Freitag, 23. September 2016

Plastikbecher, Plastikteller, Plastikbesteck wird verboten


Im Rahmen des Energiewende-Gesetzes "Energy Transition for Green Growth Act" soll in Frankreich bis zum Jahr 2020 Schluss sein mit Rotwein aus dem Plastikbecher, Baguette vom Plastikteller und Kaffeebechern, solange sie nicht biologisch abbaubar sind. Plastikbesteck und Plastikgeschirr wird aus Frankreich verbannt.
Ein mutiger und längst überfälliger Schritt! Denn laut der Nachrichtenseite "The Local" werden Jahr für Jahr bis zu 4,7 Milliarden Plastikbecher weggeworfen und kaum welche recycelt.
Frankreichs Verbot sollte weltweit Nachahmung finden!

Einkaufstüten aus dünnem Plastik sind bereits seit Juli in Frankreich verboten als kleiner Schritt im Kampf gegen die Treibhausgas-Emissionen.
Deutsche Märkte ziehen nach. Rewe und Lidl wollen bis 2017 den Verkauf von Plastiktüten stoppen. Wer zum Einkaufen keine eigenen Tragetaschen mitgebracht hat, kann Taschen aus Baumwolle oder Papier erwerben. Erstere können viele Jahre lang immer wieder verwendet werden.

Auch die Lebensmittelverschwendung soll in Frankreich eingeschränkt werden. Unverkäufliche Waren sollen gespendet, als Tiernahrung oder als Kompost für die Landwirtschaft genutzt werden.
In Deutschland landen 18 Millionen Tonnen an Nahrung im Müll – jedes Jahr, schätzt die Umweltstiftung WWF.

8. Hamburger Klimawoche - Programm


Laut neuen Erkenntnissen dänischer Wissenschaftler schmilzt das Grönlandeis stärker als bisher vermutet: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-09/groenland-eisschild-gletscher-klimawandel
Auch Küstenmetropolen wie Hamburg werden dadurch stark betroffen sein:
http://www.mopo.de/hamburg/klima-forscher-warnt--hamburg-ist-in-gefahr---24730962
Deshalb werden ab Sonntag über 100 Akteure mit mehr als 100 Aktionen in Hamburg dem Klimawandel im Rahmen der 8. Hamburger Klimawoche entgegentreten:
www.klimawoche.de
Mit hochkarätigen Diskussionsrunden, kulturellen Events, bewährtem Bildungsprogramm auf Alsterschiffen und vielen Formaten „zum Anfassen“ wird vom 25. September bis 2. Oktober 2016 Klimaschutz und Nachhaltigkeit für alle in der Metropolregion greifbar.
Zu den Highlights gehören ein attraktiver Themenpark mit Angeboten rund um den Klimaschutz und nachhaltigen Konsum, Hamburgs erster Klima-Slam im Mojo Club, ein Klima-Check der HafenCity Universität für Anwohner und das traditionelle Klimakonzert mit Klimaforscher und Schirmherr Prof. Mojib Latif.  
Hier der Flyer mit Vortrags- und Diskussions-Programm, Themenparks und Mitmach-Aktivitäten, kulturellen Veranstaltungen und Bildungs-Programm:
http://www.klimawoche.de/wp-content/uploads/2016/09/Programmflyer_Hamburger_Klimawoche_2016.pdf

Donnerstag, 15. September 2016

Great Bear Regenwald endlich unter Schutz

Nach 20 langen Jahren Verhandlungen und Protest-Demonstrationen feiern die indigenen Volksgemeinschaften der Westküste Kanadas gemeinsam mit Greenpeace einen großen Erfolg für die Natur. 85 % des Great Bear Regenwalds wurden endlich unter Schutz gestellt. Das entspricht einer Fläche der Größe von Belgien.

Der Protest gegen die Abholzung ging auch von Deutschland mit aus. Mehrere Zeitschriftenverlage drohten auf heftiges Drängen von Greenpeace, ihre Verträge mit kanadischen Lieferanten zu kündigen.

Ich habe selbst diese wundervollen Waldgebiete gesehen und war damals entsetzt von der rigorosen und radikalen Abholzung ganzer Berghänge. Gott sei Dank bleiben jetzt große Teile dieser faszinierenden Waldbestände in British Columbia den Tieren, Pflanzen, dem weltweiten Wasserhaushalt und auch den nächsten Generationen Menschen erhalten. Hoffentlich!

Dienstag, 13. September 2016

Keine blaue Plakette - Dieselfahrzeuge endültig abschaffen!

"Die Deutschen sind mehrheitlich dafür, schmutzige Diesel-Autos aus Innenstädten mit schlechter Luftqualität zu verbannen. In einer Umfrage für Greenpeace sprachen sich 59 Prozent der Bürger für solch ein Verbot aus," berichtet die Umweltschutzorganisation.

Es geht aber nicht nur darum, den gesundheitsgefährlichen Feinstaub und die gesundheitsgefährdenden Stickoxide aus den Innenstädten fernzuhalten. Es geht auch darum, die extrem ungesunden Partikel aus den Ruß-Abgasen zu vermeiden, die leider trotz Rußfilter von nahezu allen Dieselfahrzeugen ausgestoßen werden, wie man deutlich sehen kann, wenn ein Mercedes, Audi, BMW etc. Gas gibt.

Die Diskussion um die Blaue Plakette für 50-100 große deutsche Städte, geht am wirklichen Thema leider vorbei. Denn, die Luft in den Städten ist eh schon hochgradig verdreckt und Menschen, die dort arbeiten oder gar leben, sind eh schon gesundheitlich schwer belastet. Da fragt man sich doch, weshalb die Menschen nicht wenigstens außerhalb der großen Städte noch frische Luft atmen dürfen.

Auch auf dem Land und in kleinen Städten braucht niemand giftige Dieselabgase - weder tagsüber noch nachts!

Es geht also nicht um die Blaue Plakette für Dieselfahrzeuge in den Innenstädten. Es geht um die Gesundheit aller Lebewesen und damit um ein vollständiges Verbot von Dieselmotoren!
Doch derzeit werden die Treibstoffe für die giftigen Motoren sogar immer noch auf Kosten aller Bürger subventioniert.
Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf? Welche Regierung bietet der deutschen Kfz-Lobby endlich die Stirn und besteht darauf, dass die Automobilfirmen endlich saubere Motoren herstellen? Würde Diesel nicht mehr steuerlich subventioniert, sondern entsprechend seines volkswirtschaftlichen Schadens besteuert, würde ohnehin kaum mehr jemand diese Giftschleudern kaufen.


Diesel-Abgase sind krebserregend, auf einer Stufe mit Asbest, Arsen und Senfgas

Werden Diesel-Motoren in deutschen Städten demnächst verboten?


Dieselmotoren sind Deutschland mehr Geld wert als Flüchtlinge in Not


Fahrverbot für Diesel in Wiesbaden und Darmstadt?


Bald Fahrverbote für Diesel-Pkws auch in Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Frankfurt a. M., Stuttgart, München, Reutlingen?
 

Sonntag, 11. September 2016

Jährlich weitere 25.000 Geisternetze in Europas Meeren

Rund 25.000 Geisternetze gehen allein in Europas Gewässern jedes Jahr (!) über Bord und werden zur tödlichen Falle für Meeresbewohner.
Allein am Sylter Außenriff holte die Arctic Sunrise in wenigen Tagen über eine Tonne davon aus der Nordsee - aus einem von 10 Natura 2000-Gebieten. Daraus wird ersichtlich, dass der Naturschutz unserer Meere bisher nur auf dem Papier existiert.
Da die modernen Fischereinetze aus Plastik sind, dauert es fast 500 Jahre, bis sie sich zersetzen. Als Mikroplastik gelangen sie in die Nahrungskette und können so auf unseren Tellern und in unseren Mägen landen.

Aktivisten von Greenpeace versenkten im Jahr 2008 am Sylter Außenriff 320 große Felsen und schützten damit das Riff vor der mörderisch zerstörenden Schleppnetz-Fischerei, die mit schweren Gewichten den gesamten Meeresboden "umpflügt" und ruiniert.
Auf diesen Felsen haben sich in den  Jahren bereits bunte Lebensgemeinschaften aus Seeanemonen, Krebsen und Fischen angesiedelt.
"Diese 150 qkm sind - dank der Felsen - die einzigen echten Schutzgebiete in der deutschen Nordsee!", so Thilo Maack.
Videos von seinen Tauchgängen finden Sie unter: www.YouTube.de/Greenpeace
Video vom Tauchroboter vor Svalbord: https://www.youtube.com/watch?v=pFiNEjqTyiM

Montag, 5. September 2016

400.000 Tote durch Luftverschmutzung jährlich in der EU

Jedes Jahr 22.900 vorzeitige Todesfälle in Europa, verursacht durch Luftverschmutzung aus Kohlekraftwerken. Das bedeutet zugleich: 62 Milliarden Euro Mehrkosten  für die Gesundheitssysteme. So lautet das Ergebnis einer Studie von "Health and Environment Alliance", WWF Deutschland und anderen.
Kohlekraftwerke in Deutschland sollen für 4.350 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verantwortlich sein. Der Feinstaub aus polnischen Kraftwerksschloten verursache jährlich 5.830 vorzeitige Todesfälle, davon ca. 4.700 in den Nachbarländern, denn Feinstaub aus Kohleverbrennung kann im Umkreis von Hunderten Kilometern die Luftqualität beeinflussen. Anhand von Windgeschwindigkeit, Temperatur und Niederschlag lässt sich schätzen, wie sich die Schadstoffe in der Atmosphäre verteilen.

Die gefährlichsten deutschen Kraftwerke verbrennen Braunkohle zur Stromerzeugung: das von Vattenfall betriebene Jänschwalde in Brandenburg und die RWE-Anlage Niederaußem in Nordrhein-Westfalen..

Feinstaub, der beim Verbrennen von Kohle entsteht, kann die Atemwege schädigen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen und Schlaganfälle auslösen. Weitere gefährliche Schadstoffe wie Schwefeldioxid oder Quecksilber sind zusätzlich in den Abgasen enthalten. Das schädigt nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Ökosystem, denn die Verbrennung von schwefelhaltiger Kohle kann auch sauren Regen auslösen.

Das Umweltprogramm UNEP der Vereinten Nationen warnt, Luftverschmutzung sei mittlerweile eines der größten Gesundheitsrisiken für die europäische Bevölkerung. 95 % der Stadtbewohner atmeten regelmäßig Luft ein, die den Standards von EU und der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht genüge. Insgesamt soll die Feinstaubbelastung laut Europäischer Umweltagentur EEA jedes Jahr etwa 400.000 Menschen in der EU vorzeitig das Leben kosten. Zu den größten Quellen der Schadstoffe zählen neben Kohlekraftwerken etwa der Verkehr, vor allem die hochgiftigen Dieselabgase, die Industrie und Heizungen in Privathaushalten.

Samstag, 20. August 2016

Bis zu sechsmal schnellerer Ausbau Erneuerbarer Energien nötig, um Klimaschutz-Ziel von Paris einzuhalten


„Wir müssen die Wind- und Solarenergie drei- bis sechsmal schneller ausbauen als von der Bundesregierung geplant", präzisierte Professor Volker Quaschning die Ergebnisse seiner Forschungsgruppe Solarspeichersysteme an der HTW Berlin.
Die Onshore-Windkraft müsse pro Jahr um 6,3 Gigawatt (GW) netto ausgebaut werden statt nur um 2,8 GW brutto, wie im Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgesehen. Bei der Photovoltaik seien jährlich 15 GW erforderlich statt der im EEG vorgesehen 2,5 GW, so der Professor.

Damit Deutschland seinen Beitrag zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius leistet, empfiehlt Quaschning bei der Wärmeversorgung einen "zeitnahen" Umstieg von Öl- und Gasheizungen sowie KWK-Anlagen auf effiziente Wärmepumpen. Zudem müsse bis 2030 ein Ausstieg aus der Kohle realisiert sein, da sie für den Großteil der CO2-Emissionen aus der Energiewirtschaft verantwortlich ist. Bis 2040 müsse der Verkehrssektor elektrifiziert werden. Verkehr, Heizung und Industrie müssen sich zum Erreichen der Klimaschutzziele von fossilen Energieträgern verabschieden.

Zucker vervielfältigt das Herzinfarkt-Risiko

Menschen, deren Ernährung zu mehr als 25 Prozent aus Zucker besteht, erkranken drei Mal häufiger an einem Herzinfarkt als Personen, die mit weniger als zehn Prozent im Speiseplan auskommt. Das besagt eine Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC. Der amerikanische Epidemiologe Simin Liu von der Harvard School of Public Health entdeckte, dass die Zahl der Diabetesfälle in den USA fast im Gleichschritt mit den Zuckeranteilen in der Nahrung angestiegen ist. Fette und Eiweiße spielten hingegen für das Diabetesrisiko keine Rolle.