Dienstag, 27. Dezember 2016

Wasserstoff ist das perfekte Antioxidans, weil ...
  • Wasserstoff wirkt in JEDER Zelle - sogar bis auf Zellkernebene und
    passiert auch die Blut-Hirn-Schranke ungehindert.
  • Wasserstoff neutralisiert NUR die überaus schädlichen Hydroxyl-Radikale und
    lässt die wichtigen Signalmoleküle der körpereigenen Immunabwehr unverändert.
  • Wasserstoff zeigt keine negativen Nebenwirkungen.
  • Wasserstoff hebt das antioxidative Niveau des Körpers deutlich an.
  • Wasserstoff hinterlässt kein "Abfallprodukt" im Körper,
    sondern nur reines Wasser.

Vorteile des Lourdes Generators: 
  • Der Lourdes Generator erfordert keinen festen Anschluss an die Wasserzufuhr.
    Sie können damit in jedem Raum (mit Stromanschluss) Wasserstoff-Wasser erzeugen
    und wertvollen Platz in der Küche sparen (obwohl das ästhetische Gerät auch
    ein echter Hingucker ist).
  • Er ist transportabel und kann unkompliziert auch auf Reisen mitgenommen werden.
  • Er kann aus entmineralisiertem Umkehrosmosewasser oder mineralfreiem Wasser
    aus Destilliergeräten Wasserstoff-Wasser machen,
    ohne etwas an der Reinheit des Ausgangs-Wassers zu ändern.
  • Er kann auch mit leicht mineralisiertem, weichem Mineralwasser betrieben werden
    wie z. B. Lauretana, Plose, Black Forrest, Volvic, Monte Calrn.
  • Der pH-Wert wird nicht erhöht. Deshalb kann das Wasserstoff-Wasser
    zu allen Tageszeiten getrunken werden, auch zum Essen.
  • Erreicht wird ein optimaler Wasserstoffgehalt bis zur natürlichen Sättigungsgrenze
    des Wassers.
  • Der Lourdes Generator desinfiziert sich selbst durch die Produktion von Ozonwasser.
    Damit vermeiden Sie eine Verkeimung der Gefäße und des Wassers.


  • Die Kammern für Wasserstoff-Wasser und Ozonwasser (zum Desinfizieren)
    sind räumlich getrennt, deswegen bleibt das Wasserstoff-Wasser rein und
    enthält keine freien Radikale.
  • Das Gerät hat sehr geringe Folgekosten pro Jahr.
  • Das vom Lourdes Generator hergestellte Wasser hat eine lange Haltbarkeit:
    Abgefüllt in verschlossenen Glasflaschen ist auch nach 10 bis 12 Stunden
    noch ein relevanter Wasserstoffgehalt messbar.
  • Der Lourdes Generator wird mit Gleichstrom betrieben. Sie vermeiden dadurch Elektrosmogbelastung des Wasserstoff-Wassers mit Wechselstromfrequenzen.
  • Mit dem Lourdes Generator können Sie nicht nur Wasserstoffwasser herstellen,
    sondern auch desinfizierendes Ozonwasser – zum Beispiel für die gründliche Reinigung
    von Obst und Gemüse.
Mehr Information erhalten Sie von www.Wasser-hilft.de. Rufen Sie jetzt an und lassen Sie sich kostenfrei und unverbindlich beraten:  06438 -5106.

Regenerierendes Wasserstoff-Wasser - Anti Aging für Zuhause:
http://wasser-hilft.blogspot.de/2016/12/regenerierendes-wasserstoff-wasser-anti.html 
 

Regenerierendes Wasserstoff-Wasser - Anti Aging für Zuhause

Wissenschaftliche Forschungen zeigen:
Altern ist die zunehmende Schädigung der Zellen durch freie Radikale - insbesondere durch die gesundheitsschädlichen Hydroxyl-Radikale (OH). Diese entreißen benachbarten Molekülen ein Elektron - und verwandeln damit diese wiederum in ein freies Radikal usw. Im schlimmsten Fall kann dadurch das Erbgut geschädigt werden.

Treffen die äußerst aggressiven Hydroxyl-Radikale (OH) jedoch auf ein Wasserstoff-Atom (H), verbinden sie sich dauerhaft zu H2O, einem harmlosen Wassermolekül.
Alterung ist Folge von oxidativem Stress. Es ist der gleiche Prozess, der Eisen rosten, angeschnittenes Obst braun werden oder Butter ranzig werden lässt.

Wasserstoff durchdringt den gesamten Körper und wirkt bis in den Zellkern.

Wasserstoff, das kleinste existierende Molekül, ist fähig, alle Membranen und alle Barrieren des gesamten Körpers zu durchdringen. Wasserstoff löst sich sowohl in Wasser als auch in Öl und kann deshalb auch in die Zellen eindringen, deren äußere Schicht aus Lipiden (Fett) besteht und die innen mit Wasser gefüllt sind.
 
Wasserstoff dringt auch durch die Blut-Hirn-Schranke, die größere Moleküle zurückweist, und kann so auch im Gehirn Oxidation ausgleichen und freie Radikale neutralisieren.
Wasserstoff verbindet sich mit OH-Molekülen – den freien Radikalen im Körper – und macht sie unschädlich. Das ist genau das, was alle Antioxidantien (in meist teuren Nahrungsergänzungsmitteln) im Körper auch tun sollen.
 
Entscheidende Unterschiede und damit Vorteile des wasserstoff-angereicherten Wassers:
Da das Wasserstoffmolekül das kleinste Molekül überhaupt ist, gelangt es im Körper überall hin.
Es diffundiert auch durch jede Zellmembran und neutralisiert OH-Radikale sogar im Zellkern.

Komplexe Molekülverbindungen von Antioxidantien (mit hohem Redox-Potenzial) können Zellmembranen jedoch nicht einfach durchdringen und bleiben daher oft wirkungslos.
Außerdem neutralisieren antioxidative Nahrungsergänzungsmittel oder Vitamine auch die vom Körper selbst hergestellten, wichtigen freien Radikale, die für das eigene Immunsystem benötigt werden.
  • Wasserstoff (H) verbindet sich dagegen vor allem mit den unerwünschten
    Hydroxyl-Radikalen (OH) zu harmlosem Wasser (H2O).
  • Wasserstoff zeigt daher keine negativen Nebenwirkungen.
  • Wasserstoff hebt das antioxidative Niveau des Körpers deutlich an.
  • Wasserstoff hinterlässt kein "Abfallprodukt" im Körper, sondern nur reines Wasser.
Albert von Szent-Byörgy - Nobelpreisträger für Physiologie und Medizin und  Entdecker des Vitamin C - sagt über Wasserstoff:
"Unser Körper kennt wirklich nur einen Treibstoff: Wasserstoff."

Jetzt können auch Sie die Vorteile von Wasserstoff-Wasser - dem idealen Anti Aging Mittel - selbst zuhause nutzen, siehe:  www.Wasser-hilft.de/wasserstoffwasser.htm.
.

"In über 600 wissenschaftlichen Tests und Studien wurde die therapeutische Wirksamkeit von molekularem Wasserstoff zweifelsfrei nachgewiesen. Insbesondere gilt Wasserstoff als ein sehr effektives Antioxidans, das bekannten Antioxidantien wie z. B. Vitamin C in wichtigen Punkten überlegen ist."
Quelle: Molecular Hydrogen Foundation,  http://molecularhydrogenfoundation.org/studies/

Wasserstoff ist das perfekte Antioxidans, weil ...

Montag, 26. Dezember 2016

Erste Solarstrom-Straße

Der solare Abschnitt der Nationalstraße bei der Gemeinde Tourouvre-au-Perche in der Normandie ist etwa einen Kilometer lang. Etwa 2.800 Quadratmeter der Straßenoberfläche sind von Solar-Paneelen bedeckt, die auch von LKWs befahren werden können. Die stabilen Solarzellen sollen Strom produzieren, um die Straßenlaternen in dem 5.000-Einwohner-Ort zu betreiben.

Quelle: LE MONDE | 21.12.2016 http://www.lemonde.fr/planete/article/2016/12/21/en-normandie-une-route-solaire-au-banc-d-essai_5052352_3244.html

Deutschland könnte den CO2-Ausstoß des Stromsektors um 25% senken

Um den Zielen der Pariser Klimakonferenz näher zu kommen, muss schnell viel umgesetzt werden. Einer Studie des Öko-Instituts zufolge wäre ein großer Schritt relativ leicht möglich. Es müsste nur der Einsatz aller Kohle- und Gaskraftwerke intelligenter gesteuert werden. Damit könnte der CO2-Ausstoß des Stromsektors auf einen Schlag um ein Viertel verringert werden.

Im Stromnetz muss immer genau so viel Strom eingespeist werden, wie gerade gebraucht wird.  Wind und Sonne liefern jedoch nicht immer genug Energie, wenn gerade hohe Stromnachfrage herrscht. Bei windstillem, wolkenverhangenem Wetter kann der Anteil der regenerativen Energien unter 15 Prozent sinken. Bei windigem und sonnigem Wetter können sie jedoch bis zu 75 Prozent der Stromnachfrage abdecken.

Um den Bedarf jederzeit zu decken, müssen derzeit noch konventionelle Kraftwerke hinzu geschaltet. werden. Der Strom wird versteigert. Weil Versorger billig einkaufen wollen, werden Braunkohle- und Steinkohle-Kraftwerke oft bevorzugt, denn ältere, abgeschriebene Anlagen - ohne moderne Filter - können günstig produzieren. Betreiber von Gaskraftwerken haben oft das Nachsehen, obwohl sie beim Verbrennen von Erdgas erheblich weniger CO2 in die Luft blasen. Gaskraftwerke wäran auch sehr viel flexibler. Sie können innerhalb von Minuten zu- oder abgeschaltet werden.
Das Hoch- und Herunterfahren von Braunkohlekraftwerken ist dagegen extrem aufwendig und dauert meist jeweils mehrere Tage. Deshalb laufen sie meist rund um die Uhr, was zu einem konstanten Überangebot führt. Deutschland exportiert daher 2016 voraussichtlich mehr Strom in die EU-Länder als je zuvor.

Experten des Öko-Instituts haben berechnet, was es bringen würde, wenn sich der Kraftwerks-Einsatz am CO2-Ausstoß orientierten würde, statt an den Kosten. Das Ergebnis: Der CO2-Ausstoß ließe sich schon jetzt  um fast 80 Millionen Tonnen p. a. reduzieren, würden Gaskraftwerke Vorfahrt vor Kohlekraftwerken bekommen. Das entspricht etwa einem Viertel der gesamten Treibhausgas-Emissionen des Stromsektors!

Der Vorstand von Greenpeace-Energy spricht von einem riesigen Einsparpotenzial, das die Bundesregierung ignoriere. Sönke Tangermann fordert: „Das Potenzial einer veränderten Einsatzreihenfolge darf nicht ungenutzt bleiben.“ Als erstes müssten fossile Kraftwerke, die überwiegend für den Export produzierten, sofort vom Netz genommen werden.
Wegen der höheren Gaspreise würde das zwar ca. 1,1 Milliarden Euro kosten. (etwa 14 Euro pro Tonne), aber erheblich weniger als die Ausgaben zur Beseitigung der Folgen des Klimawandels. Die liegen laut Umweltbundesamt zwischen 40 und 120 Euro pro Tonne CO2.

Die Stromeinspeise-Reihenfolge könnte einfach per Gesetz festgelegt werden, nach den Erneuerbaren könnten automatisch die Gaskraftwerke kommen. Auch eine Steuer auf CO2-Emissionen oder deutlich höhere Preise für Klimagas-Zertifikate wären möglich.
Laut Tangermann gibt es nur eine Konsequenz: „An einem schnellen Kohleausstieg führt kein Weg vorbei.“ Jetzt wird diskutiert, ob dies bis 2025 möglich ist, wie die Grünen empfehlen oder erst nach 2050, wie die großen Energiekonzerne fordern.

Quellen: https://blog.greenpeace-energy.de/themen/klimaschutz/bundesregierung-laesst-riesiges-co2-einsparpotenzial-ungenutzt/  und  https://www.greenpeace-energy.de/presse/artikel/bundesregierung-laesst-riesiges-co2-einsparpotenzial-ungenutzt.html

Gezeitenkraft-Turbine liefert Strom

Im Minas-Becken in der Bay of Fundy zwischen Neubraunschweig im Norden und Neuschottland im Süden speist eine neue Gezeitenkraft-Turbine Strom ins Netz. Sie nutzt die starke Meeresströmung und kommt ohne Staudamm aus. Die Provinzregierung hofft langfristig auf 22.000 Arbeitsplätze.
Bis zu zwei Megawatt Leistung sollen jährlich 1.000 Tonnen verstromte Kohle ersetzen. Der Betreiber will 2017 eine zweite Turbine installieren. Insgesamt werden 32,4 Millionen Euro investiert.
3-4 weitere Unternehmen wollen ebenfalls Turbinen unterschiedlicher Konstruktion im Minas-Becken ausprobieren. Kanada möchte bis 2030 aus der umweltschädlichen Kohleverstromung aussteigen (ausgenommen Kraftwerke, die das anfallende CO2 speichern.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Deutschlands Energieverbrauch steigt 2016, der Stromverbrauch sinkt leicht.

Der deutsche Energieverbrauch 2016 ist auf 13.427 Petajoule (PJ) gestiegen, 1,6 Prozent mehr als 2015. Das geht aus Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft (AG) Energiebilanzen hervor.
Kältere Witterung, Schalttag, positive wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungszuwachs trugen dazu bei.
Erneuerbare Energien tragen mit 1.692 Petajoule (2,9 Prozent Steigerung am Energieverbrauch gegenüber 2015) insgesamt 12,6 % des Gesamtenergieverbrauchs bei. Wasserkraft ohne Pumpspeicher konnte mit 13 % Steigerung am stärksten zulegen, gefolgt von Biomasse und Windkraft (nur 1 % Zuwachs, genauso viel wie Photovoltaik und Solarthermie zusammen verloren haben.)
Mit 3.043 Petajoule steigerte sich der Erdgasverbrauch um beinahe 10 Prozent.
Mit 4.562 Petajoule nahm der Mineralölverbrauch 1,8 Prozent zu.
Kühlere Witterung und zusätzliche Nutzung von Erdgas in Kraftwerken mögen hierfür ursächlich sein. Am Gesamtenergieverbrauch hat Erdgas 23 %,.Mineralöl 34 % Anteil.
Steinkohle trägt 12,2 % (1.635 PJ) und Braunkohle 11,4 % (1.525 PJ) bei.
Der Anteil der Kernenergie sank um 7,4 %.

Durch höheren Verbrauch von Mineralöl und Erdgas wurde der Rückgang des Kohleverbrauchs überkompensiert. Daher steigt die energiebedingte CO2-Emission 2016 leider um weitere 0,9 %!

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) liegt der Brutto-Inlands-Stromverbrauch Ende 2016 voraussichtlich 592,7 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) (-0,4 % im Vergleich zum Vorjahr).
Erneuerbare Energien erzeugen 191 Mrd. kWh Strom und decken laut BDEW und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) beim Stromverbrauch ca. 32 % ab (Vorjahr 31,5 Prozent und 187 Mrd. kWh.)
Erheblich gesteigert werden (Plus 57%) konnte nur die Offshore-Windkraft auf 13 Mrd. kWh Erzeugung. An Land ist die Windenergie trotz Zubaus um fast 6 % auf 67 Mrd. kWh gesunken wegen schlechter Windverhältnisse 2016.
Windenergie an Land bleibt mit 35 % Anteil an der Erneuerbaren-Stromerzeugung mit Abstand die stärkste erneuerbare Energiequelle, gefolgt von Biomasse und Abfallverwertung mit 52 Mrd. kWh, Photovoltaik mit 20 % (die um 1% zurückgegangen. ist auf 38 Mrd. kWh), Wasserkraft mit 22 Mrd. kWh und Geothermie mit nur 0,2 Mrd. kWh.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Münchner entwickeln "fliegendes E-Auto"


Senkrechtstartender Elektro-Jet für die Stadt: Lilium arbeitet am "fliegenden Auto".
Vier Münchner Tüftler haben ein E-Flugzeug erfunden, das senkrecht starten und landen und weniger Energie verbrauchen soll als ein Elektroauto. Die Gründer von Lilium Aviation arbeiten an einem leisen, emissionsarmen Kleinst-Flugzeug, das 2 Menschen ohne Stau und Abgase mit 400 km/h von A nach B befördern kann.
Schwenkbare Triebwerke sollen das Flugzeug-Auto überall starten und landen lassen, im Garten wie auf dem Hochhausdach - ohne Helikopter-Lärm und nur mit einer LSA-Lizenz für Ultraleichtflugzeuge. Über Nacht soll es an einer normalen Steckdose vollgeladen sein und sein  Akku für 500 Kilometer reichen.
Um bequem von einem Start- oder Landeplatz zum anderen zu kommen, soll der E-Jet in ein Auto verwandelt werden können. Wie das gehen könnte, ist derzeit noch Betriebsgeheimnis der Entwickler (bzw. daran forschen sie noch intensiv).
Fotos vom Modell siehe: http://lilium-aviation.com

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Kreuzfahrtschiffe - schwimmende Müllverbrennungsanlagen ohne Abgasreinigung

„Was den Autos an Land längst verboten ist, ist für Schiffe skandalöser Alltag. Die Ozeanriesen sind schwimmende Müllverbrennungsanlagen, aber ohne Abgasreinigung. Hinter der polierten Fassade von AIDA, TUI und Queen Mary II stinkt es gewaltig“, kritisierte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger. Tatsächlich verweigern die blendend weißen Luxusliner bislang wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der gesundheitsschädlichen Rußpartikel- und Schwefelemissionen.
Luxusliner blasen riesige Abgaswolken von gefährlichen Ruß-, Schwefel-, und Stickoxidemissionen in die Luft, selbst wenn sie in Hafenstädten mit laufendem Motor vor Anker liegen.

Mehr siehe http://www.notopia.net/blog/2306/kreuzfahrtschiffe-schwefeloxid

Dieselfreie Städte

Auto-Abgase - insbesondere die hochgiftigen Diesel-Abgase - gehören zu den Hauptverursachern der schlechten Luft. Die Bürgermeister von Paris, Athen, Madrid und Mexiko Stadt wollen ab 2025 keine Dieselfahrzeuge mehr auf ihren Straßen. Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen verlangen schon seit vielen Jahren ein Verbot der Dieselabgase.

In Deutschland ist die Einführung einer Umweltplakette für Dieselautos wieder einmal am Widerstand der Auto-Industrie und von Mautminister Alexander Dobrindt (CSU) gescheitert. Damit sollten wenigstens die älteren Giftschleudern zumindest aus den Innenstädten verbannt werden. Sofern sie (gemäß Messungen der Hersteller) der Euro 6 Norm entsprächen, hätten sie dennoch fahren dürfen.

Die Bürgermeister der Weltmetropolen Madrid, Mexiko Stadt, Athen und Paris haben endlich beschlossen, eigenständig im Kampf u. a. gegen die Stickoxid-Belastung ihrer Metropolen aktiv zu werden. Sie versprechen, ab 2025 keine Dieselmotoren mehr auf den Straßen zu erlauben. Das verkündeten sie auf dem Welt-Bürgermeistergipfel der Mega-Cities in Mexiko Stadt.

„Wir stehen heute auf, um zu sagen, dass wir Luftverschmutzung und die Gesundheitsprobleme und Todesfälle, die sie verursacht, nicht länger tolerieren“, sagte die Pariser Bürgermeisterin und Vorsitzende der C40 Climate Leadership Group, Anne Hildago. Solch große Probleme verlangten mutiges Handeln. Die Politiker riefen Auto- und Busfabrikanten auf, sich anzuschließen.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO lassen sich jährlich drei Millionen Todesfälle auf dreckige Luft zurückführen. „92 Prozent der Weltbevölkerung lebt an Orten, wo die Luftverschmutzung die von der WHO als sicher eingestuften Schwellenwerte übersteigt. Ruß von Dieselfahrzeugen gehört zu den größten Verantwortlichen für schlechte Gesundheit und Erderwärmung“, sagt Helena Molin Valdés, die Vorsitzende der Climate and Clean Air Coalition (CCAC) der UN. Die Initiative kooperiert mit den C40-Städten bei ihrem Vorhaben.

Datenquelle: bizz energy, Tim Lüdtke, http://bizzenergytoday.com/dieselfreie_metropolen

Bleibt zu hoffen, dass nicht nur viele Städte und Länder folgen, sondern, dass endlich auch den mit riesigem Abstand aller größten Luftverpestern Einhalt geboten wird - den mit dreckigem Schweröl fahrenden Schiffen. Die 15 größten Seeschiffe der Welt (Kreuzfahrtschiffe) stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit!
Mehr dazu siehe:
http://www.notopia.net/blog/2306/kreuzfahrtschiffe-schwefeloxid


Chinesen investieren 100 Milliarden € in Windkraft

China ist bereits größter Windenergie-Produzent der Welt. Bis 2020 will die Volks­republik fast 100 Milliarden Euro zusätzlich in neue Wind­kraft­anlagen stecken. In 4 Jahren soll eine Kapazität von 210 Gigawatt erreicht werden.
Dieses ehrgeizige Ausbauziel bis 2020 hat Chinas National Energy Administration (NEA) veröffentlicht, laut Nachrichtenagentur Xinhua. Bis 2030 soll der Anteil nicht-fossiler Energien am gesamten Energiemix 20 Prozent erreichen.

Innerhalb der nächsten 4 Jahre sollen etwa 80 GW neue Windenergiekapazitäten aufgebaut werden – das Doppelte der in Deutschland installierten Menge. Wo Berlin bremst, klotzt Peking.


Geplant ist außerdem, mehr aus den Anlagen herauszuholen. Die erzeugte Windstrommenge (186 Terawattstunden Ende 2015) soll deutlich stärker wachsen als die installierte Leistung (auf 420 Terawattstunden bis Ende 2020). Dafür müssten viele Altanlagen durch leistungsstärkere neue ersetzt werden.

Das ist auch notwendig, denn die Windenergie wird auch 2020 erst 6 Prozent vom chinesischen Strommix ausmachen. Neben neuer Windenergieleistung werden auch etwa 300.000 neue Arbeitsplätze im chinesischen Windenergiesektor geschaffen. Insgesamt werden dann 800.000 Menschen in diesem Wirtschaftszweig arbeiten und die Windturbinenhersteller weiter wachsen lassen.
Von den neun größten der Welt kommen mit Goldwind (Platz 3), United Power (7), Ming Yang Wind Power (8) und Envision Energy (9) vier Windanlagenbauer aus China.
Quelle   energiezukunft.eu | cw 2016

Fonds für Lösungen zur sauberen Energiegewinnung

Microsoft-Gründer Bill Gates kündigte einen Fonds zur Förderung von Energie-Innovationen an.
US-Medien berichten, der "Breakthrough Energy Ventures Fund" wolle in den kommenden 20 Jahren mehr als eine Milliarde US-Dollar in Erneuerbare-Energie-Unternehmen investieren.

Bill Gates konnte u. a. SAP-Mitgründer Hasso Plattner, Amazon-Chef Jeff Bezos und Alibaba-Gründer Jack Ma für das Projekt gewinnen, außerdem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Virgin-Group-Chef Richard Branson und Salesforce-Chef Marc Benioff..., insgesamt 20 Investoren, deren Vermögen auf fast 170 Milliarden Dollar geschätzt wird.

Ziel des Fonds sei es, Technologien zur Marktreife zu verhelfen, welche die Treibhausgas-Emissionen senken, z. B. Förderung der Elektromobilität und neue Technologien in der Landwirtschaft. Gates will einen Teil seines Vermögens vermehrt auch in saubere Energien investieren, hatte er in Paris mitgeteilt.

Samstag, 3. Dezember 2016

Mit 1,115 Milliarden Euro subventionieren Stromkunden deutsche Unternehmen p. a.

Mehr als eine Milliarde Euro müssen Strom-Endkunden 2017 zahlen, um Rabatte für Deutsche Unternehmen zu kompensieren. Eingeführt wurde die Subvention, weil nach dem katastrophalen Reaktorunglück in Fukushima steigende Strompreis erwartet wurden. Doch dank Erneuerbarer Energien sanken die Börsenpreise stattdessen deutlich.

2017 müssen laut Mitteilung der Übertragungsnetzbetreiber die sog. Letztverbraucher 1,115 Milliarden Euro zusätzlich tragen, um Subventionen für die stromintensiven Betriebe zu zahlen, die von Gabriels Ministerium von einem Teil der Netzentgelte befreit worden sind. Seit 2012 haben diese Subventionen die Verbraucher etwa 4,5 Milliarden Euro gekostet.

Die Grünen fordern den Wegfall der seit Jahren umstrittenen Milliarden-Umlage. Von ihr profitieren große Stromabnehmer aus der Stahl- und Aluminiumindustrie - und auch Schlachthöfe, Discounter, Fast-Food-Filialen, Rechenzentren, Banken, Versicherungen, Krankenhäuser, Großbäckereien, Kühlhäuser, die Deutsche Börse...
Die entgangenen Erlöse werden als Aufschlag auf die Netzentgelte umgelegt. 2017 steigt die Umlage von 0,378 auf 0,388 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2015 waren 4.433 Unternehmen von Teilen der Netzentgelte befreit.
   
Diese Befreiung wurde 2011 nach dem Atomausstieg eingeführt, weil mit steigenden Strompreisen gerechnet wurde. Da der Strompreis an der Börse seitdem jedoch gesunken ist, fordert die Grüne Abgeordnete Höhn die Abschaffung der Subvention.
Derzeit erhielten jedoch jedes Jahr zusätzliche Unternehmen die Unterstützung, "weil über kreative Prozesse die Voraussetzungen für die Befreiung" erreicht würden. Gerichte hätten die Umlage schon zweimal für unrechtmäßig erklärt. Doch durch nachträgliche Änderungen sei die Subventionierung erhalten worden.

Schwedens Stromversorgung fossil-frei bis 2040

Schweden ist auf Kurs, um innerhalb von 25 Jahren komplett auf Erneuerbare Energien umgestiegen zu sein. Im vergangenen Jahr kamen bereits 57% von Schwedens Strom aus Wind- und Wasserkraft. 2040 soll das Land komplett fossil-frei sein. Das hat der Premierminister vor der UN versprochen."

Wir haben viele gute Plätze, um große landbasierte Windkraftwerke aufzustellen.", so
Anne Vadasz Nilsson, Generaldirectorin des Schwedischen 'Energy Markets Inspectorate".
Windenergie wird immer kosteneffizienter und soll die extrem teure und unsichere Atomkraft im Land ersetzen. 4 der 10 Atomreaktoren laufen aus und werden wohl durch Windenergieanlagen ersetzt und mit Wasserkraftanlagen verbunden werden.

Umweltfreundliche Outdoor-Bekleidung? Gibt es!

Gibt es Outdoor-Kleidung wirklich, die 100% wasserdicht, 100% atmungsaktiv, 100% winddicht, 100% recycelbar, aus bereits recycelten Materialien hergestellt, Fluorcarbon-frei imprägniert, frei von PTFE bzw. Polytetrafluorethylen (Teflon), langlebig, sozial und ökologisch nachhaltig produziert ist?

Kaum zu glauben und doch, die Antwort lautet: JA! Die PYUA-Produkte mit CLIMALOOPTM setzen den Maßstab für ecorrect produzierte Laminat-Technologie im Sportbekleidungsmarkt. Dafür haben sie den Bundespreis ecodesign erhalten und sind ISPO AWARD Winner.

Kohlekraftwerke könnten viel sauberer arbeiten


Deutschland blockiert die EU in der Umwelttechnik. Reinigungstechnik ermöglich, die gesundheitsschädlichen Stickoxidemissionen von Braunkohlekraftwerken deutlich zu verringern. Doch die Bundesregierung verhindert in der EU niedrigere Grenzwerte aus Kostengründen.

Mit bester verfügbarer Technik (BVT) technisch machbar und für Umwelt und Gesundheit unverzichtbar ist ein Standard von 80 Milligramm Stickoxid-Abgase (NOx) je Normkubikmeter für Kohlekraftwerke. In Brüssel sollten 175 Milligramm vereinbart werden. Die Vertreter Deutschlands, welches 4 der 5 dreckigsten Kohlekraftwerke in der EU betreibt, kämpften in der EU-Kommission dafür, den BVT-Standard für Stickoxid-Abgase (NOx) auf 190 Milligramm pro Normkubikmeter im Jahresmittel hochzusetzen, damit keine Nachrüstkosten für die heimischen Kraftwerke anfallen. Die Gesundheit der Bevölkerung spielte dabei wie immer keinerlei Rolle, trotz extremer Feinstaubbelastung in allen Städten.

Tatsächlich könnten die Betreiber von Kohlekraftwerken bis 2021 die notwendige  Reinigungs-technik nachzurüsten, auch wenn aus Klima- und Gesundheitsgründen das Stilllegen natürlich viel besser wäre.
Doch wie so oft steht Gabriels Wirtschaftsministerium beiden Alternativen massiv im Weg. Mit einer Milchmädchenrechnung als Begründung: Die Kosten für die Kraftwerks-Betreiber stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen. Die schweren gesundheitlichen Schäden der Abgas-Meiler mit ihren immensen Folgekosten für die Allgemeinheit werden einfach ausgeblendet.

NO2 wird mit einer Verschärfung von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma-Beschwerden sowie vermehrten Atemwegsinfektionen in Verbindung gebracht. Außerdem tragen Stickoxide zur Überdüngung und Versauerung von Böden und Gewässern mit negativen Auswirkungen auf die Biodiversivität bei.

Die ökologischen und sozialen Kosten der Braunkohleverstromung werden auf uns Bürger abgewälzt (sozialisiert). Laut Umweltbundesamt liegen die Umweltkosten für Braunkohle bei 10,75 Cent pro Kilowattstunde Strom – auch hier ist die Kohle trauriger Spitzenreiter.

Alle verantwortungsbewussten Bürger müssen sich in der EU dafür einsetzen, dass wir nicht weiter ungefiltert schwer giftigen - u. a. quecksilberhaltigen - Abgasen aus Braunkohle-Kraftwerken  ausgesetzt werden, sondern dass bei der Energieversorgung so schnell wie irgend möglich auf Kohle verzichtet wird. Wir brauchen eine naturverträgliche Energiewende!

Braunkohle ist der schmutzigste Energieträger in unserer Stromproduktion. Schon der Abbau bringt fatale Folgen für die Umwelt. Daher muss der Anteil der Kohleverstromung stark gedrosselt werden, um die Klimaziele von Paris wenigstens annähernd noch erreichen zu können.
Mehr dazu lesen Sie im NABU-BLOG

Montag, 24. Oktober 2016

Immer mehr Kinder und Erwachsene sind viel zu dick. WHO fordert Steuer auf Softdrinks

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Sondersteuer auf Softdrinks. Damit sie wirkt und die Gier nach Süßem nicht zum Verhängnis wird, müsse sie mindestens 20 Prozent betragen.
Denn Fakt ist: Zu viel Zucker macht krank!

Die Zahl fettleibiger Kinder ist fast in aller Welt in den letzten Jahren stark gewachsen. Übergewichtige Kinder werden oft dicke Erwachsene und belasten sich und die Krankenkassen durch schwere Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder faule Zähne.
Die Gesundheitsexperten der WHO empfahlen anlässlich des Welt-Adipositas-Tages allen Regierungen, zuckerhaltige Getränke mit einer kräftigen Sondersteuer zu belegen.

Ob das reicht, solange so extrem viel Zucker in so vielen Nahrungs- und Genussmitteln enthalten sein darf wie z. B. in Ketchup, Senf, Salatsaucen, Gummibärchen oder Marzipan... ?

Gesünder ist es auf jeden Fall, auf Nahrungs- und Genussmittel (Fertiggerichte, Convenience Food, Fast Food) so weit möglich zu verzichten und auf frische LEBENsmittel aus dem Garten oder von heimischen Bio-Bauern zurückzugreifen.

Mehr dazu: http://www.wiwo.de/technologie/forschung/weltgesundheitsorganisation-wieso-die-who-softdrinks-besteuern-will/14676076-all.html

Kluge Leute trinken keine Cola

„Kluge Leute trinken keine Cola.“ Harvard-Professor Walter Willett weist erneut eindringlich auf die Risiken hin. Der enthaltene Zucker mache nicht nur dick, sondern auch abhängig und krank – weshalb Cola, Fanta, Sprite und Co. unbedingt gemieden werden sollten, so der weltweit sehr einflussreiche Ernährungswissenschaftler.
Mehr dazu siehe
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/oft-trinken-nur-dumme-menschen-cola-20161023207037

Dienstag, 11. Oktober 2016

Lidl stoppt Verkauf von Plastiktüten


Nach Rewe stoppt endlich auch Lidl den Verkauf von Plastiktüten und damit der erste Nahrungsmitteldiscounter. Ab Frühjahr 2017 will das Unternehmen laut Lidl-Geschäftsleitung die umweltschädlichen Kunststofftüten aus dem Angebot nehmen. Voraussichtlich über 100 Millionen Kunststofftaschen jährlich bzw. rund 3500 Tonnen Plastik können so eingespart werden. Auch in den Lidl-Filialen in Österreich und der Schweiz soll es künftig keine Plastiktüten mehr geben.

Montag, 10. Oktober 2016

Grundwasser mit Pestiziden belastet


Das Grundwasser in weiten Teilen Niedersachsens ist mit Rückständen von Pestiziden belastet. Das geht aus einer Studie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hervor, die Panorama 3 vorliegt. Demnach wurden an 45 Prozent der Grundwassermessstellen in Niedersachsen Rückstände von Pestiziden nachgewiesen.

Quelle und mehr dazu:
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Pestizidgefahr-im-Grundwasser,pestizide136.html

Gülle-Havarien sorgen für extreme Nitratwerte im deutschen Grundwasser

Absatz von Pestiziden steigt dramatisch und damit die Grundwasserbelastung

In Deutschland hat der Absatz von Pflanzenschutzmitteln in den letzten beiden Jahrzehnten stark zugenommen. Der Pestizidabsatz lag laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 1993 bei 28.930 Tonnen. 20 Jahre später wurden bereits 43.765 Tonnen hierzulande verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von 51 Prozent. Dass immer mehr davon in unserem Grundwasser zu finden ist, kann daher nicht überraschen.

Ausgebracht werden die Giftstoffe von den Landwirten, genau wie die riesigen Mengen Gülle, die unser Grundwasser mit Nitrat verseuchen.

Doch der Bauernverband und v. a. das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium sperren sich mit allen Mitteln gegen dringend gebotene, schärfere Regeln. Schließlich ist Minister Schmidt ja auch noch Verbraucherschutzminister - und als solcher schützt er aktiv die Agrarindustrie (Megaställe) und die Agrarchemie/-Pharmazie vor den Interessen der Verbraucher (genau wie Aigner und Seehofer vor ihm).


Gülle-Havarien sorgen für extreme Nitratwerte im deutschen Grundwasser

Grundwasser mit Pestiziden belastet

Chemikalien in Kleidung - Hersteller-Liste

Als Kunden sehen Sie leider nicht, wie viele Chemikalien Ihre Kleidung enthält. Die Produkte vieler
Kleidungshersteller enthalten immer noch schädliche Chemikalien. Greenpeace will sie bis 2020 davon abbringen.

Giftige Unkrautvernichter auf Baumwollfeldern, umweltschädliche Kunststoffe in Outdoor-Kleidung,
gesundheitsschädliche Farben in Shirts und Hosen ... Greenpeace hat sich die Hersteller vorgenommen und auf der Online-Plattform www.Detoxcatwalk.de eine Liste erstellt.

19 führende Modemarken werden hinsichtlich des Einsatzes von giftigen Chemikalien geprüft.
Untersucht werden diese Aspekte:

*  Detox 2020-Plan – ein System zur Eliminierung von schädlichen Chemikalien,
   das proaktiv und vorsorglich ist.
*  PFC-Eliminierung – Substitution schädlicher PFC durch sicherere Alternativen.
*  Transparenz – Veröffentlichung von Lieferanten und schädlichen Chemikalien,
    die in die Umwelt abgegeben werden.

+  Inditex (Zara), H&M und Benetton bekamen ein gutes Zeugnis ausgestellt.
*  Adidas und Puma finden sich im Mittelfeld
-  Esprit, Nike, LiNing und Victorias Secret produzieren mit gefährlichen Chemikalien
   und sollten von gesundheits- und umweltbewussten Kunden gemieden werden.
   Sie zeigten keine Bereitschaft, zu entgiften, kritisiert Greenpeace: Sie setzen weiterhin umwelt-
   und gesundheitsschädliche Stoffe wie per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) ein.

Mode kann ökologisch und schick zugleich sein. Nachhaltige Labels wie Armed Angels
und Lanius Köln beweisen das. Outdoor-Mode gibt es auch mit weniger Chemie und selbst für den Strand- und Wanderurlaub hat Eco-Fashion viel zu bieten.

Positiv ist auch:
Alle geprüften Unternehmen haben sich der Textilkampagne "Detox" von Greenpeace angeschlossen und die Umstellung auf eine saubere Produktion bis zum Jahr 2020 zugesagt.
Vorbildlich sind die vereinbarte Veröffentlichung von Abwasserdaten und eine transparente Lieferkette - was etwa Inditex schon heute liefert. wieder, würden aber aufholen. Eine Übersicht der Firmen findet sich auf www.Detoxcatwalk.de.

Auch wer vorbildlich mit der Chemie umgeht, produziert noch lange nicht nachhaltig. Selbst Marken wie Zara, H&M und Benetton belasten die Umwelt mit vielen neuen Kollektionen. Verbrauchern hilft nur Achtsamkeit beim bewussten Kleiderkonsum, um zumindest die weltweite Wasserverschmutzung etwas einzudämmen.

Neues großes Meeresschutzgebiet


Neuseeland hat angekündigt, voraussichtlich im Oktober 2016 rund 620 000 Quadratkilometer Ozean in der Kermadec-Region, etwa tausend Kilometer nordöstlich des Festlands, unter Schutz zu stellen. Das entspricht einer größeren Fläche als der Insel Madagaskar. Dort leben unter anderem 35 Arten von Walen, rund 150 Fischarten sowie drei Spezies von Meeresschildkröten. Das subtropische Meer umfasst zudem den zweitgrößten Tiefseegraben der Erde.
Der WWF und andere Umweltorganisationen hatten sich für ein Kermadec- Meeresschutzgebiet eingesetzt. Künftig sind dort jegliche Fischerei und Exploration von Bodenschätzen verboten
Quelle: WWF magazin Ausgabe 2 2016, S. 6

Samstag, 8. Oktober 2016

Diesel macht krank - Subventionen sinnvoller nutzen!

Der Autoverkehr nimmt immer mehr zu, seine Schadstoffe belasten unsere Gesundheit. Besondere Gesundheitsgefahren gehen von den Dieselabgasen und vom Dieselruß aus. Deutschland ist davon am meisten betroffen, denn in den meisten Ländern Amerikas, Afrikas, Asiens und im Pazifischen Raum fahren erheblich weniger Diesel-Pkw als hierzulande. Ursache dafür ist die finanzielle Subvention dieses Kraftstoffs und der Dieselmotorenhersteller (überwiegend deutsche Firmen) durch die deutsche Politik.

Stinkende Diesel-Abgase und ein schlecht ausgebautes Netz an Fahrradwegen machen es leider oft wenig attraktiv, auf das Rad umzusteigen.

Jede zweite innerstädtische Messstation zeigt Stickoxidwerte (NO2) über dem geltenden EU-Jahresgrenzwert. 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft dürften es sein, doch oft sind es 50 oder 60 Mikrogramm, manchmal noch mehr. Auch Greenpeace-Messungen zeigen, dass Stadtluft alles andere als gesund ist. Stickoxide schädigen die Atemwege – vor allem bei Kindern – und erhöhen das Herzinfarkt-Risiko. Die größte Stickoxid-Quelle sind die Auspuffe von Dieselfahrzeugen. Aus ihnen quellen gut zwei Drittel der verkehrsbedingten NO2-Abgase.

Die Bundesregierung subventioniert Diesel jährlich mit sieben Milliarden Euro – über künstlich niedrig gehaltene Dieselpreise an den Tankstellen, um deutsche Pkw-Hersteller zu fördern. Geld, das an anderen Stellen fehlt und viel besser in zukunftsfähige Verkehrskonzepte investiert werden könnte, wie z.B. in das Umstellen der innerstädtischen Busflotten und Taxis auf Elektromotoren.

Die sieben Milliarden Euro aus dem ersten Jahr ohne Dieselsubventionen würden reichen, alle innerstädtischen Busse durch Elektrobusse zu ersetzen. Im zweiten Jahr könnte die riesige Summe in den Ausbau des Radwegenetzes fließen, im dritten in den Ausbau und die Vernetzung des öffentlichen Nahverkehrs…

Doch stattdessen verzichtet die Regierung Jahr für Jahr auf Steuermilliarden und fördert so den Verkauf von äußerst gesundheitsschädlichen Dieselwagen, zum Schaden aller Menschen, Tiere und Pflanzen. Schluss damit!

Schützen Sie Gesundheit und Klima! Fordern Sie jetzt die Abschaffung der Diesel-Subvention und der giftigen Dieselmotor-Abgase. Schicken Sie Verkehrsminister Alexander Dobrindt Ihre  Protestmail. Und wenn Sie vernünftig sind, kaufen Sie um Gottes Willen kein Dieselfahrzeug mehr, sonst dürfen Sie damit demnächst in kaum noch eine Stadt fahren.

Freitag, 7. Oktober 2016

Gülle-Havarien sorgen für extreme Nitratwerte im deutschen Grundwasser


Fast zehn Millionen Liter an Tierexkrementen sind 2015 unkontrolliert in die Umwelt geflossen - mit bedenklichen Folgen für das Grundwasser.
Am 6.10.16 berichtete das Bayrische Fernsehen in der Sendung 'quer' (20:15 -21:00 Uhr) über mehrere fatale Unfälle in Bayern, bei denen große Mengen Gülle das Grundwasser verseuchten.
Durchschnittlich alle 3 bis 4 Tage kommt es in Deutschland zu einem Gülle-Unglück.

9,6 Millionen Liter Jauche und Gülle flossen im vergangenen Jahr unkontrolliert in die Umwelt
(laut Angaben des Statistischen Bundesamtes). Insgesamt wurden bundesweit 92 Unfälle registriert. Die Zahl der ungemeldeten, kleinen Umweltverstöße ist nicht bekannt.

Ursprünglich diente Gülle als Düngemittel. Heute verschmutzt sie jedoch in hoher Konzentration Böden und Grundwasser mit Nitrat. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat die Daten nach Regionen ausgewertet und eine 'Karte der Gülle-Havarien in Deutschland' zwischen Juli 2015 und Juli 2016 erstellt.
Genau dort, wo die Zentren der industriellen Massentierhaltung in Deutschland liegen und der Großteil der Gülle anfällt, in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, passieren auch die meisten Gülle-Unfälle.

Nach BUND-Angaben werden allein in Deutschland jedes Jahr mehr als 700 Millionen Rinder, Schweine, Hühner oder Puten gemästet. Dabei entstehen 191 Millionen Kubikmeter Gülle, Jauche und Mist. Das sind fast 200 Milliarden Kilo und weit mehr als auf den Äckern der Megaställe ausgebracht werden kann. Milch- und Fleischbauern müssen daher für das Entsorgen der tierischen Exkremente bezahlen.

In Großenkneten stieß ein Zug mit einem Gülle transportierenden Traktor zusammen. In St. Goarshausen ergossen sich durch ein Leck in einem Transporter 26 Tonnen auf die Hauptstraße. In einem Betrieb in NRW liefen 300.000 Liter Gülle aus - angeblich unbemerkt. In Mecklenburg-Vorpommern wurden mehrere Tausend Liter illegal entsorgt.

In den Niederlanden und anderen EU-Staaten gibt es bereits eine Datenbank für Gülle-Transporte. Der BUND fordert sie Deutschland auch. Ob das hilft? Mehrere Millionen Tonnen Gülle aus den Niederlanden werden zusätzlich auf Äckern in den neuen Bundesländern ausgebracht, für ca. 10 Euro pro 1000 Liter.

Die allerwenigsten Tiere leben artgerecht auf der Weide (Alm). Mit der immer intensiveren industriellen Massentierhaltung nehmen auch die Gülle-Transportmengen zu. Immer mehr Tiere werden auf immer kleineren Flächen zusammengepfercht und mit Soja-Monokulturen aus Südamerika gemästet.

Böden und Grundwasser werden zunehmend mit Nitrat verschmutzt. Die Bundestagsfraktion der Grünen präsentierte Daten, die zeigen, dass inzwischen etwa 30 Prozent des Grundwassers in Deutschland mehr als zulässig mit Nitrat belastet sind, was unsere Wasserwerke vor immense Probleme stellt und ständig steigende Kosten verursacht. Wer schadstofffreies Trinkwasser will, ist darauf angewiesen, es durch eine Umkehrosmosemembran zu filtern oder zu destillieren.

Landwirte und das Landwirtschaftsministerium (erst Seehofer, dann Aigner, jetzt Schmidt) verharmlosen das Problem der Nitratbelastung seit vielen Jahren. Dass mehr gegen die Nitratbelastung des Grundwassers getan werden muss, ist völlig klar. Aber im Bauernverband versuchen einflussreiche Kräfte, das offensichtliche Grundwasser-Problem kleinzureden und wehren sich seit Jahrzehnten gegen die längst überfällige Reform des Düngerechts. Viele Bauern ignorieren die Nitratbelastung des Grundwassers beim Düngen.

Die EU-Kommission hat die schon lang angedrohte Klage gegen Deutschland erhoben, weil die Nitratbelastung des Grundwassers weiter zunimmt. Die Wasserversorger in Niedersachsen und Teilen Bayerns fürchten um ihre Brunnen. Das Umweltbundesamt berechnete, wie viel mehr Stickstoff über Gülle oder Mineraldünger auf die Felder kommt, als mit der Ernte abgefahren wird.
Wissenschaftler im Sachverständigenrat für Umweltfragen und in den Beiräten für Agrarpolitik und Düngungsfragen fordern für das neue Düngerecht viel strengere Regeln als bislang geplant.

Lösungen sind klar ersichtlich:
Präzise Düngung, die nur so viel Stickstoff auf die Felder lässt, wie Pflanzen zum entsprechenden Zeitpunkt aufnehmen können, weniger Tiere pro Fläche, Auflagen für Biogas-Gärreste und transparentere Nährstoff-Bilanzen.

Aber alle Bemühungen von Seiten des Umwelt- und Gesundheitsministeriums prallen bisher stets ab an der Macht der Lobby des Landwirtschaftsministeriums. "Verbraucherschutz"minister Schmidt sieht - wie alle seine Vorgänger von der CSU - seine Aufgabe offenbar darin, die globalen Düngemittelkonzerne und die subventionierten Megastall-Besitzer vor den (lästigen) Verbrauchern zu schützen.
Quelle u. a.: Jan Heidtmann, 25. September 2016

ZDF-Doku: Wahnsinn Wasserkraft - Flusszerstörung auf dem Balkan

ZDF-Video in der ZDF mediathek und auf www.planet-e.zdf.de:
Wahnsinn Wasserkraft - Flusszerstörung auf dem Balkan, Film von Birgit Hermes: 28 Min. 38 Sek.:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2831870/Wahnsinn-Wasserkraft


Dem blauen Herz Europas droht das brutale Ende durch den Menschen. Landschaftsökologe Ulrich Eichelmann von Riverwatch und der Manfred-Hermsen Stiftung informiert: 2700 geplante Wasserkraftwerke von Slowenien bis zum Schwarzen Meer drohen die schönsten (und letzten) naturbelassenen Flusslandschaften Europas zu zerstören.
"Nur weil etwas kein CO2 produziert, heißt das noch lange nicht, dass es naturverträglich ist." Leider!
Der Wert eines gesunden, lebendigen Flusses lässt sich nicht in Kilowatt messen.
Leider ist diese Weisheit bei den finanzierenden Banken (wie der KfW, Weltbank, Europäischen Investitionsbank etc.) noch nicht angekommen.

Knapp 2.700 Wasserkraftwerke in Planung oder im Bau in Südosteuropa

Auf dem Balkan sind knapp 2.700 Wasserkraftwerke in Planung oder im Bau. Einerseits will die EU die wenigen unberührten Flusslandschaften in Europa schützen und fördern, andererseits steckt sie Milliarden in Wasserkraftwerke, die genau jene Flusslandschaften mit ihren endemischen Tier- und Pflanzenwelten zerstören.

"Wasserkraftwerke gelten als umweltfreundlich, der Strom daraus ist Bestandteil der deutschen Energiewende. Doch es gibt eine andere, dunkle Seite der Wasserkraft: Auf dem Balkan sind unberührte Flusslandschaften in Gefahr."
Lesen Sie mehr dazu von Volker Angres: http://www.xing-news.com/reader/news/articles/425742?link_position=digest&newsletter_id=16241&xng_share_origin=email 25.09.16 ZDF heute

Arktische Meereisfläche von 7 auf 4,1 Mio Quadratkilometer geschrumpft

Das vereiste Meeresfläche am Nordpol ist in diesem Jahr sehr weit zurückgegangen. Im September umfasste sie nur noch 4,1 Millionen Quadratkilometer. In den 1970er und 1980er Jahren umfasste sie noch mindestens 7 Millionen Quadratkilometer.
"Im Winter 2015/2016 war die Luft über dem arktischen Ozean in weiten Teilen mehr als sechs Grad Celsius wärmer als im langjährigen Durchschnitt", sagt Lars Kaleschke, Meereis-Physiker vom 'Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit' an der Universität Hamburg. Neugebildetes Eis war daher nur sehr dünn. Außerdem nahm die Fläche des Meereises bis Juni so stark ab wie noch nie. "Erstmals ist das Eis an einer Stelle in einer durchgehenden Fläche bis nördlich von 85. Grad Nord aufgetaut", sagt Klaus Grosfeld, Klimaforscher vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) Bremerhaven.
Direkt am Nordpol gibt es teilweise offene Wasserflächen, auf denen nur noch Eisschollen treiben. So weit nördlich war das Eis in den Sommermonaten noch nicht geschmolzen.
Seit 2008 sind die beiden Seewege im Arktischen Ozean, die Nordost- und die Nordwest-Passage, im Sommer gleichzeitig für Schiffe befahrbar. 2016 wurde die Nordwestpassage sogar erstmals von einem Kreuzfahrtschiff befahren.
Da sich das Verschwinden des Eises im Arktischen Ozean auf die Energiebilanz und die Luft- und Meeresströmungen der Erde auswirkt, gilt dies als kritisches Frühwarnsystem im Klimawandel und Warnzeichen für die globale Erwärmung. 

Freitag, 23. September 2016

Plastikbecher, Plastikteller, Plastikbesteck wird verboten


Im Rahmen des Energiewende-Gesetzes "Energy Transition for Green Growth Act" soll in Frankreich bis zum Jahr 2020 Schluss sein mit Rotwein aus dem Plastikbecher, Baguette vom Plastikteller und Kaffeebechern, solange sie nicht biologisch abbaubar sind. Plastikbesteck und Plastikgeschirr wird aus Frankreich verbannt.
Ein mutiger und längst überfälliger Schritt! Denn laut der Nachrichtenseite "The Local" werden Jahr für Jahr bis zu 4,7 Milliarden Plastikbecher weggeworfen und kaum welche recycelt.
Frankreichs Verbot sollte weltweit Nachahmung finden!

Einkaufstüten aus dünnem Plastik sind bereits seit Juli in Frankreich verboten als kleiner Schritt im Kampf gegen die Treibhausgas-Emissionen.
Deutsche Märkte ziehen nach. Rewe und Lidl wollen bis 2017 den Verkauf von Plastiktüten stoppen. Wer zum Einkaufen keine eigenen Tragetaschen mitgebracht hat, kann Taschen aus Baumwolle oder Papier erwerben. Erstere können viele Jahre lang immer wieder verwendet werden.

Auch die Lebensmittelverschwendung soll in Frankreich eingeschränkt werden. Unverkäufliche Waren sollen gespendet, als Tiernahrung oder als Kompost für die Landwirtschaft genutzt werden.
In Deutschland landen 18 Millionen Tonnen an Nahrung im Müll – jedes Jahr, schätzt die Umweltstiftung WWF.

8. Hamburger Klimawoche - Programm


Laut neuen Erkenntnissen dänischer Wissenschaftler schmilzt das Grönlandeis stärker als bisher vermutet: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-09/groenland-eisschild-gletscher-klimawandel
Auch Küstenmetropolen wie Hamburg werden dadurch stark betroffen sein:
http://www.mopo.de/hamburg/klima-forscher-warnt--hamburg-ist-in-gefahr---24730962
Deshalb werden ab Sonntag über 100 Akteure mit mehr als 100 Aktionen in Hamburg dem Klimawandel im Rahmen der 8. Hamburger Klimawoche entgegentreten:
www.klimawoche.de
Mit hochkarätigen Diskussionsrunden, kulturellen Events, bewährtem Bildungsprogramm auf Alsterschiffen und vielen Formaten „zum Anfassen“ wird vom 25. September bis 2. Oktober 2016 Klimaschutz und Nachhaltigkeit für alle in der Metropolregion greifbar.
Zu den Highlights gehören ein attraktiver Themenpark mit Angeboten rund um den Klimaschutz und nachhaltigen Konsum, Hamburgs erster Klima-Slam im Mojo Club, ein Klima-Check der HafenCity Universität für Anwohner und das traditionelle Klimakonzert mit Klimaforscher und Schirmherr Prof. Mojib Latif.  
Hier der Flyer mit Vortrags- und Diskussions-Programm, Themenparks und Mitmach-Aktivitäten, kulturellen Veranstaltungen und Bildungs-Programm:
http://www.klimawoche.de/wp-content/uploads/2016/09/Programmflyer_Hamburger_Klimawoche_2016.pdf

Donnerstag, 15. September 2016

Great Bear Regenwald endlich unter Schutz

Nach 20 langen Jahren Verhandlungen und Protest-Demonstrationen feiern die indigenen Volksgemeinschaften der Westküste Kanadas gemeinsam mit Greenpeace einen großen Erfolg für die Natur. 85 % des Great Bear Regenwalds wurden endlich unter Schutz gestellt. Das entspricht einer Fläche der Größe von Belgien.

Der Protest gegen die Abholzung ging auch von Deutschland mit aus. Mehrere Zeitschriftenverlage drohten auf heftiges Drängen von Greenpeace, ihre Verträge mit kanadischen Lieferanten zu kündigen.

Ich habe selbst diese wundervollen Waldgebiete gesehen und war damals entsetzt von der rigorosen und radikalen Abholzung ganzer Berghänge. Gott sei Dank bleiben jetzt große Teile dieser faszinierenden Waldbestände in British Columbia den Tieren, Pflanzen, dem weltweiten Wasserhaushalt und auch den nächsten Generationen Menschen erhalten. Hoffentlich!

Dienstag, 13. September 2016

Keine blaue Plakette - Dieselfahrzeuge endültig abschaffen!

"Die Deutschen sind mehrheitlich dafür, schmutzige Diesel-Autos aus Innenstädten mit schlechter Luftqualität zu verbannen. In einer Umfrage für Greenpeace sprachen sich 59 Prozent der Bürger für solch ein Verbot aus," berichtet die Umweltschutzorganisation.

Es geht aber nicht nur darum, den gesundheitsgefährlichen Feinstaub und die gesundheitsgefährdenden Stickoxide aus den Innenstädten fernzuhalten. Es geht auch darum, die extrem ungesunden Partikel aus den Ruß-Abgasen zu vermeiden, die leider trotz Rußfilter von nahezu allen Dieselfahrzeugen ausgestoßen werden, wie man deutlich sehen kann, wenn ein Mercedes, Audi, BMW etc. Gas gibt.

Die Diskussion um die Blaue Plakette für 50-100 große deutsche Städte, geht am wirklichen Thema leider vorbei. Denn, die Luft in den Städten ist eh schon hochgradig verdreckt und Menschen, die dort arbeiten oder gar leben, sind eh schon gesundheitlich schwer belastet. Da fragt man sich doch, weshalb die Menschen nicht wenigstens außerhalb der großen Städte noch frische Luft atmen dürfen.

Auch auf dem Land und in kleinen Städten braucht niemand giftige Dieselabgase - weder tagsüber noch nachts!

Es geht also nicht um die Blaue Plakette für Dieselfahrzeuge in den Innenstädten. Es geht um die Gesundheit aller Lebewesen und damit um ein vollständiges Verbot von Dieselmotoren!
Doch derzeit werden die Treibstoffe für die giftigen Motoren sogar immer noch auf Kosten aller Bürger subventioniert.
Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf? Welche Regierung bietet der deutschen Kfz-Lobby endlich die Stirn und besteht darauf, dass die Automobilfirmen endlich saubere Motoren herstellen? Würde Diesel nicht mehr steuerlich subventioniert, sondern entsprechend seines volkswirtschaftlichen Schadens besteuert, würde ohnehin kaum mehr jemand diese Giftschleudern kaufen.


Diesel-Abgase sind krebserregend, auf einer Stufe mit Asbest, Arsen und Senfgas

Werden Diesel-Motoren in deutschen Städten demnächst verboten?


Dieselmotoren sind Deutschland mehr Geld wert als Flüchtlinge in Not


Fahrverbot für Diesel in Wiesbaden und Darmstadt?


Bald Fahrverbote für Diesel-Pkws auch in Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Frankfurt a. M., Stuttgart, München, Reutlingen?
 

Sonntag, 11. September 2016

Jährlich weitere 25.000 Geisternetze in Europas Meeren

Rund 25.000 Geisternetze gehen allein in Europas Gewässern jedes Jahr (!) über Bord und werden zur tödlichen Falle für Meeresbewohner.
Allein am Sylter Außenriff holte die Arctic Sunrise in wenigen Tagen über eine Tonne davon aus der Nordsee - aus einem von 10 Natura 2000-Gebieten. Daraus wird ersichtlich, dass der Naturschutz unserer Meere bisher nur auf dem Papier existiert.
Da die modernen Fischereinetze aus Plastik sind, dauert es fast 500 Jahre, bis sie sich zersetzen. Als Mikroplastik gelangen sie in die Nahrungskette und können so auf unseren Tellern und in unseren Mägen landen.

Aktivisten von Greenpeace versenkten im Jahr 2008 am Sylter Außenriff 320 große Felsen und schützten damit das Riff vor der mörderisch zerstörenden Schleppnetz-Fischerei, die mit schweren Gewichten den gesamten Meeresboden "umpflügt" und ruiniert.
Auf diesen Felsen haben sich in den  Jahren bereits bunte Lebensgemeinschaften aus Seeanemonen, Krebsen und Fischen angesiedelt.
"Diese 150 qkm sind - dank der Felsen - die einzigen echten Schutzgebiete in der deutschen Nordsee!", so Thilo Maack.
Videos von seinen Tauchgängen finden Sie unter: www.YouTube.de/Greenpeace
Video vom Tauchroboter vor Svalbord: https://www.youtube.com/watch?v=pFiNEjqTyiM

Montag, 5. September 2016

400.000 Tote durch Luftverschmutzung jährlich in der EU

Jedes Jahr 22.900 vorzeitige Todesfälle in Europa, verursacht durch Luftverschmutzung aus Kohlekraftwerken. Das bedeutet zugleich: 62 Milliarden Euro Mehrkosten  für die Gesundheitssysteme. So lautet das Ergebnis einer Studie von "Health and Environment Alliance", WWF Deutschland und anderen.
Kohlekraftwerke in Deutschland sollen für 4.350 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verantwortlich sein. Der Feinstaub aus polnischen Kraftwerksschloten verursache jährlich 5.830 vorzeitige Todesfälle, davon ca. 4.700 in den Nachbarländern, denn Feinstaub aus Kohleverbrennung kann im Umkreis von Hunderten Kilometern die Luftqualität beeinflussen. Anhand von Windgeschwindigkeit, Temperatur und Niederschlag lässt sich schätzen, wie sich die Schadstoffe in der Atmosphäre verteilen.

Die gefährlichsten deutschen Kraftwerke verbrennen Braunkohle zur Stromerzeugung: das von Vattenfall betriebene Jänschwalde in Brandenburg und die RWE-Anlage Niederaußem in Nordrhein-Westfalen..

Feinstaub, der beim Verbrennen von Kohle entsteht, kann die Atemwege schädigen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen und Schlaganfälle auslösen. Weitere gefährliche Schadstoffe wie Schwefeldioxid oder Quecksilber sind zusätzlich in den Abgasen enthalten. Das schädigt nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Ökosystem, denn die Verbrennung von schwefelhaltiger Kohle kann auch sauren Regen auslösen.

Das Umweltprogramm UNEP der Vereinten Nationen warnt, Luftverschmutzung sei mittlerweile eines der größten Gesundheitsrisiken für die europäische Bevölkerung. 95 % der Stadtbewohner atmeten regelmäßig Luft ein, die den Standards von EU und der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht genüge. Insgesamt soll die Feinstaubbelastung laut Europäischer Umweltagentur EEA jedes Jahr etwa 400.000 Menschen in der EU vorzeitig das Leben kosten. Zu den größten Quellen der Schadstoffe zählen neben Kohlekraftwerken etwa der Verkehr, vor allem die hochgiftigen Dieselabgase, die Industrie und Heizungen in Privathaushalten.

Samstag, 20. August 2016

Bis zu sechsmal schnellerer Ausbau Erneuerbarer Energien nötig, um Klimaschutz-Ziel von Paris einzuhalten


„Wir müssen die Wind- und Solarenergie drei- bis sechsmal schneller ausbauen als von der Bundesregierung geplant", präzisierte Professor Volker Quaschning die Ergebnisse seiner Forschungsgruppe Solarspeichersysteme an der HTW Berlin.
Die Onshore-Windkraft müsse pro Jahr um 6,3 Gigawatt (GW) netto ausgebaut werden statt nur um 2,8 GW brutto, wie im Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgesehen. Bei der Photovoltaik seien jährlich 15 GW erforderlich statt der im EEG vorgesehen 2,5 GW, so der Professor.

Damit Deutschland seinen Beitrag zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius leistet, empfiehlt Quaschning bei der Wärmeversorgung einen "zeitnahen" Umstieg von Öl- und Gasheizungen sowie KWK-Anlagen auf effiziente Wärmepumpen. Zudem müsse bis 2030 ein Ausstieg aus der Kohle realisiert sein, da sie für den Großteil der CO2-Emissionen aus der Energiewirtschaft verantwortlich ist. Bis 2040 müsse der Verkehrssektor elektrifiziert werden. Verkehr, Heizung und Industrie müssen sich zum Erreichen der Klimaschutzziele von fossilen Energieträgern verabschieden.

Zucker vervielfältigt das Herzinfarkt-Risiko

Menschen, deren Ernährung zu mehr als 25 Prozent aus Zucker besteht, erkranken drei Mal häufiger an einem Herzinfarkt als Personen, die mit weniger als zehn Prozent im Speiseplan auskommt. Das besagt eine Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC. Der amerikanische Epidemiologe Simin Liu von der Harvard School of Public Health entdeckte, dass die Zahl der Diabetesfälle in den USA fast im Gleichschritt mit den Zuckeranteilen in der Nahrung angestiegen ist. Fette und Eiweiße spielten hingegen für das Diabetesrisiko keine Rolle.

Philadelphia führt Steuer auf gezuckerte Limonaden ein

Nach London und Berkeley geht nun eine weitere Großstadt gegen Cola, Fanta, Sprite & Co. vor.
Gegen erbitterten Widerstand der Getränke-Industrie verabschiedete der Stadtrat von Philadelphia eine Sondersteuer von umgerechnet rund  40 Euro-Cent pro Liter Limonade. Damit will die Stadt das Gesundheitsbewusstsein schärfen, denn 68 Prozent der Erwachsenen und 41 Prozent der Kinder sind übergewichtig.
Die Einnahmen (geschätzte 80 Millionen pro Jahr) sollen in Kindergärten, Schulen, Bibliotheken und öffentliche Freizeiteinrichtungen fließen und ab 2017 erhoben werden. Eine Zuckersondersteuer (auf zuckerhaltige Limonaden, Sportgetränke, aromatisiertes Wasser sowie gesüßte Tee- und Kaffee-Getränke) gibt es in den USA auch in der Stadt Berkeley in Kalifornien.

Strom für Milliarden umsonst produziert


Nördlich der Insel Borkum entstehen im Meer neue Offshore-Windparks, die Deutschland mit umweltfreundlicher Energie versorgen könn(t)en. Die Windräder sollen sich spätestens ab 2019 drehen und eine Kapazität von 900 Megawatt bereitstellen. Auch die Umspann-Plattform im Meer soll bis dahin fertig sein und ein See-Kabel, das den Strom in Emden-Ost an Land bringt, ebenfalls. Aber - und das klingt wie ein Schildbürgerstreich - von dort geht es leider nicht weiter.

Die nötige Stromleitung für den Weitertransport wird wohl erst 2021 fertig werden, räumen die Netz- und Windparkbetreiber ein. Denn Energieversorgung ist Ländersache, und die einigen sich nicht immer rechtzeitig aufgrund unterschiedlicher politischer Interessen (und auch weil Bürgerbewegungen den Bau von Stromtrassen behindern). Und so müssen alle Bürger zahlen, ohne dass einer was davon hat.
Ergebnis:
Da die neuen Offshore-Windparks sehr effizient sind und die Betreiber eine Zusage über die Stromproduktion haben, werden pro Jahr bis zu 900 Millionen Euro für Strom fällig, der gar nicht in das Stromnetz eingespeist werden kann. Der Strom wird dann im wahrsten Sinn des Wortes umsonst produziert, aber nicht kostenlos. Er könnte dem Steuerzahler ca, 2,5 Mrd. Euro kosten.

Samstag, 13. August 2016

Sondersteuer auf Diesel-Pkws und SUVs, Luxussteuer auf große Autos

Endlich entschließt sich ein großes Land zu drastischen Maßnahmen, um den kommenden Klimakatastrophen entgegenzuwirken. In Deutschland ist die Regierung viel zu sehr von der Automobil-Lobby abhängig, um solch vernünftige Pläne überhaupt nur anzudenken.
Doch das Riesenland Indien setzt intensiv auf Elektroautos und gibt sich hohe Ziele.

Ab 2020 sollen laut Umweltminister Javadekar (auf dem Petersberger Klimadialog in Berlin) 6 bis 7 Millionen elektrische oder halbelektrische Fahrzeuge jährlich neu zugelassen sein.
Ab 2030 sollen nur noch E-Autos zugelassen werden (laut Magazin klimaretter.info).
Außerdem soll das öffentliche Verkehrsnetz in den Städten deutlich erweitert werden.

Für Käufer von Autos mit schädlichen Dieselabgasen wird eine Sondersteuer von 2,5 Prozent des Kaufpreises fällig. Das sieht der Haushaltsplan Indiens für 2016 und 2017 (laut Magazin bizz energy) vor. SUV-Käufer sollen 4,0 Prozent zahlen. Für besonders große Autos werde es eine Luxussteuer geben.

Beim Treibhausgas- und Schadstoffausstoß von Autos will Indien früher als bisher geplant mit den europäischen Grenzwerten gleichziehen.
In Deutschland sucht man strenge Vorgaben vergeblich. In unserem Land, das den Vorreiter in der Klimapolitik spielen wollte, waren Anfang 2016 erst rund 25 000 Elektroautos unterwegs. Die Bundesregierung will diese Zahl bis 2020 auf eine Million erhöhen. Die Machbarkeit dieses Ziels wird gilt allerdings heftig angezweifelt. Und umweltschädlicher Diesel wird unbegreiflicherweise immer noch subventioniert.

China ist da konsequenter. In chinesischen Städten werden E-Autos sofort mit Kennzeichen versorgt, während Käufer von Pkws mit Verbrennungsmotor an einer Verlosung teilnehmen müssen, bevor sie eines erhalten. Zusätzlich müssen sie dann auch noch umgerechnet mehrere Tausend Euro zahlen, um fahren zu dürfen. Es wird Zeit, das auch die Europäer und Amerikaner umdenken.

Dienstag, 2. August 2016

Mikroplastik wirkt auf Giftstoffe wie ein Magnet

"Kleinste Plastikteile wirken auf Schadstoffe wie Magnete: Je länger sie sich im Wasser befinden, desto mehr Giftstoffe binden sie an sich und bilden eine Art Giftcocktail. Lagern sie sich im Sediment ab, können sie durch Würmer, Muscheln und Fische in die menschliche Nahrungskette gelangen...

Die kleinen Plastikteilchen sind um das Drei- bis Vierfache stärker belastet als das ohnehin schon kontaminierte Sediment..."

"Polyethylen bindet noch einmal etwa doppelt so viele Schadstoffe wie Silikon", warnt die Umweltchemikerin Prof. Dr. Gesine Witt, „Polyethylen ist der in der Industrie meistverwendete Kunststoff."

Lesen Sie mehr über die Belastungen Deutscher Flüsse sowie Nord- und Ostseestrände mit PCB und PAK in der Pressemitteilung vom 1. August 2016:
http://wasser-hilft.de/pdf/wasser/ergebnisse_giftmuellexpedition_01_august_2016.pdf


HAW Hamburg
Fakultät Life Sciences
Department Umwelttechnik
Prof. Dr. habil. Gesine Witt, Professorin für Umweltchemie
T. +49 157 313 60 814
gesine.witt@haw-hamburg.de



ALDEBARAN Marine Research & Broadcast
Geschäftsführer
Dipl.-Biol. Frank Schweikert
T. +49 40 325 721-13
frank.schweikert@aldebaran.org
www.aldebaran.org


 

Montag, 1. August 2016

6 Milliarden Plastiktüten weniger im ersten Jahr

Der Verbrauch von Plastiktüten fiel in England um 83%, nachdem flächendeckend nur 5 Pence Kosten pro Tüte erhoben wurden. Ein guter Anfang!
Wir sehen, wie wenig man diese unverrottbaren Plastiktüten wirklich benötigt. Solche Schritte sind wichtig für unser Trinkwasser, die Meere und die im Wasser lebenden Tiere und Pflanzen.
Noch besser wäre es, wenn in den Einkaufsläden nur noch Stofftaschen angeboten würden,
die mehrere 1.000 Mal benutzt werden können, und gar keine Plastiktüten mehr.
Quelle:  BBC News

Donnerstag, 21. Juli 2016

Deutsche Solarbranche: 74,2 % Umsatzeinbruch von 2011 auf 2014

Laut Pressemitteilung Nr. 251 des Statistischen Bundesamts vom 18.07.2016 erlitt die deutsche Solarbranche von 2011 bis 2014 einen Umsatzeinbruch um 74,2 %.

2014 erzielten deutsche Betriebe der Solarbranche nur noch 3,7 Milliarden Euro Umsatz.
2013 hatte er bei 5,1 Milliarden gelegen, 2012 bei 9,5 Milliarden, 2011 noch bei 14,3 Milliarden Euro. Das entspricht insgesamt einem Umsatzrückgang von 74,2 % oder 10,6 Milliarden Euro.

Zwischen 2011 und 2014 sank der Umsatz mit Photovoltaikanlagen und Komponenten um 75,5 % von 13,3 auf 3,3 Milliarden Euro. Auch im Bereich Solarthermie gingen die Umsätze im gleichen Zeitraum von 1,0 Milliarden Euro auf nur noch 0,4 Milliarden Euro zurück.
Weitere Auskünfte:  Harald Denz, 0611 758 479.
Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/07/PD16_251_325.html

CETA ermöglicht Klagen gegen öffentliche Wasser-Versorger in Deutschland

"Für die öffentliche Daseinsvorsorge braucht es eine Generalausnahme, die umfassend und rechtssicher alle öffentlichen Dienstleistungen schützt", so begründet die Grünen-Politikerin Haßelmann ein Nein zum CETA-Abkommen. Denn:
Wenn kanadische Firmen oder Niederlassungen von Firmen anderer Staaten in Kanada um 'potenziell für sie mögliche Geschäfte' bangen, könnten sie mittels CETA deutsche Versorger in Zukunft verklagen.

Quelle und mehr dazu:
"Europäisch-kanadisches Freihandelsabkommen: Ceta erlaubt Klagen gegen öffentliche Versorger in Deutschland" Von David Böcking: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ceta-erlaubt-klagen-gegen-wasserwirtschaft-a-1103741.html

So etwas darf nicht sein! Da der Vertragstext diese Abkommens das jedoch nicht rechtssicher ausschließt, bedroht CETA jede europäische Gemeinde und Stadt - und somit alle Bürger und Steuerzahler.

Weiterhin Mikroplastik in sehr vielen Kosmetik-Produkten

Trotz Selbst-Verpflichtung verwenden große Kosmetikfirmen weiterhin Mikroplastik in sehr vielen Produkten. Keines der getesteten Unternehmen informiert vollständig.
https://greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/trotz-selbst-verpflichtung-grosse-kosmetikfirmen-verwenden-mikroplastik?xing_share=news

Freitag, 8. Juli 2016

Handystrahlung beeinträchtigt Spermienproduktion

Die intensive Nutzung eines Mobiltelefons erhöht bei Männern die Wahrscheinlichkeit, weniger Spermien zu produzieren. Eine Studie der Medizinischen Fakultät des Technion in Haifa untermauert diese These erneut. Die Forscher in Israel befragten in ihrer Studie über ein Jahr lang 106 Männer zu ihrer Handynutzung. Zugleich wurde deren Spermienqualität untersucht.

Von den Probanden die angaben, mehr als eine Stunde am Tag zu telefonieren, wiesen über 60 % eine ungewöhnlich niedrige Konzentration an Spermien auf. Nur bei einem Drittel der übrigen Männer fand man vergleichbare Werte. Bei den Männern, die telefonierten, während das Handy am Ladegerät hing, war der Spermienrückgang noch ausgeprägter.

Die Untersuchung ergab außerdem, dass sich die Spermienzahl bei fast der Hälfte (47 %) derjenigen Männer verringerte, die das Mobilfunkgerät weniger als 50 cm entfernt vom Lendenbereich trugen – z. B. in der Hosentasche. Von der Gesamtpopulation der Männer wiesen laut der Studie nur 11,1 % eine ähnlich niedrige Spermienkonzentration auf.

Wie können Männer die Beeinträchtigung ihrer Spermienproduktion (und die sonstige Schädigung ihrer Gesundheit) durch die ungesunde gepulste Mikrowellenstrahlung des Mobilfunks in Grenzen halten:

-   Wo immer möglich Telefone mit Kabel benutzen,
-   möglichst ein Headset oder eine Freisprecheinrichtung nutzen,
-   Mobilfunkgeräte nachts ausschalten und
     nie ins Schlafzimmer legen, und schon gar nicht in die Nähe des Betts,
-   Handys nicht in der Nähe des Lendenbereichs tragen, (und auch nicht
     in der Nähe des Herzens oder des Kopfes), sondern im Aktenkoffer o. Ä.
-   Mobilfunkgeräte nie während das Aufladens nutzen, sondern es dabei auszuschalten,
-   Handys nie im Pkw einschalten, da durch die Abschirmung des Faraday'schen Käfigs der
     Fahrzeugkarosserie das Gerät seine Funkleistung verzehnfachen muss gegenüber
     außerhalb nur 50 cm außerhalb des Autos,
-   Wenn sich ein Gespräch per Mobilfunk ohne Freisprecheinrichtung wirklich nicht
     vermeiden lässt,  wenigsten so kurz wie möglich fassen.

Dr. Ariel Zilberlicht, Hauptautor der Studie, und seine Kollegen empfehlen allerdings auch, dass es weiterer größer angelegter Studien über den Einfluss elektromagnetischer Strahlung bedarf, um die Ergebnisse ihrer Arbeit zu bestätigen. Quelle:  www.heise.de, 20.02.2016 Wolfgang Reszel

Lesen Sie bitte auch:  Doch Krebs durch Handystrahlung  -  Neue US-Studie

Bisphenol A - erste Datenbank mit 16.000 Nahrungsmitteln

Für alle, die den giftigen Weichmacher Bisphenol A meiden wollen, hat die Umwelt-Arbeitsgruppe (Environmental Working Group EWG) die erste, einfach zu durchsuchende Datenbank mit knapp 16.000 verpackten Nahrungsmitteln und Getränken erstellt, welche die Hormon-zerstörende Chemikalie BPA enthalten können. Die Liste wurde erstellt anhand einer wenig bekannten Inventurliste der Nahrungsmittelindustrie. Sie ist ab sofort erreichbar in der EWG Food Scores Datenbank,  http://www.ewg.org/research/bpa-bombshell (engl.)

Bisphenol A agiert im Körper wie ein Östrogen (Hormon) und ist besonders gesundheitsgefährlich für schwangere Frauen und Kinder in kritischen Stadien ihrer Entwicklung. Unabhängige wissenschaftliche Studien bringen PBA in Verbindung mit Krebs, Unfruchtbarkeit, Diabetes, Fettleibigkeit sowie Gehirn-, Nerven- und Herz-Störungen (Krankheiten).
BPA ist in Kalifornien gelistet als eine Chemikalie, die dafür bekannt ist, "Reproduktionsprobleme" (Zellerneuerung) zu erzeugen.

Bisphenol A kann enthalten sein bzw. wurde gefunden in 16.000 Produkten aus 926 Marken, u.a. in 8.000 Suppen, Gemüsen, Früchten & Saucen, 1.600 Tomatenprodukten, 1.400 Getränken, 500 Fleisch- und Fischwaren ... Weitere Links auf der Seite von EWG.org

Montag, 27. Juni 2016

Solarstrom-Kosten könnten bis 2025 um 59 % sinken

Laut IRENA-Bericht sinken Photovoltaik-Modulpreise bei jeder Verdopplung der installierten Leistung um 20 %. Die durchschnittlichen Kosten für Solar- und Windstrom könnten bis 2025 um 26–59 % sinken. Das geht aus einem Bericht vom 15.06.2016 der internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA, Abu Dhabi, VAE) hervor.
Demnach könnten die Strompreise im Vergleich zu 2015 bei Photovoltaik-Anlagen um 59 % sinken, bei Offshore-Windkraftwerken um 35 % und bei Onshore-Windanlagen um 26 %.

Laut The Power to Change: Solar and Wind Cost Reduction Potential to 2025 könnten die Kosten bei Solar- und Windtechnologien bei den richtigen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen auch nach 2025 weiter sinken. Je nach Technologie könnten auch die Strompreise bei solarthermischen Kraftwerken (CSP) im Prognosezeitraum um 43 % zurückgehen.
IRENA schätzt, dass Solar- und Windstrom (Onshore) im Jahr 2025 zwischen 5 und 6 US-Cent/kWh kosten wird.

Seit 2009 sind die Preise für Solarmodule um rund 80 % und für Windturbinen um 30 bis 40 % gesunken. Die künftigen Kostensenkungen hängen zunehmend von den BOS-Kosten („balance of system“, z. B. Wechselrichter, Montagesysteme, Bauarbeiten usw.) ab, aber auch von technologischen Innovationen, Betriebs- und Wartungskosten und dem Projektmanagement. Daher müsse sich der Fokus in vielen Ländern auf geeignete Gesetze verlagern, welche die Kosten in diesen Bereichen senken können.

Download von The Power to Change: www.irena.org/
15.06.2016 | Quelle: IRENA | solarserver.de © Heindl Server GmbH
Eine Auswahl der wichtigsten Solar-Nachrichten finden Sie unter
http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/top-solar-news.html

Abbau zähflüssiger Ölsande verpestet massiv die Atmosphäre


Messungen von Forschern ergeben: Der Abbau zähflüssiger Ölsande in Kanada hat nach starke Auswirkungen auf die Atmosphäre und das Klima. Kanadische Forscher berichten im Fachblatt Nature: Bei der Verarbeitung der Sande zu Öl werden enorme Mengen Sekundärer Organischer Aerosole (SOA) freigesetzt. Diese Partikel sind in Feinstaub enthalten und beeinflussen die Luftqualität. Da manche SOAs Sonnenlicht absorbieren, werden außerdem Auswirkungen auf die Temperatur der Atmosphäre vermutet.
Eine Mine setze jeden Tag zwischen 45 und 84 Tonnen der Sekundären Aerosole frei, berichten die Umweltforscher. Damit seien die Ölsande eine der größten Quellen für diesen Typ Emissionen in Nordamerika. Die beobachtete Lagerstätte setze vergleichbare Mengen SOA frei wie ganz Mexiko City.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 26.05.16

Regional wäre lohnendste Wahl bei Windprojekten

Bürgerenergie sorgt für eine vielfach höhere regionale Wertschöpfung als Ökostromprojekte mit externen Auftragnehmern. Das hat eine Studie des Instituts für dezentrale Energietechnologien (IdE) in Kassel ergeben. Auftraggeber war die Stadtwerke-Union Nordhessen (SUN).

Im Szenario entwickelten regionale und kommunale Partner auf einer Fläche des Landes Hessen einen 21-Megawatt-Windpark nach einem speziellen Bürgerbeteiligungsmodell. Dem wurde ein zweites Szenario gegenübergestellt, in dem eine überregionale Projektgesellschaft ohne Verbindung zur Region den Auftrag übernahm.
Ergebnis: Das bürgernahe kommunale Projekt erzielte eine achtmal höhere regionale Wertschöpfung als die Vergabe an den externen Auftragnehmer.

Hessen will Strom und Wärme spätestens 2050 vollständig aus erneuerbaren Quellen produzieren. Der Grünstrom-Anteil soll innerhalb der laufenden Legislaturperiode verdoppelt werden. Eigentlich wollte das Land dabei die Bürger und Kommunen intensiv beteiligen, damit die Öko-Kraftwerke gut angenommen werden und die Gewinne in der Region bleiben. Nach Angaben der SUN spielen diese Kriterien bei der Vergabe landeseigener Windvorrangflächen aber nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb sei zu befürchten, dass überregionale Projektentwickler die Zuschläge erhalten und die Einnahmen der Windparks an internationale Investmentfonds abfließen.

Die IdE-Studie zeige, so die Stadtwerke-Union, dass möglichst hohe Pachteinnahmen nur auf den ersten Blick gut für die Finanzen des Landes und die Bürger sind. Externe Entwickler arbeiten in der Regel mit bundesweit tätigen Firmen und Banken zusammen, wovon die heimische Bevölkerung nichts hat. Für eine drei bis vier Millionen Euro höhere Pacht an das Land gehen dann laut Studie regionale Einnahmen von rund 50 Millionen Euro verloren.
Quelle:  klimaretter.info/mb,
http://www.klimaretter.info/wirtschaft/nachricht/21405-windprojekte-billiger-wird-teurer

Trinkwasser wirbeln und informieren

Zum Vitalisieren und Strukturieren Ihrer Getränke, vor allem Ihres täglichen Trinkwassers, nutzen Zehntausende Haushalte in ganz Europa den Original Devajal® Wasserwirbler (geprüft und zertifiziert von Dr. Masaru Emoto). Devajal  (Sanskrit) bedeutet "Göttliches Wasser" oder "Heiliges Wasser".

Täglich profitieren mehr Menschen von diesem wunderbaren Helfer der Menschheit,
der den von Viktor Schauberger entdeckten und Walter Schauberger
berechneten Effekt der Wasser-Energetisierung durch die Sog-Kraft des
einrollenden Wirbels nutzt.

Hier sehen Sie ein kurzes Video zum Anwenden des Devajal mit 2 Wasserflaschen:
http://www.youtube.com/watch?v=Mggkj_QXQkA

Als Leser der monatlichen, kostenfreien 
RAS-News und
als Kunde von
www.Wasser-hilft.de
erhalten Sie auf Wunsch eine Präsentation kostenfrei,
entweder als vollautomatischen Film (ppsx-Datei für PowerPoint 2010) oder
(falls Sie eine ältere PowerPoint-Version besitzen) eine Version zum manuellen
Weiterklicken (pps-Datei für PowerPoint 2003/2007).

Ausführliche Infos zum Devajal und Anwender-Erfahrungen finden Sie hier:
http://wasser-hilft.de/devajal.htm.


Der Original Devajal® Wasserwirbler ist klein im Preis und groß in Wirkung und Nutzen. Mit nur 18 Gramm und 5 cm Länge kann er überall hin mitgenommen werden, um Wasser zu vitalisieren und zu strukturieren.

Erste serienmäßige Wasserstoff-Tankstelle eröffnet


Shell hat in Wuppertal die erste serienmäßige Wasserstoff-Tankstelle eröffnet. Sie soll als Modell für weitere Wasserstoff-Tankstellen dienen. Bis 2023 will Shell mit Partnern 400 solcher Tankstellen bundesweit errichten. Sie sollen das Fahren mit Brennstoffzellen in Deutschland praktikabel machen.

Die Wasserstoff-Erzeugung mit regenerativem Strom verbraucht keine fossile Energie und seine Oxidation setzt weder Stickoxide noch Feinstäube frei.

Endlich hat auch die Bundespolitik die Erzeugung von Wasserstoff mit erneuerbaren Energien als Strohhalm entdeckt, um die mangelnde Speicherbarkeit fluktuierender Erneuerbarer zu entschärfen. Daher macht es Sinn, Wasserstoff in den Mobilitätsmarkt zu integrieren. Stijn van Els, Vorsitzender der Geschäftsführung Shell Deutschland Oil GmbH erklärte: „Wir gehen davon aus, dass dieser alternative Antrieb ab den zwanziger Jahren in Märkten wie Deutschland, England, Benelux und den USA eine immer größere Rolle spielt.“
Noch fehlt allerdings die Infrastruktur für Brennstoffzellen-Autos. In Deutschland gibt es erst ca. 20 Wasserstoff-Tankstellen, die weltweit größte ist in Berlin. Um das Streit-Thema - ohne PKW keine Tankstellen, ohne Tankstellen keine PKW - zu entschärfen, baut das Unternehmen H2 Mobility ein deutschlandweites Netz. Das Gemeinschaftsunternehmen von AirLiquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total will 400 Wasserstoff-Tankstellen bis 2023 errichten. Das ist ein wichtiger Schritt für die Wasserstoff-Mobilität. Mit einem ,50-Tankstellen-Programm‘ soll ein bundesweites Grundnetz entstehen, dessen Aufbau die Bundesregierung mit 28 Millionen Euro fördert.

16.06.2016, Hagen Lang von smarterworld.de
http://www.xing-news.com/reader/news/articles/316390?newsletter_id=13929&xng_share_origin=email.

Meere und Ozeane vor dem Kollaps


Überfischung - Müll - Klimawandel ...
Unsere Meere und Ozeane, bedecken 70 Prozent der Erdoberfläche und wirken wie eine unerschöpfliche Ressource. Doch die Schäden sind bereits immens.
SWR-Umweltredakteurin Elke Klingenschmitt und KollegInnen berichten darüber.

"Fast die Hälfte der Weltbevölkerung - drei Milliarden Menschen - sind auf Fisch und Meerestiere als wichtigste Eiweißquelle angewiesen, darunter zwei Drittel der ärmsten Länder Asiens.
Die Ausbeutung der Weltmeere durch schlagkräftige Mega-Fischereiflotten bringt den scheinbar unerschöpflichen Fischreichtum an seine Grenzen.
Mehr als drei Viertel aller Fischbestände sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen schon jetzt überfischt. Experten befürchten sogar, dass bis zum Jahr 2050 die Fischerei weltweit zusammenbrechen könnte.
Müllteppich so groß wie Mitteleuropa
Rund zehn Millionen Tonnen Müll werden jedes Jahr in die Meere gespült, davon sind drei Viertel Kunststoff. Nach UN-Angaben treiben inzwischen auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster Größe.
Wale und Delfine, aber auch Schildkröten, verfangen sich in alten Fischernetzen und ertrinken. Jedes Jahr sterben eine Million Meeresvögel und 100.000 Meeressäuger, weil Plastik ihre Verdauung verstopft. Die Müllstrudel im Meer haben mittlerweile apokalyptische Ausmaße, der größte Müllteppich im Nordpazifik, der "Great Pacific Garbage Patch" ist bereits so groß wie Mitteleuropa.
..."
Mehr siehe: SWR info   Online: Dimi Triantafillu, Heidemarie Martin, Elke Klingenschmitt
http://www.xing-news.com/reader/news/articles/309037?newsletter_id=13765&xng_share_origin=email

Film "Meere und Ozeane" gratis herunterladen


Der Erklärfilm "Meere und Ozeane" von /e-politik.de/ e. V. soll im Rahmen der WissensWerte-Reihe im Wissenschaftsjahr 2016/2017 das Thema leicht verständlich und visuell ansprechend in die Öffentlichkeit zu bringen.

Rund 70 Prozent unserer Erde ist von Meeren und Ozeanen bedeckt: groß, voller Leben und geheimnisvoll. Sie sind Nahrungsquelle, Transportweg, Sauerstoffproduzent und vieles mehr.
Aber das Meer ist in Gefahr: Überfischung, Plastikmüll, Übersäuerung, Abwasser- und Gift-Einleitungen, Artensterben...

Wir müssen das Leben im Meer besser verstehen und nachhaltiger mit ihm umgehen. Denn unser Leben ist eng verbunden mit dem Meer. Wenn das Wasser krank ist, können wir nicht gesund bleiben. Der Film  "Meere und Ozeane" macht auf diese Problematik aufmerksam. Er hat eine Creative Commons Lizenz und kann somit kostenfrei weiterverwendet, kopiert und in jeglichem Kontext genutzt und vorgeführt werden.

http://edeos.org/downloads/#wissenswerte-meere-und-ozeane
Unter diesem Link steht der Film zum Download bereit.
Hier finden Sie auch eine große Auswahl anderer Medien mit CC Lizenz in den Bereichen Globales Lernen, Umweltbildung und politische Bildung.

Mehr Infos dazu:
http://www.lehrer-online.de/ms-wissenschaft-2016-17.php?sid=42140083967134573246701910191130
Im Wissenschaftsjahr 2016*17 - "Meere und Ozeane" geht die MS Wissenschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf Tour.

Rekord-Rückzüge der Alpengletscher durch Hitzesommer 2015


Seit 125 Jahren veröffentlicht der Österreichische Alpenverein Ergebnisse von Gletschervermessungen und Massenbilanzmessungen im jährlichen "Gletscherbericht". Die Ergebnisse für das hydrologische Messjahr September 2014 bis September 2015 sind erschütternd: Die Gletscher der Alpen haben sich stark verkleinert.
88 von insgesamt 92 eingemessenen Gletschern befanden sich erneut im Rückzug. Und dies
teilweise besonders stark: Der durchschnittliche Längenverlust aller Gletscherzungen ist mit  minus 22,6 m mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.
Absolute Spitzenreiter sind der Hornkees (Zillertaler Alpen) mit einem Verlust von -136 m, der Gepatschferner (Ötztaler Alpen) mit -121,5 m und der Taschachferner (Ötztaler Alpen) mit -101,0 m. Besonders betroffen sind also die großen Gletscher der Ostalpen, die mit ihren Zungen noch in die Täler hinabreichen.

Auch Eisvolumina und -mächtigkeiten gingen weiter zurück:
Die Pasterze am Großglockner verlor allein im Sommer 2015 über die gesamte Länge gemittelt 5 Meter an Eismächtigkeit. Nur der Winklkees (Ankogel-Hochalmspitz-Gruppe) ist noch wenige Meter vorgestoßen, aber die Anzahl der stationären Gletscher hat sich im Vergleich zum Vorjahr halbiert.

Der Grund für derartig hohe Rückzugs- und Eisverlustraten liegt in dem speziellen Witterungsverlauf des letzten Jahres. Sowohl der Winter 2014/2015 als auch der Sommer 2015 waren um mehr als +2 Grad wärmer als das langjährige Mittel 1980-2010. Der Sommer 2015 war wärmer als der bisherige Rekordsommer von 2003. Lange und stabile Hochdrucklagen verhinderten das Eindringen von Kaltlufteinbrüchen und sommerlichen Schneefällen im Hochgebirge. Dadurch waren alle Gletscher den Sommer über schneefrei und den warmen Temperaturen ausgesetzt.

Den gesamten Bericht mit Graphiken und Bildern finden Sie als Download auf der Website des Österreichischen Alpenvereins sowie unter http://www.alpenverein.de/Natur-Umwelt/.
Quelle: Meldung des Deutschen Alpenvereins, www.alpenverein.de

China setzt massiv auf Erneuerbare Energien - Deutschland auf dem Rückzug


China setzt massiv auf Erneuerbare Energien zur Lösung mehrerer Probleme. Mehr als ein Drittel der weltweiten Investitionen (36 %) erfolgten in der Volksrepublik. Weil die Nachfrage nach Energie stark steigt, investiert China auch noch in fossile Energien und Atomkraft. Saubere Energietechniken genießen im Reich der Mitte inzwischen jedoch den Vorrang, um die extreme Luftverschmutzung einzudämmen. Investitionen wurden 2015 um 17 Prozent gesteigert und die chinesische Spitzenposition damit gefestigt.

In Europa sanken die Investitionen von 57,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf nur noch 48,8 Milliarden US-Dollar in 2015, dem niedrigsten Wert seit 9 Jahren.

Gründe für den seit 2011 kontinuierlichen Rückgang sind Kürzungen von Subventionen und Projektbeihilfen, der Konjunkturabschwung in Südeuropa und die stark rückläufige Förderung von Solarstrom in Deutschland und Italien, trotz sinkenden Photovoltaik-Modulpreise.

Deutschland investierte (mit 8,5 Milliarden US-Dollar) 47 Prozent weniger in Erneuerbare Energien als noch 2014, das geringste Volumen seit zwölf Jahren. Vor allem im traditionell starken Segment der preiswerten, kleinen Solar-Aufdach-Anlagen gingen die Investitionen zurück. Bei den extrem teuren Offshore-Windenergie-Anlagen der Großkonzerne fördert die Bundesregierung weiter. Für den Rückgang in Deutschland sind v. a. die Unsicherheiten in der Energiepolitik verantwortlich sowie der Wechsel der Förderung von Einspeisevergütung zu Ausschreibungs-Verfahren, die sich Gemeinden und Bürgergenossenschaften nicht leisten können.

„Leider basieren derzeit nur zehn Prozent des produzierten Stroms weltweit auf erneuerbaren Energieträgern“, so Ulf Moslener, Professor für Sustainable Energy Finance an der Frankfurt School und Mitherausgeber des Global Trends Reports. Zudem seien „mindestens die Hälfte der weltweiten Kohlekraftwerke jünger als 23 Jahre alt und bei einer Funktionsdauer von 40 Jahren noch 17 Jahre oder länger funktionstüchtig“, warnte er. BNEF prognostiziert dementsprechend einen weiteren Anstieg der CO2-Emissionen bis 2026.
Es bleibt also noch viel zu tun.
Quelle: cw, http://www.energiezukunft.eu/umwelt/wirtschaft/investitionen-in-erneuerbare-weltweit-auf-rekordniveau-gn103971/