Sonntag, 17. November 2019

Amsterdam investiert 2.700 Mal so viel in Radwege wie deutsche Städte

Amsterdam investiert jedes Jahr 135 € pro Einwohner für Radwege und bewusst kostenfreie Radparkplätze. In Utrecht gibt es sogar ein Fahrrad-Parkhaus für 12.000 Fahrräder am Bahnhof.
Deutsche Städte geben durchschnittlich nur 0,05 bis 0,10 € pro Einwohne rund Jahr für Radwege aus. Von "investieren" kann man in Deutschland noch nicht sprechen (ganz wenige Orte ausgenommen).

Im westauropäischen Nachbarland gibt es sogar Kreisverkehre nur für Radfahrer mit sicheren Unterführungen nach allen Seiten jeweils unter der Pkw-Straße.

Vor 118 Jahren waren wir in Deutschland auch mal innovativ. Damals wurde die erste Hoch(schwebe)bahn in Wuppertal eröffnet. Leider ist sie die einzige im gesamten Land geblieben, weil sich die Regierungen nur noch für den Vorrang des Autoverkehrs einsetzte und dafür Bahnstrecken sowie Rad- und Gehwege immer weiter aubbaute.

Jetzt, nachdem alle Zufahrtsstraßen in die Städte tagtäglich verstopft sind, und der Lärm sowie die Abgase und der Feinstaub unerträglich und gesundheitsshädlich sind (ganz abgesehen von den verlorenen Zeiten im Stau und der nervenden Sucherei nach einem freien, aber teuren Parkplatz), ist es an der Zeit, endlich eine wirkiche Verkehrswende einzuläuten. Doch dazu braucht es andere Partei-Politik und andere Ministerien, deren leitente Mitarbeiter nicht allesamt der Automobil-Lobbyhörig sind.
Noch fehlt Deutschlands Kommunen der Mut zur Verkehrswende. Siehe dazu Planet Wissen ARD alpha vom 17.10.2019, 13:30 - 14:30 Uhr Pendeln - Wann macht uns der Weg zur Arbeit krank?

Montag, 11. November 2019

MIT-Forscher präsentieren CO2-Abscheidung aus der Luft

Eine neue Methode zum Entfernen von Kohlendioxid aus der Luft könnte ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel werden: Offenbar ermöglicht das Verfahren auch die CO2-Abscheidung aus der Atmosphäre.
Quelle und ausführlicher Bericht:
https://bizz-energy.com/co2_abscheidung_forscher_praesentieren_revolutionaeres_system

Freitag, 8. November 2019

Nestlés Wassergeschäft: Künftig mehr teures, saures Wasser mit süßen Aromen

Der weltgrößte Genussmittel-Konzern will noch mehr Gewinn machen mit teuren Wassermarken wie Perrier oder Contrex.

Bekannt und berüchtigt wegen der ungeheuren Menge Verpackungsmüll, Energie- und Rohstoffverschwendung ist Nestlé für Marken wie Nespresso, Nesquik, Kitkat, Maggi, Thomy und sehr vielen mehr. Außerdem hat sich Nestlé aber auch ein riesiges Sortiment an Wassermarken angeeignet. Davon nehmen die meisten Menschen nur dann Notiz, wenn Umweltschutz-Organisationen kritisieren, dass der Konzern Quellwasser in Plastikflaschen füllt, die hernach die Meere vermüllen und die Böden vergiften, und den Einheimischen das Grundwasser abpumpt, um es anderswo einer zahlungskräftigen Klientel teuer zu verkaufen.

Obwohl in Mitteleuropa aus fast allen Wasserwerken meist qualitativ sehr viel besseres Wasser fließt als das in Flaschen abgefüllte, und vor allem extrem viel preisgünstiger und ohne Kästen- oder Flaschenschlepperei, macht der Konzern Milliardenumsätze mit teuren Marken wie Vittel, Perrier, San Pellegrino, Contrex, Poland Spring, Acqua Panna oder Nestlé Pure Life - und das trotz aller von Stiftung Warentest wiederholt kritisierter Mängel vieler Flaschenwässer.

Zukünftig will sich der Konzern strategisch neu positionieren und sich stärker auf hochmargige Premium-Marken konzentrieren. Die Wässer sollen mit Zusatzstoffen und/oder Aromen "veredelt" werden, damit man sie noch teurer verkaufen kann.

Nach Aussage des Chefs, Mark Schneider, folge man damit einem (beliebten, wenn auch ungesunden und unsinnigen) Trend aus den USA: „Wir sehen in Amerika, dass die Leute nicht einfach so von einem Softdrink auf stilles Wasser umsteigen. Sie wollen ein Getränk, das sprudelt und wenigstens etwas Geschmack hat.“ Gemeint ist damit: Wasser, das zwar sauer ist wegen der KohlenSÄURE, aber trotzdem süß schmeckt wegen des Zuckers oder der (fettmachenden) Süßstoffe.

Wer diesen Unfug nicht mitmachen will, trinkt klares Leitungswasser.
Und wer seine 2 bis 3 Liter Trinkwasser ganz frei von Fremd-, Schad- und Giftstoffen genießen willl, der installiert sich zuhause z. B. einen Umkehrosmosefilter, siehe:
https://wasser-hilft.de/start.htm
,
und strukturiert sein Wasser mit einem Wirbelino Wasserwirbler, siehe:
https://wasser-hilft.de/wasser_strukturieren.htmhttps://wasser-hilft.de/wirbelino.htm
und spart damit auf Dauer außerdem auch noch sehr viel Geld. Denn wo sonst bekommen Sie den Liter reinstes Trinkwasser jederzeit für 3 bis 4 Cent?

Montag, 4. November 2019

Interview mit Prof. Jeremy Rifkin zur ersten planetaren Protestbewegung

„Wir sehen hier die erste planetare Protestbewegung“:
https://bizz-energy.com/wir_sehen_hier_die_erste_planetare_protestbewegung
Fazit: Lesenswert!

Bedarf an grünem Wasserstoff: 1.100 Terawattstunden pro Jahr

Wenn wir den ökologisch idealen Energieträger Wasserstoff fördern wollen, dann müssen wir vorher massiv in den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie investieren.

Wollen wir unsere Klimaziele erreichen, müssen wir in Deutschland und Europa auf Wasserstoff aus erneuerbaren Energien setzen. Wird die Bundesregierung grünes Gas jetzt wirklich endlich fördern?

E-Autos zu fördern und Milliarden in Ladesäulen zu investieren, ohne genügend Strom aus erneuerbaren Energien zu haben, ist Dummheit im Quadrat. E-Mobilität ist nur klimafreundlich, wenn sie zu 100% mit Ökostrom stattfindet.
Das gilt gensuaso für elektrische Anlagen, die mit Strom (per Elektrolyse) Wasserstoff gewinnen und diesen ins Gasnetz einspeisen oder per Power-to-Liquid (PtL) synthetischen Kraftstoff erzeugen.

„Damit das Gas wirklich grün ist, müssen die dafür nötigen Elektrolyseure auch mit grünem Strom laufen“, beteuert Marcel Keiffenheim (Leiter Politik und Kommunikation des Ökostromanbieters Greenpeace Energy). Werde bei der Herstellung des Wasserstoffs aber Kohlestrom mit hohen Emissionen eingesetzt, „hilft dieser Wasserstoff dem Klimaschutz nicht, sondern befeuert die Klimakrise“.

2018 wurden etwa 5,4 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom "abgeregelt". Damit hätten sich (nach Angaben der Initiative „Zukunft Erdgas“) theoretisch bis zu rund 2,8 Milliarden Kilowattstunden synthetisches Methan erzeugen lassen. Das hätte ausgereicht, um für 165.000 Haushalte den Wärmebedarf zu decken.

Aktuell sind bundesweit aber nur 35 Power-to-Gas-Anlagen und Methanisierungs-Anlagen mit der winzigen Leistung von rund 30 Megawatt in Betrieb. Sie erzeugen weniger als zwei Prozent der Menge, die möglich wäre, wenn man den abgeregelten Ökostrom voll ausnutzen würde.
Doch selbst die gesamte abgeregelte Menge ist winzig, verglichen mit dem, was an Öko-Gas schon jetzt benötigt wird, um Deutschland von fossilen Energieträgern zu befreien (auch ohne E-Autos).

Der tatsächliche Bedarf an grünem Wasserstoff und daraus hergestellten Treibstoffen liegt laut Brainpool-Studie bei jährlich knapp 1.100 Terawattstunden (TWh). Das entspricht dem 20.000fachen der heutigen Erzeugung.

Das mikrige "Klimaschutzpaketchen" der Bundesregierung setzt völlig falsche Signale. Die Politik will zwar endlich Wasserstoff fördern, vernachlässigt jedoch zugleich sträflich den dringend erforderlichen, schnellen Ausbau von Wind- und Solarenergie.

Das Erhöhen der Erzeugungskapazität von grünem Wasserstoff von derzeit 30 auf 2.000 Megawatt bis 2025 macht aus industriepolitischer Sicht absolut Sinn - aber nur, wenn gleichzeitig die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien massiv erhöht wird, sonst  schadet die Elektrolysierung dem Klimaschutz.

115 Gigawatt an Elektrolyseuren würden sich langfristig in Deutschland rechnen. Insgesamt liegt der Endenergiebedarf Deutschlands ohne Klima-Emissionen bei 1.600 Terawattstunden.

Noch immer kauft Deutschland Tag für Tag in gigantischen Maß Öl und Gas ein. Gegenwärtig versorgt sich Deutschland nur zu 30 Prozent aus eigenen Quellen mit Energie. Ein grünes Energiesystem würde daher auch viel mehr Unabhängigkeit von Importen aus dem Ausland bedeuten.

2018: mehr verschickte Pakete als je zuvor

Laut Pitney Bowes Parcel Shipping Index* haben 2018 die KEP-Dienstleister 87 Milliarden Pakete befördert. Das sind 17 Prozent mehr als 2017 (74 Milliarden Pakete).

Trotz Handelskriegs zwischen USA und China, wird das Sendungsvolumen dem Index zufolge weiter ansteigen. Schon 2025 könnten 200 Milliarden Paket-Sendungen transportiert werden müssen.
Schöne neue "Verkehrswende"!
Müssen wir wirklich so viel bestellen und zurückschicken und damit doppelt Energie sinnlos vergeuden?

* Der Pitney Bowes Parcel Shipping Index ermittelt die Anzahl der Sendungen im B2B-, B2C- und C2C-Bereich in diesen 13 Märkten: Deutschland, USA, Kananda, Großbritannien, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, China, Japan, Australien, Indien und Brasilien.

Großbritannien setzt Fracking aus

"Erdbebengefahr: Großbritannien setzt Fracking aus
Die britische Regierung hat einen vorübergehenden Stopp der umstrittenen Gasfördermethode verfügt. Grund seien Erdstöße, die durch Fracking ausgelöst worden sein sollen."
2. November 2019, 15:54 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters, sue

Quelle: http://www.xing-news.com/reader/news/articles/2752685?cce=em5e0cbb4d.%3AGXQnoTYxj1gXPnw92HMtAS&link_position=digest&newsletter_id=52594&toolbar=true&xng_share_origin=email

7.7 Mrd Mobiltelefone fressen gigantische Strommengen

Derzeit sind 7.700 Millionen Mobiltelefone weltweit im Einsatz. Ihr Stromverbrauch ist gigantisch. Selbst wenn jedes einzelen Gerät zum Laden nur 1 € pro Jahr brauchen sollte, ist der gesamte Energieverbrauch immens hoch. Schließlich erfordert jedes Herunterladen von Daten und jedes Hochladen in die Cloud jeweils einen Stromverbrauch in mindestens einem Rechenzentrum. Und jedes Rechenzentrum benötigt im Schnitt soviel Strom wie eine Großstadt mit 200.000 EInwohnern.
Wer umweltbewusst und ressourcensparend leben will, sollte also Mobiltelefone möglichst selten benutzen.