Dienstag, 24. April 2018

Papst ruft auf zu ökologischer Umkehr

35 milliardenschwere katholische Institutionen trennen sich von fossilen Brennstoffen. Sie schließen sich damit der weltweiten Divestment-Bewegung an.

Anlässlich des weltweiten „Earth Day“ hat ein globales Bündnis aus 35 katholischen Organisationen angekündigt, nicht länger in Kohle-, Gas- und Ölunternehmen zu investieren.
Fossile Brennstoffe gelten als Hauptverursacher der Klimakrise. Die humanitäre Hilfsorganisation
Caritas Internationalis, katholische Banken mit einem Vermögen von 7,5 Milliarden Euro, Diözesen und andere katholische Institutionen von vier Kontinenten wollen künftig nur noch in klimafreundliche und sozial gerechte Anlageformen investieren. Sie schließen sich damit der weltweiten Divestment-Bewegung an.

In Deutschland trennen sich unter anderem drei größere katholische Banken von fossilen Brennstoffen und schließen derlei Investitionen für die Zukunft aus. Sie alle folgen damit 60 katholischen Institutionen und mehr als 850 Universitäten, Städten, Pensionsfonds und anderen Investoren weltweit. Diese haben bereits den Abzug von Geld aus Kohle-, Öl- und Gasunternehmen beschlossen.

Die wachsende Divestment-Bewegung wird zunehmend von führenden Kirchenfunktionären einschließlich Bischöfen unterstützt und stellt eine wichtige Möglichkeit für die Kirche dar, eine Vorreiterrolle im Kontext eines sich verändernden Klimas einzunehmen.
Die Mission der katholischen Klimabewegung Global Catholic Climate Movement (GCCM) ist es,
die Umsetzung der Umweltenzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus zu unterstützen,
der darin zu einer ökologischen Umkehr aufruft.

Quelle: bizz energy. Jutta Maier  20.04.18

Sonntag, 1. April 2018

3,6 Milliarden Menschen von Wasserknappheit betroffen

Weltweit haben viele Menschen haben nicht genügend Wasser. Laut Unesco sind vor allem Indien, China, die US-Westküste sowie der Nahe Osten betroffen. Allerdings habe ich die Wasserknappheit vor kurzem auch in Südafrika - insbesondere in Kapstadt - live erlebt. Der Theewaterskloof-Damm in der Nähe von Kapstadt hatte weniger als 20 Prozent seiner Wasserkapazität und neben jedem öffentlichen Wasserhahn hing ein Hinweis zum Wassersparen. Ähnliches haben aber im letzten Sommer auch viele Menschen in Südfrankreich, Südspanien und Mittelitalien, insbes. Rom, erlebt

Kanpp 50 % der Weltbevölkerung lebt in Regionen, in denen es mindestens in einem Monat pro Jahr zu wenig Wasser gibt. "Tun wir nichts, werden bis 2050 mehr als fünf Milliarden Menschen unter Wassermangel leiden", so die Unesco-Generalsekretärin Audrey Azoulay beim Vorstellen des Weltwasserberichts 2018. Derzeit betreffe der Wassermangel etwa 3,6 Milliarden Menschen.

Gründe für den zunehmenden Wassermangel sieht Azoulay im Klimawandel, Bevölkerungswachstum und steigenden Konsum. Bei der Wasserbewirtschaftung müsse umgedacht werden und Regierungen sollten stärker auf Vorbilder aus der Natur setzen. Nur so könnten heftige "Konflikte ums Wasser" vermieden werden.

Die Wassernachfrage steigt derzeit glogal um 1 % pro Jahr. Besonders der Verbrauch privater Haushalte werde in den kommenden Jahren deutlich steigen. In Süd- und Zentralamerika könnte sich der private Wasserverbrauch verdoppeln, in einigen afrikanischen und asiatischen Regionen aufgrund von Bevölkerungswachstum, wirtschaftlicher Entwicklung und verändertem Konsum sogar verdreifachen.

Zusätzlich verändert der Klimawandel den globalen Wasserkreislauf: "Feuchte Regionen werden in der Regel feuchter und trockene Regionen noch trockener", heißt es im Unesco-Bericht. Stauseen, Bewässerungskanäle und Kläranlagen reichen nicht mehr aus. Städte und ländliche Gebiete müssten grüner werden.
Die Autoren schlagen eine Reihe naturbasierter Lösungen vor. Wälder müssen aufgeforstet, Feuchtgebiete wiederhergestellt und Städte umweltfreundlicher gebaut werden. Das sei langfristig kosteneffizienter und nachhaltiger als die bisherige Infrastruktur.

Die Metropole New York gebe ein gutes Beispiel für ein erfolgreiches grünes Wassermanagement. Sie schütze seit 1997 ihre drei größten Wassereinzugsgebiete, indem sie Bauern und anderen Landbesitzern Anreize bietet, wenn sie das Land auf eine nachhaltige Weise bearbeiten. Wasser aus diesen Gebieten könne ungefiltert genutzt werden, was New York mehr als 300 Millionen Dollar pro Jahr bei der Wasseraufbereitung spart.

Auch China setze mit dem Schwammstadt-Konzept auf naturbasierte Lösungen. Unter anderem mit begrünten Dächern, durchlässigen Bodenbelägen sowie aufbereiteten Feuchtgebieten um das Stadtgebiet soll bis 2020 in 16 Städten etwa 70 Prozent des Regenwassers gespeichert werden können. Das könnte die Wasserversorgung in den Städten erheblich verbessern.

Solche naturbasierten Strategien müssten weltweit noch viel mehr eingesetzt werden. Bisher machen grüne Maßnahmen weniger als ein Prozent der Investitionen in Infrastruktur und Wassermanagement aus. Dabei wären sie gerade in den schnell wachsenden Städten vieler Schwellenländer einfach umzusetzen, meinen die Autoren. "Anstelle alles mit Beton zuzukleistern, könnte man noch mal nachdenken und mehr grüne Zone behalten" durch begrünte Dächer und Wände.

Montag, 26. März 2018

Filter gegen Mikroplastik

Als Mikroplastik gelten Kunststoffteilchen, die weniger als fünf Millimeter messen. Millionen Tonnen solcher Plastikteilchen landen Jahr für Jahr in unserer Mitwelt, in Flüssen, in Seen und im Meer.
Inzwischen wissen wir durch aktuelle Studien, dass Mikroplastik auch in unserem Grundwasser, in unserem Leitungswasser und in unseren abgefüllten Flaschenwässern nachweisbar ist - und zwar weltweit!
Das ist einer der Gründe, weshalb immer mehr Haushalte, Büros, Praxen, Firmen ihr Trinkwasser durch eine Umkehrosmose-Anlage von all den unerwünschten Fremd-, Schad- und Giftstoffen befreien. Siehe hierzu:
www.Wasser-hilft.de/frame_umkehrosmoseanlagen.htm.
Damit können wir unsere 2-4 Trinkwasser pro Tag und Person sehr effektiv, einfach, schnell und vor allem preiswert filtern. Gegen die Vermüllung unserer Mitwelt durch Plastik hilft Umkehrosmose allerdings nicht.

Mikroplastik kommt nicht nur als Fasern oder Granulat aus Kleidung, Kosmetikartikeln, der Kunststoffindustrie oder Kunstrasen, sondern auch als Reifenabrieb von der Straße. Mikroplastik entsteht, wenn größerer Plastikmüll zerfällt. Die Plastik-Partikel können Schadstoffe sowie Keime an sich binden, die so in die Nahrung für uns Menschen gelangen. Wie sehr gesundheitsschädlich sie für uns sind, weiß bisher noch niemand.

Aus jeder größeren Kläranlage schwappen täglich ca. 65 Millionen Plastikteilchen in die umliegenden Gewässer. An Mischwasserüberläufen schwappt bei heftigen Niederschlägen ein Mix aus Regen- und Abwasser Großteils unbehandelt in die Umwelt, um Kläranlagen vor Überlastung zu schützen. "Allein in Berlin strömen rund sieben Millionen Kubikmeter im Jahr in nah gelegene Gewässer, inklusive Mikroplastik", sagen Berliner Ingenieure und Forscher.

"Eine größere Kläranlage in Glasgow, die mehr als 250 000 Kubikmeter Wasser pro Tag reinigt, entlässt täglich rund 65 Millionen Mikroplastikteilchen in natürliche Gewässer", berichteten schottische Forscher vor zwei Jahren im Fachblatt Environmental Science and Technology.

Viele Forscher tüfteln über neue Filtermethoden. Das Material und das Netzdesign der Köcherfliegenlarve könnte als Vorbild für Mikroplastikfilter taugen. Ein Fraunhoferteam will testen, ob tierische Filterstrategien bei der Entwicklung eines Waschmaschinenfilters helfen könnten. Damit sollen die winzigen Fasern aus kunststofffaserhaltigen Pullis, T-Shirts, Funktionswäsche und Fleece-Stoffen schon in der Trommel aufgefangen werden.

Noch fehlt viel Grundlagenwissen:
Wo gelangen wie viele Teilchen welcher Art in unsere Mitwelt? Was bewirken sie, wie lange bleiben sie, wie schnell zersetzen sie sich? Und vor allem: Wie gefährlich ist es, wenn aus Mikroteilchen Nanoteilchen werden? ...
In 18 Projekten wollen Forscher in einer mit 35 Millionen Euro geförderten Initiative des Bundesforschungsministeriums solche Fragen beantworten und Lösungsansätze finden, die Überflutung unserer Natur durch Plastik einzudämmen. Hoffentlich werden sie schnell fündig, denn viel Zeit bleibt uns nicht mehr.

Hilft ein junger Deutscher die Erderwärmung zu verlangsamen?

Wir wissen: Rund 10 kg CO2 bindet jeder Baum durchschnittlich pro Jahr. Das ist beachtlich und hilft entscheidend gegen die Erderwärmung - sofern genügend Bäume wachsen auf unserem Planeten. Wir sollten sie also nicht abholzen, sondern überall aufforsten, wo immer dies möglich ist.

Außerdem binden Bäume Wasser und saugen es sogar aus bis zu 15 Metern Tiefe mit ihren Wurzeln empor.
Ohne Walde gibt es kein Trinkwasser und ohne Wasser gibt es keinen Wald. Darauf hat bereits Viktor Schauberger vor 100 Jahren sehr fundiert hingewiesen.
Zusätzlich sorgen Bäume durch ihre enorme Wasserverdunstung für eine Abkühlung der Luft in Ihrer Umgebung.
Auch daher ist es im Wald immer etwas kühler als auf einem Acker. Viel entscheidender ist aber, dass ein großer Wald sein eigenes Mikroklima schafft. Der Hauptgrund dafür, dass es im Regenwald zuverlässig jeden Tag einmal regnet, ist der Regenwald selbst. Die 200 Liter Wasser, die jeder große Baum täglich in die Waldluft abgibt, vereinen sich mit der Verdunstung der übrigen Bäume und führen in der Waldregion zu Niederschlägen. So erhält der Wald das Leben durch regelmäßigen Segen des lebensspendenden Wassers.

Ein bayerischer Schüler hat daher angefangen, nicht nur Bäume zu pflanzen - sehr viele Bäume -, sondern auch noch sehr viele Mitmenschen dazu gebracht, seine Aktion zu unterstützen. Er fing an mit 1 Million Bäume. Das ist schon eine großartige Zahl, bedenkt man, dass der Junge damals erst 10 Jahre alt war.

Inzwischen ist Felix Finkbeiner Student und agiert nicht mehr nur an seinem Wohnort, sondern weltweit. Er gibt sich nicht mit politischen Appellen zufrieden, den Klimawandel stoppen zu wollen. Er hat schon viele große, einflussreiche Sponsoren gewonnen, die mithelfen, Bäume zu pflanzen.

Der inzwischen 20-Jährige Finkbeiner ist ungebremst für die globale Aufforstung im Einsatz. Dazu studiert er in London „Internationale Beziehungen“. In Monaco hat er gerade eine Konferenz für den Weltwald initiiert, bei der 300 "Schlüsselfiguren“ aus Wirtschaft und Politik seine Agentur für Öffentlichkeitsarbeit unterstützen: u. a. auch Fürst Albert II. von Monaco, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Burkhard Schwenker von Roland Berger, Alfred Ritter von Ritter Sport...

Es geht darum, Bäume zu finanzieren, denn Finkbeiner will 1.000 Milliarden Bäume pflanzen lassen. Also eine Million Mal so viel, wie zur Zeit als Viertklässler in Tutzing. Die Vermillionenfachung seines ersten Zieles mag manchem größenwahnsinnig erscheinen. Doch der junge Mann weiß, was er anstrebt: Ein Drittel der weltweiten Waldfläche neu aufforsten (etwas mehr als die jetzige Waldfläche Russlands). Und das auf keinen Fall durch Land Grabbing.

Vor einigen Jahren kannte niemand die Zahl der Bäume auf der Welt. Finkbeiner wollte sie wissen und rief dafür ein Institut an der ETH Zürich ins Leben. Er stellte den Kontakt her zu Wissenschaftlern aus Yale. Sie haben mit computergestützte Flächenprognosen aus Satellitenaufnahmen errechnet, dass auf der Welt (nur noch) drei Billionen Bäume wachsen. („Heute ist das eines der meistzitierten naturwissenschaftlichen Papiere der Welt“, so Finkbeiner.) Der junge Mann brachte die britischen und Schweizer Wissenschaftler zusammen und organisierte die Finanzierung für das Baumflächen-Forschungslabor Crowther Lab, um mit Hilfe der Baumpflanzungen CO2 zu binden und den Klimawandel zu bremsen.

Doch wo ist Platz für so viele Bäume? Die Weltbevölkerung wächst laut den Vereinten Nationen bis 2050 auf 9 bis 11 Milliarden Menschen. Bauern müssen dann über 40 Prozent mehr Getreide ernten auf Flächen, die schon heute als knapp gelten, wenn der Fleischkonsum nicht drastisch abnimmt.
„Weit entfernt von Straßen und Siedlungen gibt es genügend Platz“, meint Finkbeiner. Solche Flächen kauft die Organisation „Plant for the Planet“, welcher Finkbeiner vorsitzt, wie zuletzt in Mexiko für 2 Millionen Bäume im Jahr. „Wir wollen aber auf keinen Fall Land Grabbing unterstützen“, sagt er. Am besten lässt sich der großangelegte Klimaschutzplan auf staatseigenen Flächen realisieren, die mit spendenfinanzierten Bäumen bepflanzt werden.

Finkbeiner motivierte Alfred Ritter zu einer Spende von einer Million Bäumen, Ecosia (ein Suchmaschinenbetreiber) will eine Milliarde Bäume spendieren, eine asiatische Regierung ebenfalls. Finkbeiner bringt „High net-worth individuals“ zusammen, Menschen, die über Millionen Dollar Vermögen verfügen.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen übertrug ihm einst ihre „Billion Tree Campaign“ (1 Milliarde Bäume). Heute lautet die Weiterentwicklung dieses UN-Ziels durch „Plant for the Planet“ 1.000 Milliarden Bäume.
In Mexiko sollen schon bald auf 13.000 Hektar mit bisher nur Gestrüpp 10 Millionen neu gepflanzte Bäume stehen.

15 Milliarden Bäume in 193 Ländern seien bereits auf der Welt gepflanzt worden. Nur im Südsudan konnte bisher nichts erreicht werden. Das Nutzen des Holzes als Baustoff sei erwünscht. Wenn Stahl und Beton durch Holz ersetzt werden, bindet das CO2 und sorgt für Wohlstand in der Region. Nur darf aus dem Holz kein Brennholz werden. Das stellt in vielen Ländern derzeit noch eine große Herausforderung dar, solange nicht mit Solarenergie geheizt werden kann.

Montag, 12. März 2018

Briten schaffen das Reduzieren der CO2-Emissionen - Deutschland nicht

Den Briten gelingt, was die Deutschen nicht schaffen, weil die GroKo-Parteien es nicht wollen. Während die Regierungsparteien das Klimaziel für 2020 (Minderung der CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990) aus dem Koalitionsvertrag gestrichen haben, sind die Briten bereits 2017 bei 38 % angelangt.

Im Königreich soll 2025 der letzte Kohlemeiler geschlossen werden. In den letzten beiden Jahren ging die britische Kohleverstomung bereits um 52 % und 19 % zurück. Während in Deutschland Kohle noch 40 % zum Primärenergieverbrauch beiträgt, sind es in GB nur noch 5 %. Aber das Vereinigte Königreich hat dies noch nicht den Erneuergbaren Energie zu verdanken, sondern erst mal der Umstellung auf Gas.

Freitag, 2. März 2018

Eisenbahn startet zukunftsweisendes Wasserstoff-Projekt

Künftig könnten Eisenbahnen in Brandenburg mit Wasserstoff aus uckermärkischer Windenergie betrieben werden. Das ist die Vision von Projektpartnern, koordiniert von der Barnimer Energiegesellschaft mbH.
Direkt vor der Berliner Stadtgrenze fährt die „Heidekrautbahn“ RB27. Auf Strecken in den Landkreisen Barnim und Oberhavel sollen in Zukunft anstelle von dieselgetriebenen Loks vier neuartige „Coradia iLint“ -Personenverkehrszüge der Firma Alstom verkehren.

Das 21. Jahrhundert könnte das Jahrhundert des Wasserstoffs werden, nicht nur im Verkehr
(Pkw, Lkw, Bus, Bahn, Schiff, Flugzeug...), sondern vor allem auch in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Wohlbefinden..., siehe hierzu
www.Wasser-hilft.de/wasserstoffwasser.htm.

Montag, 26. Februar 2018

Vattenfall: Zukünftig heizen ohne fossile Brennstoffe

Vattenfall will nach der Umstellung von Kohle zum klimafreundlicheren Erdgas bei seiner Fernwärmeversorgung künftig ganz auf fossile Brennstoffe verzichten. Auf lange Sicht will Vattenfall (Wärme- und Stromversorger)  fossile Brennstoffe vollständig durch synthetisch erzeugtes Gas ersetzen. In Berlin stellt Vattenfall seine Heizkraftwerke von Kohle auf Erdgas um. Nach Aussage von Deutschland-Chef Tuomo Hatakka ist das jedoch "nur eine Übergangslösung". Ziel müsse sein, die Fernwärme in Deutschland durch den Ausstieg aus der Kohleverbrennung zu "dekarbonisieren",

Der Finne Hatakka machte sich auch für eine CO2-Steuer stark. Er verantwortet im Konzernvorstand des schwedischen Versorgers das Wärmegeschäft. Seine Hoffnungen richtet er insbesondere auf die Umwandlung von Strom aus erneuerbaren Energien (vor allem Windenergie) in Wärme (Power-to-Heat) und in Gas (Power-to-Gas). Dabei wird überschüssiger Wind- oder Solarstrom mittels Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Dieser kann entweder in Brennstoffzellen genutzt oder zu Methan weiterverarbeitet werden. 2015, als Vattenfall das riesige Kohleheizkraftwerk in Hamburg in Betrieb nahm, war von diesem Sinneswandel noch nichts zu erkennen.

Freitag, 2. Februar 2018

Neue Wälder von der Größe Irlands in 2018 geplant in China

Chinas Regierung hat ein gigantisches Wiederaufforstungsprojekt angekündigt. 6.66 Millionen Hektar neuen Waldes sollen in diesem Jahr gepflanzt werden. Das entspricht in etwa der Größe von ganz Irland.

Der Chef der staatlichen Forstverwaltung betonte, sein Land wolle das Image eines großen Umweltverschmutzers wandeln und ein globaler Umweltschutzführer werden.

Die Verwaltung kündigte mehrere Ziele an für die Wälder: Der Waldbestand soll bis 2020 von 21,7% auf 23% anwachsen. Bis 2035 soll er auf 26 Prozent steigen. Bei den riesigen niederschlagsarmen Gebieten und Wüsten ist das zwar eine notwendige, nichtsdestotrotz jedoch gigantische Herausforderung.

Die neuen Wälder sollen entstehen in den Provinzen Hebei, Qinghai, dem Tibetischen Plateau und in der Hunshandake Wüste (innere Mongolei).

China hat über 83 Milliarden (Wert in US$) investiert für Waldpflanzungen in den letzten 5 Jahren  und besitzt aktuell 208 Millionen Hektar Wald.

Im "ecological red line program" fordert die Regierung alle Provinzen und Regionen auf, "irrationale Entwicklungen" in der Nähe von Flüssen, Wäldern und National Parks einzudämmen.