden aktuell nahezu keine neuen Windkraftanlagen (WKA) errichtet. In Anbetracht der vielen Tausend WKA's, die aufgrund der ab 2020 auslaufenden staatlichen Förderung unrentabel werden und abgebaut werden müssen, eine einzige Katastrophe.

Dabei könnte Europa nach Berechnungen einer Elite-Uni allein aus Windenergieanlagen auf dem Land - also ohne umweltfreundliche Photovoltaik-, Biogas- und Wasserkraft-Anlagen und ohne Offshore-WKA's - die Strommenge zur Versorgung der gesamten Welt produzieren - natürlich nur theoretisch, würde man die dafür geeigneten Standorte konsequent nutzen. Doch in Deutschland werden derzeit nahezu keine neuen Anlagen mehr errichtet. Absurder Wahnwitz!

Sonntag, 25. August 2019

5.000 € Strafe für "Bioabfall", 0 € Strafe für Giftmüll-Abfall

Am wunderschönen Lahnufer hat die Stadt Bad Ems in kurzen Abständen feuerfeste Mülleimer angegbracht. Direkt daneben lagen auch heute wieder unzählige giftig Zigarrettenkippen. Interessant: Neben einem Mülleimer stand ein Schild, dass die Hinterlassenschaft eines Hundes mit 5.000 € Strafe geahndet werden kann. Das Schild, dass eine achtlos weggeworfene Kippe, die Bodenlebewesen tötet, das Grundwasser verseucht und 15 Jahre lang nicht verrottet, mit 500 € Strafe geähndet wird, fehlte leider. Aus welchem Grund und wie lange noch?

https://wasser-hilft.blogspot.com/2019/08/eine-zigarettenkippe-vergiftet-60-liter.html
https://wasser-hilft.blogspot.com/2019/08/giftige-zigarettenkippen-gehoren-in-den.html

Danke an Fußballvereine für Mehrwegbecher in Stadien

Rund 1,5 Millionen Wegwerfbecher landeten pro Jahr allein bei Borussia Dortmund im Plastik-Müüberg. Ab der Saison 2019/20 werden mehrheitlich umweltfreundliche Mehrwegbecher eingesetzt. Durch wiederbefüllbarer Getränkebecher setzen jetzt 14 Bundesligavereine Zeichen für Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und Klimaschutz. Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und 1. FC Köln wollen auch auf Mehrweg umsteigen. Wieder ein kleiner Schritt für mehr Umweltschutz – und bei vielen Amateurvereinen ist in diesem Punkt sicher auch noch viel Luft nach oben.

 

Mittwoch, 21. August 2019

Eine Zigarettenkippe vergiftet 60 Liter Wasser

Eine einzige Zigarettenkippe kann bis zu 60 Liter Wasser verseuchen und Tieren schwere Schäden zufügen. Sogar Forellen werden durch diese Gifte nachweislich getötet. Auch Kleinkinder können sich schwer vergiften, wenn sie z. B. auf Spielplätzen die gefährlichen Zigarettenkippen in den Mund nehmen.

Standardzigarettenfilter bestehen aus Celluloseacetat, einem Kunststoff. Es kann 15 Jahre dauern, bis er sich zersetzt, in Salzwasser sogar bis zu 100 Jahren. Neben Nikotin und schwer gesundheitsschädigenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen werden auch Schwermetalle, wie Arsen, Blei, Cadmium oder Chrom durch Regen aus den Filtern in die Umwelt gespült.

In Deutschland werden 74.500 Millionen Zigaretten im Jahr verbraucht. Das entspricht 204 Millionen Stück pro Tag. Leider werden sehr viele der mit krebserregenden Stoffen und Grundwasser wie Böden belastenden Kippenstummel achtlos weggeschnippt, statt im Müll entsorgt. Viele dieser giftigen Zigarettenstummel werden auch in Naturschutzgebieten, Parks oder auf Spielplätzen weggeworfen. Sie belasten unsere Umwelt, gefährden unsere Kinder, vergiften unser Trinkwasser und töten viele wichtige Bodenlebewesen.

Um dieses Problem endlich konsequent anzugehen, sind offenbar Bußgelder in Höhe von mindestens 200 Euro für jede illegal weggeworfene Kippe und ein bundesweites Rauchverbot auf Spielplätzen dringend notwendig - verbunden mit konsequenten Kontrollen.

Völlig unbegreiflich ist, dass neben feuerfesten Mülleimern auf Rastplätzen oder Parkbänken oft hunderte Kippen von Umweltsündern achtlos auf den Boden geworfen werden. Hier braucht es noch viel Aufklärung für eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung.

Markt für Solarstrom wächst weltweit kräftig

"Solarstrom ist heutzutage, auch aufgrund der exzellenten Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Europa, international eine der günstigsten Formen, Energie bereitzustellen. Weltweit waren Ende 2018 mehr als 500 Gigawatt (GW) Solarkapazität installiert, davon 120 GW in Europa sowie 46 GW in Deutschland. Die Stromerzeugungskosten lagen an vielen sonnigen Orten der Welt im Bereich von 2 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Im weniger sonnenreichen Deutschland lagen sie unter 5 Cent pro kWh.

Die Preise für Module sind in den vergangenen drei Jahren um die Hälfte gesunken und die Nutzung von Solarstrom nimmt stetig zu. Allein in Europa wurden im letzten Jahr 11,5 GW Kapazität zugebaut. Fachleute sehen für nächstes Jahr einen Zubau von weiteren 24 GW für die EU voraus. Unter Berücksichtigung des Bedarfs für eine Sektor-Kopplung wird in Europa ein jährlicher Zubau von mehr als 100 GW schon ab dem Zeitraum zwischen 2025 und 2030 erwartet, was eine beachtliche Marktgröße darstellt.

Die deutsche Photovoltaikindustrie mit ihren Material-, Komponenten- und Anlagenherstellern sowie einer starken Forschungslandschaft hat den größten Teil dieser Entwicklung geleistet.  Maschinenbauer aus Deutschland und Europa liefern noch immer Equipment für die Herstellung höchst effizienter Solarzellen und -Module rund um den Globus.
'Mit einer europäischen Produktion von Solarzellen und Modulen könnten jedoch CO2-Emissionen auf ein Minimum reduziert und Nachhaltigkeit infolge der Kreislaufwirtschaft in das Energiesystem eingebracht werden', erläutert Dr. Jutta Trube, Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel. 'Die Politik kann diesen Prozess mit sinnvollen Rahmenbedingungen, wie geeignete Ausbaukorridore, Einspeisepriorität von erneuerbaren Energien und einer passenden Netzinfrastruktur unterstützen.'

    Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit gut 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt."

    pi_vdma_studie_pv_kostenvergleich_final_de.pdf
    abstract_pv_study_de_final.pdf
    abstract_en_final_1565787312317.pdf
    pr_vdma_study_pv_cost comparison_final_en_1565787427224.pdf

Quelle:  VDMA / Maschinen- und Anlagenbau 2019

Montag, 19. August 2019

Solarmodul-Produktion lohnt sich in Europa wieder

Stimmt die Größe der Produktionsstätte, ist die Photovoltaik-Produktion auch in Deutschland über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg wieder wettbewerbsfähig. So lautet das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer ISE, welche die Kostenverhältnisse einer Produktion in Europa und China vergleicht.

Sollen die Klimaziele des Pariser Vertrags erreicht werden, müssen wir Solarenergie vermehrt nutzen. Während Maschinen zur Herstellung von Solarmodulen noch immer in Deutschland gefertigt werden, ist die Produktion der Zellen inzwischen fast vollständig nach Asien abgewandert. Dieser Prozess ließe sich umkehren - auch ohne staatliche Subventionen.  Voraussetzung wäre eine Produktionskapazität von wenigstens 5 Gigawatt pro Jahr.

Die kürzlich weltweit installierte Produktionskapazität beträgt 150 GW, die gesamte 500 GW. Eine Fabrik dieser Größe würde ein 1 Milliarde Euro Investition erfordern und mehrere Tausend direkte und indirekte neue Arbeitsplätze bringen. Damit wären Deutschland und Europa auch weniger von Asien abhängig.

Quelle:  VDMA / Maschinen- und Anlagenbau 2019, Dr. Jutta Trube, Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel

Erstes Kreuzfahrtschiff mit Umweltsiegel ausgezeichnet für Flüssiggasantrieb

Die Kreuzfahrtbranche steht vor allem wegen ihrer katastrophalen Umweltbelastung mit Abgasen schwer in der Kritik. Erstmals ist jetzt ein Kreuzfahrtschiff mit dem Blauen Engel-Umweltsiegel ausgezeichnet worden.

Für die Ausstattung ihres Schiffes Aidanova mit einem emissionsarmem Flüssiggasantrieb (LNG) erhielt die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises den Blauen Engel (Umweltsiegel der Bundesregierung) für umweltfreundliches Schiffsdesign.
"Wir wünschen uns, dass dies eine positive Ausstrahlung für mehr Umwelt- und Gesundheitsschutz in der Branche bewirkt", sagte der Vorsitzende der Jury Umweltzeichen, Ralf-Rainer Braun. Der Einsatz der LNG-Technologie sei in der Kreuzfahrtbranche bislang weltweit einzigartig.

Die Kreuzschifffahrt gilt unter anderem wegen des Einsatzes von Schweröl und hohen gesundheits- und klimagefährdenden Emissionswerten als umweltschädlich. Aida-Cruises-Chef Felix Eichhorn hat für sein Unternehmen das langfristige Ziel einer "emissionsneutralen Kreuzfahrt" ausgegeben. Bereits 2023 sollen über die Hälfte aller Aida-Gäste auf Schiffen reisen, die mit LNG oder im Hafen mit grünem Landstrom betrieben werden können, sagte er.
Allerdings sei die nachträgliche Umrüstung der bestehenden Flotte nicht möglich. Der Platzbedarf für LNG-Tanks sei erheblich größer als bei Schiffsdiesel. Es werde deshalb noch lange dauern, bis die Aida-Flotte umgestellt ist.

Die Kreuzfahrtbranche ist weiter "richtig dreckig".

"Die Aidanova ist unter den Kreuzfahrtschiffen technologischer Vorreiter. Wir sind aber weit davon entfernt, damit zufrieden zu sein", sagt Daniel Rieger, bei der Umweltschutzorganisation Nabu für die Verkehrspolitik zuständig. Insgesamt sei die Branche weiter "richtig dreckig" unterwegs. Auch beim LNG-Antrieb sei noch nichts für den Klimaschutz getan. Denn es bleibe fossiles Gas mit dem entsprechenden CO2-Ausstoß.

Quelle: bizz energy. Mehr dazu siehe:
https://bizz-energy.com/kreuzfahrtschiff_aidanova_fuer_fluessiggasantrieb_ausgezeichnet

Montag, 12. August 2019

Giftige Zigarettenkippen gehören in den Mülleimer

In Deutschland werden 74.500 Millionen Zigaretten im Jahr verbraucht. Das entspricht 204 Millionen Stück pro Tag. Leider werden sehr viele der mit krebserregenden Stoffen und Grundwasser wie Böden belastenden Kippenstummel achtlos weggeschnippt, statt im Müll entsorgt. Viele dieser giftigen Zigarettenstummel werden auch in Naturschutzgebieten, Parks oder auf Spielplätzen weggeworfen. Sie belasten unsere Umwelt, gefährden unsere Kinder, vergiften unser Trinkwasser und viele wichtige Bodenlebewesen.

Um dieses Problem endlich konsequent anzugehen, sind offenbar Bußgelder in Höhe von mindestens 200 Euro für illegal weggeworfene Kippen und ein bundesweites Rauchverbot auf Spielplätzen notwendig - verbunden mit konsequenten Kontrollen. In Schweden ist ein Rauchverbot auf allen Spielplätzen bereits vorbildlich umgesetzt.

Standardzigarettenfilter bestehen aus Celluloseacetat, einem Kunststoff. Es kann 15 Jahre dauern, bis er sich zersetzt, in Salzwasser sogar bis zu 100 Jahren. Neben Nikotin und schwer gesundheitsschädigenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen werden auch Schwermetalle, wie Arsen, Blei, Cadmium oder Chrom durch Regen aus den Filtern in die Umwelt gespült.

Eine einzige Zigarettenkippe kann bis zu 60 Liter Wasser verseuchen und Tieren schwere Schäden zufügen. Forellen werden durch diese Gifte nachweislich getötet. Auch Kleinkinder können sich schwer vergiften, wenn sie z. B. auf Spielplätzen die gefährlichen Zigarettenkippen in den Mund nehmen.

Damit Kippen ordnungsgemäß entsorgt werden, braucht es Aufklärung und eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung. Mit dem Rauchverbot in Flugzeugen, Kinos und Gaststätten allein ist es nicht getan. Abschreckende Bußgelder sind längst überfällig. Dabei sollten alle Bundesländer einheitlich agieren und sich zuvor möglichst auf einheitlich hohe Bußgelder einigen.

Wer nach dem Rauchen seine Kippe in den nächsten Aschenbecher oder Mülleimer entsorgt, hat nichts zu befürchten. Das kann doch nicht so schwer sein, oder?


Brasiliens Regierung gefährdet Weltklima

Die Regenwald-Abholzung in Brasilien nimmt ein alarmierendes Ausmaß an. Laut dem brasilianischen Institut für Weltraumforschung INPE sind 2.254 Quadratkilometer Regenwald allein im Monat Juli 2019 gerodet worden. Das wäre ca. 4-Mal so viel wie im Juli 2018. Es bedeutet den Verlust von 3 Fußballfeldern Regenwald in jeder Minute. Im Juni 2019 hatte das Institut eine Zunahme der Entwaldung um 88 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.
Und 2018 war die Entwaldung bereits so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Präsident Bolsonara gefährdet das Klima der gesamten Welt. Denn auch wenn Äthiopien, China und eine private Initiative gerade jeweils Milliarden neuer Bäume pflanzen, bis die groß genug geworden sind, um genügend CO2 zu binden, dauert es 150 Jahre - und selbst dann ersetzen sie nicht die Bedeutung eines natürlich gewachsenen tropischen Regenwaldes.

Mittwoch, 7. August 2019

Reinstes Trinkwasser ohne Schadstoffe für 3-4 Cent pro Liter

Der Sommer ist die Zeit, in der wir sehr viel trinken. Da ist es besonders wichtig, jederzeit genügend reines, schadstofffreies Trinkwasser – ohne Nanoplastik – zur Hand zu haben, und das, ohne einkaufen zu müssen oder gar Geld ausgeben zu müssen für Getränke.

Wollen auch Sie - wie Millionen andere auch - reines, klares Trinkwasser genießen, ohne Chemikalien, Arzneimittelreste, Plastikteilchen
und ohne Kalk..., dann schauen Sie sich hier um: https://Wasser-hilft.de/frame_umkehrosmoseanlagen.htm,   https://Wasser-hilft.de/frame_vorteile.htmhttps://wasser-hilft.de/frame_funktion.htm
oder rufen Sie einfach an und lassen sich kostenfrei und unverbindlich kompetent beraten.

Schnell, einfach, effektiv und preisgünstig komplexe Fragen klären

"Mit Einfühlungsvermögen, Anteilnahme, Intuition und Flexibilität zu neuen Lösungen" - so lautet das Motto des 146. System-Aufstellungs-Tages in der Re-Sourcing-Oase am 18. August 2019.
Mehr als 1.580 Teilnehmer und über 830 aufgestellte Anliegen seit 2003. 61 ausgebildete Aufsteller haben bereits teilgenommen bzw. aktiv mitgewirkt.


Bereits im 17. Jahr arbeitet ein bestens eingespieltes Team zu Ihrem Wohl vertrauensvoll zusammen. Überzeugen Sie sich von dessen Erfahrung, Kompetenz und Spiritualität im Einsatz der verschiedensten Aufstellungs-Methoden.

125 schriftliche Erfahrungsberichte begeisterter TeilnehmerInnen
bestätigen die außerordentlichen, positiven Wirkungen der "geklärten" Anliegen:
https://www.ras-training.de/resourcing/aufstellungen/erfahrungen_aufstellungs_tag.htm
und
http://systemaufstellungen24.de/cat/kompetenz-referenzen/erfahrungen-begeisterter-teilnehmer/

Aufstellungen sind eine geniale Methode zur Analyse und Lösungsfindung
und bestens geeignet, um z. B.:


*   Klarheit zu gewinnen und Entscheidungen sicher zu treffen,

*   Wege auf Durchführbarkeit und geeignete Strategien zu testen,

*   Situationen aus neuer Perspektive zu betrachten,

*   komplexe Situationen mit unbekannten Ursachen aufzudecken,
     (oft sehr, sehr weit zurückreichend)

*   sich von uralten - meist unbewussten - Belastungen zu befreien,

*   hilfreiche Ressourcen zu erkennen und kreative, neue Ideen zu gewinnen,

*   gute Lösungen für alle Beteiligten zu finden ...


Mit Aufstellungen können Sie schnell, effektiv und preiswert:

-   Ursachen für Körpersymptome aufdecken und Wege für Ihre Gesundheit erkunden

-   Ihre berufliche, finanzielle, körperliche, emotionale oder mentale Situation analysieren

-   Erfolgreiches Vorgehen für neue Aufträge und Projekte testen

-   Beziehungsprobleme mit Partnern, Kindern, Chefs, Kollegen, Mitarbeitern, Kunden ... klären

-   Schwierigkeiten mit Wohnungen, Büros, Häusern, Orten ... aufdecken

-   Inspiration holen, neue Perspektiven entdecken, Kraft schöpfen, Zuversicht entwickeln ...

-   Innere Blockierungen und äußere Konflikte auflösen

-   und sehr, sehr viel mehr

siehe Themenliste:   http://www.ras-training.de/neu/pdf/aufstellungsthemen.pdf

Nutzen Sie die nächste Gelegenheit in Hünfelden-Heringen am: 18.8.2019,
9.30 Uhr bis ca. 17.30 Uhr.

Jetzt anmelden und neue, kreative Lösungen für persönliche Herausforderungen finden:
https://RAS-Training.de/resourcing/aufstellungen/aufstellungen.htm.

Wir freuen uns auf viele weitere erfolgreich gelöste Anliegen zum Wohle aller.

Iris und Rudolf Schnappauf mit Aufsteller-Team

https://RAS-Training.de/resourcing/frame_aufstellungen.htm
http://systemaufstellungen24.de
http://System-Aufstellung.info/

Erfahrungen begeisterter Teilnehmer (ein Beispiel):
"Mir geht es sehr gut … Es ist echt Magic, auf einmal wollen alle mit mir arbeiten
und ich bin für dieses Jahr schon ausgebucht...."


Freitag, 2. August 2019

Treibende Kräfte: Was wir von Bäumen lernen können



                                                                                           Foto RAS
Verwurzelte Gedanken

Bäume haben bis heute nur deshalb überlebt, weil sie eine enorme Widerstandskraft und genetische Vielfalt innerhalb einer Art aufweisen. „Fest und stark ist nur der Baum, der unablässig Winden ausgesetzt war, denn im Kampf festigen und verstärken sich seine Wurzeln“, schrieb schon der römische Philosoph Seneca. Wo sich Bäume wieder erneuern, erleben sich auch die Menschen als selbst regulierendes Prinzip. Sobald die ersten Wurzeln eines Baumes ins Erdreich dringen, sind der Samen und sein Schicksal mit diesem einzigen Ort verbunden. Hier beschafft er sich alles Notwendige, um zu gedeihen und zu überleben. Bäume haben die Fähigkeit, sich unerwarteten Herausforderungen anzupassen und extrem lange Zeiträume zu überdauern. Und sie bauen vor: So ist ihr Protoplasma voll mit Energievorräten und Substanzen, die andere Organismen anziehen. Selbst wenn sie ihre gesamte Stoffwechseltätigkeit eingestellt haben, stürzen sie nicht um. Sie bleiben als Baumstumpf stehen.

Der Begriff Nachhaltigkeit kommt aus der Forstwirtschaft und wurde 1713 erstmals von Oberberghauptmann Hannß Carl von Carlowitz verwendet. Er beinhaltet die Maxime, dass nur so viel Holz pro Periode geschlagen werden darf, wie auch nachwachsen wird. Wer einen Wald bewirtschaftet, darf zwar Bäume fällen und verkaufen, muss aber auch wieder neue anpflanzen für die nächsten Generationen.
Es lohnt, in diesem Zusammenhang Ernst Jüngers Aufsatz „Der Waldgang“ von 1951 zu lesen, dessen erster Satz lautet: „[E]s ist keine Idylle, die sich hinter dem Titel verbirgt.“ Dahinter steckt eine geistige Haltung, die wieder zu den Wurzeln der eigenen Stärke führt: „In unserer Lage sind wir verpflichtet, mit der Katastrophe zu rechnen und mit ihr schlafen zu gehen, damit sie uns nicht zur Nacht überrascht. Nur dadurch werden wir zu einem Vorrat an Sicherheit gelangen, der das vernunftgemäße Handeln möglich macht.“ Die Etymologie des englischen Wortes true (wahr) führt zurück zum alten englischen Wort für tree (Baum): Wahrheit war für die Angelsachsen nichts anderes als ein tief verwurzelter Gedanke.

So führt uns ein Förster zu unseren Wurzeln

Der Förster und Autor Peter Wohlleben wollte schon als Sechsjähriger Naturschützer werden. Nach einigen Jahren als Büroleiter eines Forstamtes wurde er in die Wälder der Eifelgemeinde Hümmel versetzt, die sein berufliches Zuhause wurden. Da er feststellen musste, dass die klassische Forstwirtschaft unsere Wälder ausbeutet statt schützt, begann er gemeinsam mit den Waldbesitzern, nach nachhaltigen Wegen zu suchen, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. Wälder sind nicht nur „Holzfabriken und Rohstofflager“, sondern enthalten die Wurzeln unseres Lebens.
In seinen Publikationen führt er viele aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse an, die hoffen lassen, „dass das geheime Leben der Wälder weiterhin stattfindet und auch unsere Nachfahren noch staunend zwischen den Bäumen spazieren können“. Weil Peter Wohlleben darüber „ungebunden“ erzählen wollte, kündigte er im Oktober 2006 seine Beamtenstelle auf Lebenszeit bei der Forstverwaltung und wurde in ein Angestelltenverhältnis der Gemeinde übernommen. So konnten neue Ideen in Ruhe reifen und umgesetzt werden: ein alter Buchenwald wurde unter Schutz gestellt, indem er zu einem Urnenfriedhof „umgewidmet“ wurde. Auch Survivaltraining und Blockhüttenbau sind für ihn neue „Formen einer Waldführung“. Dieser berufliche Wandel ermöglichte ihm, nun erfolgreich Bücher zu schreiben.

„Nomen est omen" ist angeblich ein Zitat des römischen Komödiendichters Plautus (250 – 184 v. Ch.) und bedeutet frei übersetzt: „Der Name ist Zeichen" oder auch „Der Name ist Programm". Wohlleben! In seinem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ zeigt er, wie wir die Kraft der Bäume nachhaltig für unser Leben nutzen können, aber auch, dass ein gesunder Wald wesentlich produktiver ist (und sogar höhere Einnahmen bedeutet).

Die wichtigsten Erkenntnisse des Buches lesen sich wie eine kleine Geschichte der Nachhaltigkeit:

• Ein Baum ist immer nur so gut wie der ihn umgebende Wald.

• Jeder Baum zieht genau einen Nachfolger groß, welcher seinen Platz einnehmen wird.

• Bäume leben in einem inneren Gleichgewicht und teilen sich ihre Kräfte sorgfältig ein, um alle Bedürfnisse zu erfüllen.

• Bäume sind soziale Wesen, die ihre Nahrung mit Artgenossen aufteilen und zuweilen sogar ihre Konkurrenz „hochpäppeln“. Zusammen schaffen sie ein Ökosystem, das Hitze- und Kälteextreme abfedert, Wasser speichert und sehr feuchte Luft erzeugt. In solch einem resilienten Umfeld können Bäume geschützt leben und sehr alt werden.

• „Befreundete“ Waldpaare achten darauf, keine zu dicken Äste in Richtung des anderen auszubilden. Sie sind so innig über das Wurzelwerk verbunden, dass sie oft sogar gemeinsam sterben.

• Gepflanzte Forste (die meisten Nadelwälder Mitteleuropas) verhalten sich oft wie Straßenkinder: „Da durch die Pflanzung die Wurzeln dauerhaft beschädigt werden, scheinen sie sich kaum noch zu einem Netzwerk zusammenzufinden. Die Bäume solcher Forste treten in der Regel als Einzelgänger auf und haben es dadurch besonders schwer.“

• Wer zu gierig ist und zu viel nimmt, ohne selbst zu geben, beraubt sich seiner eigenen Lebensgrundlage und stirbt aus.

• Die Wurzel ist der wichtigere Teil des Baumes, da hier möglicherweise sein „Gehirn“ sitzt. Der „zähe Baum“ sorgt vor und steckt von Anfang an wesentlich mehr Energie in den Ausbau seines Wurzelwerks als andere Arten.

• Für eine schnelle Nachrichtenverbreitung sind in den meisten Fällen Pilze zuständig, die wie die Glasfaserleitungen des Internets agieren („Wood-Wide-Web“).

• Pilze „denken“ weiter als ihre großen Partner, in der jede Art gegen die anderen kämpft.

• Bäume kommunizieren geruchlich, optisch und elektrisch (über eine Art Nervenzellen an den Wurzelspitzen). Leider ist unseren Kulturpflanzen die Fähigkeit sich mitzuteilen durch Züchtung großenteils abhandengekommen.

• Schlafentzug ist bei Bäumen wie beim Menschen lebensgefährlich. So können in Töpfe gepflanzte Eichen oder Buchen in Wohnzimmern nicht überleben.

• Der tote Baum-Körper ist für den Kreislauf des Waldes nach wie vor unverzichtbar: Der Stamm zerbröselt langsam und wird durch verschiedene Arten in immer kleinere Stückchen geraspelt und gefressen und „dabei Zentimeter um Zentimeter tiefer in den Boden eingearbeitet. Den letzten Rest besorgt der Regen, der die organischen Überreste einschwemmt“.


Eine Rezension des Wohllebens Bestseller-Buchs von Rudolf A. Schnappauf lesen Sie unter dem Titel:
Das aktuelle Baumsterben verstehen und lernen, damit umzugehen

im Blog von Wasser-hilft:

https://wasser-hilft.blogspot.com/2019/07/das-aktuelle-baumsterben-verstehen-und.html

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Was Unternehmen von Bäumen lernen können

Bäume haben die treibende Kraft der Kooperation, die ebenso stark ist wie der Wettbewerb. Bei Bäumen wird dies durch zellulare Organellen und Mehrteiligkeit belegt. Sie sind Gemeinschaftswesen, die in großen Gruppen zusammenwachsen, pflegen Beziehungen, setzen sich für das gemeinsame Wohl ein, sind bei aller Geselligkeit aber auch zutiefst individualistisch. Das zeigt sich darin, dass sie sich immer dann, „wenn es um Tod oder Leben geht, instinktiv zugunsten des eigenen Überlebens oder des Überlebens seiner Nachkommen“ entscheiden. In dieser Beziehung stellen Bäume ein geschlossenes System dar. Dies weisen David Suzuki und Wayne Grady in ihrem Buch „Der Baum. Eine Biografie“ nach. Es zeigt zwar keine Unternehmensbezüge, lädt aber dazu ein, sie gedanklich herzustellen. Bäume werden zudem häufig als Motiv in der Nachhaltigkeitskommunikation genutzt. Als Klischee werden sie immer dann wahrgenommen, wenn die „Biografie“ des Unternehmens mit seinen Wurzeln nicht erkennbar ist, oder wenn sie keinen Bezug zu den angebotenen Produkten haben. Wer aber die Geschichte „dahinter“ mitliefert, ist auch stark im Gedächtnis seiner Kunden verankert.


Zum Trost

Auch wenn ein Baum vorzeitig den Lebenskampf aufgeben muss und in einem Sturm abbricht, so hat er dennoch Wertvolles für die Gemeinschaft geleistet. Das kann auch ein Trost für alle sein, die um den Autor und Publizisten Roger Willemsen trauern, der zu einem Teil für andere Menschen gelebt hat und davon überzeugt war, dass jedes Leben dadurch besser wird, wenn man es auch für andere lebt. „Und wenn man so privilegiert lebt wie ich und eine Öffentlichkeit finden kann und dazu noch im Bereich der Kommunikation arbeitet, also schreibt, dann sollte man um Himmels Willen irgendwas tun, das anderen hilft. Das ist eine Pflicht“, sagte er in seinem letzten Interview (Domradio 15. August 2015).

Mit Peter Wohlleben verband ihn auch der Wunsch, Förster zu werden, denn seine „ersten Wahrnehmungen der Außenwelt sind solche der Natur gewesen“. Er sammelte Pflanzen in Botanisiertrommeln, Tierskelette, Mineralien - und als Autor „Stilblüten“. Seine Bücher werden bleiben und ihre Botschaft wird sich „natürlich“ ausbreiten wie Bäume, deren Bedeutung für Bäche auch nach dem Tod nicht abnimmt. Wohlleben zum Trost: „Stürzt etwa eine abgestorbene Buche quer über das Bachbett, dann bleibt sie dort für Jahrzehnte liegen. Sie wirkt wie ein kleiner Staudamm und sorgt für winzige Stillwasserbereiche, in denen sich Arten halten können, die keine starke Strömung vertragen.“

Weitere Informationen:

Menschen über Bäume. Gedanken, Begebenheiten und Anekdoten aus vier Jahrtausenden. Zusammengestellt und herausgegeben von Dietmar Olonscheck. Oekom Verlag, München 2017.

Michael Pollan: Meine zweite Natur. Vom Glück, ein Gärtner zu sein. Aus dem Amerikanischen von Eva Leipprand. Oekom Verlag München 2014.

Sächsische Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft (Hg.): Bausteine der Nachhaltigkeit. Carlowitz weiterdenken. Oekom Verlag, München 2016.

Insa Wilke (Hg.): Der leidenschaftliche Zeitgenosse. Zum Werk von Roger Willemsen. S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2015.

Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume. Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt. Ludwig Verlag München 2015.

Alexandra Hildebrandt und Claudia Silber: Gut zu wissen... wie es grüner geht: Die wichtigsten Tipps für ein bewusstes Leben von Amazon Media EU S.à r.l. Kindle Edition 2017.