Samstag, 3. Dezember 2016

Mit 1,115 Milliarden Euro subventionieren Stromkunden deutsche Unternehmen p. a.

Mehr als eine Milliarde Euro müssen Strom-Endkunden 2017 zahlen, um Rabatte für Deutsche Unternehmen zu kompensieren. Eingeführt wurde die Subvention, weil nach dem katastrophalen Reaktorunglück in Fukushima steigende Strompreis erwartet wurden. Doch dank Erneuerbarer Energien sanken die Börsenpreise stattdessen deutlich.

2017 müssen laut Mitteilung der Übertragungsnetzbetreiber die sog. Letztverbraucher 1,115 Milliarden Euro zusätzlich tragen, um Subventionen für die stromintensiven Betriebe zu zahlen, die von Gabriels Ministerium von einem Teil der Netzentgelte befreit worden sind. Seit 2012 haben diese Subventionen die Verbraucher etwa 4,5 Milliarden Euro gekostet.

Die Grünen fordern den Wegfall der seit Jahren umstrittenen Milliarden-Umlage. Von ihr profitieren große Stromabnehmer aus der Stahl- und Aluminiumindustrie - und auch Schlachthöfe, Discounter, Fast-Food-Filialen, Rechenzentren, Banken, Versicherungen, Krankenhäuser, Großbäckereien, Kühlhäuser, die Deutsche Börse...
Die entgangenen Erlöse werden als Aufschlag auf die Netzentgelte umgelegt. 2017 steigt die Umlage von 0,378 auf 0,388 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2015 waren 4.433 Unternehmen von Teilen der Netzentgelte befreit.
   
Diese Befreiung wurde 2011 nach dem Atomausstieg eingeführt, weil mit steigenden Strompreisen gerechnet wurde. Da der Strompreis an der Börse seitdem jedoch gesunken ist, fordert die Grüne Abgeordnete Höhn die Abschaffung der Subvention.
Derzeit erhielten jedoch jedes Jahr zusätzliche Unternehmen die Unterstützung, "weil über kreative Prozesse die Voraussetzungen für die Befreiung" erreicht würden. Gerichte hätten die Umlage schon zweimal für unrechtmäßig erklärt. Doch durch nachträgliche Änderungen sei die Subventionierung erhalten worden.

Schwedens Stromversorgung fossil-frei bis 2040

Schweden ist auf Kurs, um innerhalb von 25 Jahren komplett auf Erneuerbare Energien umgestiegen zu sein. Im vergangenen Jahr kamen bereits 57% von Schwedens Strom aus Wind- und Wasserkraft. 2040 soll das Land komplett fossil-frei sein. Das hat der Premierminister vor der UN versprochen."

Wir haben viele gute Plätze, um große landbasierte Windkraftwerke aufzustellen.", so
Anne Vadasz Nilsson, Generaldirectorin des Schwedischen 'Energy Markets Inspectorate".
Windenergie wird immer kosteneffizienter und soll die extrem teure und unsichere Atomkraft im Land ersetzen. 4 der 10 Atomreaktoren laufen aus und werden wohl durch Windenergieanlagen ersetzt und mit Wasserkraftanlagen verbunden werden.

Umweltfreundliche Outdoor-Bekleidung? Gibt es!

Gibt es Outdoor-Kleidung wirklich, die 100% wasserdicht, 100% atmungsaktiv, 100% winddicht, 100% recycelbar, aus bereits recycelten Materialien hergestellt, Fluorcarbon-frei imprägniert, frei von PTFE bzw. Polytetrafluorethylen (Teflon), langlebig, sozial und ökologisch nachhaltig produziert ist?

Kaum zu glauben und doch, die Antwort lautet: JA! Die PYUA-Produkte mit CLIMALOOPTM setzen den Maßstab für ecorrect produzierte Laminat-Technologie im Sportbekleidungsmarkt. Dafür haben sie den Bundespreis ecodesign erhalten und sind ISPO AWARD Winner.

Kohlekraftwerke könnten viel sauberer arbeiten


Deutschland blockiert die EU in der Umwelttechnik. Reinigungstechnik ermöglich, die gesundheitsschädlichen Stickoxidemissionen von Braunkohlekraftwerken deutlich zu verringern. Doch die Bundesregierung verhindert in der EU niedrigere Grenzwerte aus Kostengründen.

Mit bester verfügbarer Technik (BVT) technisch machbar und für Umwelt und Gesundheit unverzichtbar ist ein Standard von 80 Milligramm Stickoxid-Abgase (NOx) je Normkubikmeter für Kohlekraftwerke. In Brüssel sollten 175 Milligramm vereinbart werden. Die Vertreter Deutschlands, welches 4 der 5 dreckigsten Kohlekraftwerke in der EU betreibt, kämpften in der EU-Kommission dafür, den BVT-Standard für Stickoxid-Abgase (NOx) auf 190 Milligramm pro Normkubikmeter im Jahresmittel hochzusetzen, damit keine Nachrüstkosten für die heimischen Kraftwerke anfallen. Die Gesundheit der Bevölkerung spielte dabei wie immer keinerlei Rolle, trotz extremer Feinstaubbelastung in allen Städten.

Tatsächlich könnten die Betreiber von Kohlekraftwerken bis 2021 die notwendige  Reinigungs-technik nachzurüsten, auch wenn aus Klima- und Gesundheitsgründen das Stilllegen natürlich viel besser wäre.
Doch wie so oft steht Gabriels Wirtschaftsministerium beiden Alternativen massiv im Weg. Mit einer Milchmädchenrechnung als Begründung: Die Kosten für die Kraftwerks-Betreiber stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen. Die schweren gesundheitlichen Schäden der Abgas-Meiler mit ihren immensen Folgekosten für die Allgemeinheit werden einfach ausgeblendet.

NO2 wird mit einer Verschärfung von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma-Beschwerden sowie vermehrten Atemwegsinfektionen in Verbindung gebracht. Außerdem tragen Stickoxide zur Überdüngung und Versauerung von Böden und Gewässern mit negativen Auswirkungen auf die Biodiversivität bei.

Die ökologischen und sozialen Kosten der Braunkohleverstromung werden auf uns Bürger abgewälzt (sozialisiert). Laut Umweltbundesamt liegen die Umweltkosten für Braunkohle bei 10,75 Cent pro Kilowattstunde Strom – auch hier ist die Kohle trauriger Spitzenreiter.

Alle verantwortungsbewussten Bürger müssen sich in der EU dafür einsetzen, dass wir nicht weiter ungefiltert schwer giftigen - u. a. quecksilberhaltigen - Abgasen aus Braunkohle-Kraftwerken  ausgesetzt werden, sondern dass bei der Energieversorgung so schnell wie irgend möglich auf Kohle verzichtet wird. Wir brauchen eine naturverträgliche Energiewende!

Braunkohle ist der schmutzigste Energieträger in unserer Stromproduktion. Schon der Abbau bringt fatale Folgen für die Umwelt. Daher muss der Anteil der Kohleverstromung stark gedrosselt werden, um die Klimaziele von Paris wenigstens annähernd noch erreichen zu können.
Mehr dazu lesen Sie im NABU-BLOG

Montag, 24. Oktober 2016

Immer mehr Kinder und Erwachsene sind viel zu dick. WHO fordert Steuer auf Softdrinks

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Sondersteuer auf Softdrinks. Damit sie wirkt und die Gier nach Süßem nicht zum Verhängnis wird, müsse sie mindestens 20 Prozent betragen.
Denn Fakt ist: Zu viel Zucker macht krank!

Die Zahl fettleibiger Kinder ist fast in aller Welt in den letzten Jahren stark gewachsen. Übergewichtige Kinder werden oft dicke Erwachsene und belasten sich und die Krankenkassen durch schwere Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder faule Zähne.
Die Gesundheitsexperten der WHO empfahlen anlässlich des Welt-Adipositas-Tages allen Regierungen, zuckerhaltige Getränke mit einer kräftigen Sondersteuer zu belegen.

Ob das reicht, solange so extrem viel Zucker in so vielen Nahrungs- und Genussmitteln enthalten sein darf wie z. B. in Ketchup, Senf, Salatsaucen, Gummibärchen oder Marzipan... ?

Gesünder ist es auf jeden Fall, auf Nahrungs- und Genussmittel (Fertiggerichte, Convenience Food, Fast Food) so weit möglich zu verzichten und auf frische LEBENsmittel aus dem Garten oder von heimischen Bio-Bauern zurückzugreifen.

Mehr dazu: http://www.wiwo.de/technologie/forschung/weltgesundheitsorganisation-wieso-die-who-softdrinks-besteuern-will/14676076-all.html

Kluge Leute trinken keine Cola

„Kluge Leute trinken keine Cola.“ Harvard-Professor Walter Willett weist erneut eindringlich auf die Risiken hin. Der enthaltene Zucker mache nicht nur dick, sondern auch abhängig und krank – weshalb Cola, Fanta, Sprite und Co. unbedingt gemieden werden sollten, so der weltweit sehr einflussreiche Ernährungswissenschaftler.
Mehr dazu siehe
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/oft-trinken-nur-dumme-menschen-cola-20161023207037

Dienstag, 11. Oktober 2016

Lidl stoppt Verkauf von Plastiktüten


Nach Rewe stoppt endlich auch Lidl den Verkauf von Plastiktüten und damit der erste Nahrungsmitteldiscounter. Ab Frühjahr 2017 will das Unternehmen laut Lidl-Geschäftsleitung die umweltschädlichen Kunststofftüten aus dem Angebot nehmen. Voraussichtlich über 100 Millionen Kunststofftaschen jährlich bzw. rund 3500 Tonnen Plastik können so eingespart werden. Auch in den Lidl-Filialen in Österreich und der Schweiz soll es künftig keine Plastiktüten mehr geben.