Sonntag, 2. August 2026

Viktoriafälle - nur in der Regenzeit sehenswert

Die Victoriafälle - einer der größten Wasserfälle der Erde, nach den Iguazu-Fällen an der Grenze von Brasilien und Argentinien im Länderdreieck mit Paraguay - sind ein breiter Wasserfall des Sambesi-Flusses zwischen den Grenzstädten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia.

Wer dieses enorme Spektakel sehen will, sollte im Mai hinfahren, denn während der Regenzeit stürzen dort unglaubliche 10.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Tiefe. 
Wer allerdings im Dezember hinkommt, kann oft nur noch größere Rinnsale vorfinden, denn da herrscht Trockenzeit.

 

Empfehlung: Doku zur Not des Mittelmeers

Arte hat in Zusammenarbeit mit vielen anderen europäischen Fernsehanstalten eine ausführliche und sehenswerte Dokumentation über das Mittelmeer erstellt. Die Erstausstrahlung war am Dienstag, 28. Juli 2026, von 20:15 bis 21:45 Uhr. Viele dramatisch Zustände haben sich in den letzten Jahren erheblich verschärft. 

Insbesondere die menschengemachte Klimaerwärmung und die fehlenden Niederschläge, genauer gesagt die extreme Trockenheit, haben in vielen Anreinerländern des Mittelmeers von Marokko bis Jordanien und von Spanien bis in die Türkei, zu existenzbedrohenden Notständen geführt. Vielerorts können landwirtschaftliche Flächen nicht mehr genutzt werden, Tierzucht wird unmöglich, Böden versalzen, verdorren oder werden vom Wind abgetragen. Wälder verbrennen und sorgen so für einen weiteren Rückgang von Regen.

Es werden Maßnahmen gezeigt, die von verzweifelten Menschen ergriffen werden, um dem entgegenzuwirken. Leider tun die Regierungen in allen Ländern bisher immer noch viel zu wenig, um die sichtbare Katastrophe abzumildern.

Fazit:  Unbedingt in der Arte-Mediathek ansehen.Titel "SOS Mittelmeer".

AKWs am Ende - Kühlwasser fehlt

In den letzten Jahren musste Frankreich seine Atomkraftwerke (AKW) mehrfach herunterfahren, weil sich das zum Kühlen dringend benötigte Wasser der Flüsse zu stark aufgeheizt hatte. Jetzt wird es noch dramatischer. Das Kühlwasser fehlt vielerorts total.

Die beiden Reaktoren des Atomkraftwerks Cernavodă in Rumänien mussten wegen des niedrigen Wasserpegels der Donau vom Netz genommen werden. 
Auch das AKW Paks in Ungarn steht vor dem gleichen Dilemma: der vollständigen Abschaltung.

Rumänien hat wegen eines drastischen Rückgangs der Stromproduktion den landesweiten Notstand ausgerufen. Rumänien Ministerpräsident Ilie Bolojan gab die Ausrufung des Notstands für den gesamten Monat August bekannt. Reaktor 1 war bereits vom Netz genommen worden. Reaktor 2 folgte am 30. Juli 2026.

Atomkraft zählt damit nicht nur zu der teuersten und gefährlichsten Energieversorgung, sondern auch zu einer der unzuverlässigsten., agesehen davon, dass für die seit 70 Jahren anfallenden radioaktiven Abfälle noch immer keine Endlager gefunden werden konnten.

 

Donnerstag, 16. Juli 2026

Der RAS-Blog erfreut sich zunehmender Beachtung

Die Zahl der Artikel-Aufrufe im Blog https://respekt-achtung-und-selbstvertrauen.blogspot.de 
hat die 100.000 überschritten.
Der Blog versteht sich als Fortsetzung der RAS-News, die von 2001 bis 2018 regelmäßig per Mail versendet worden waren und mehrere Tausend Fachartikel enthielten. 
Der Blog wird in den letzten Monaten sehr viel intensiver besucht.

Erfreulicherweise steigt auch die Besucherzahl auf dem Blog https://wasser-hilft.blogspot.de auf aktuell knapp 300.000 
Artikel-Aufrufe. 
Dieser Blog wird weiterhin von Rudolf Schnappauf betrieben und ist vollkommen unabhängig von den aktuellen Eigentümern der Webseite https://Wasser-hilft.de. Diese wird seit 1.1.2026 von Klaus und Monika Münch verantwortet.

80% unserer kleinen Bäche sind mit Pestiziden stark belastet

Pflanzenschutzmittel sind Wirkstoffe, die zum Schutz von Kulturpflanzen vor Schädlingen, Beikräutern oder Krankheiten eingesetzt werden. Diese Stoffe sind aber auch für andere Pflanzen und Nützlinge, wie Wildbienen, Schmetterlinge oder andere Tierarten, giftig. Durch ihren Einsatz in der konventionellen Landwirtschaft gelangen sie in Bäche, Flüsse, Seen und in unser Grundwasser und verschlechtern die Wasserqualität.

In Deutschland sind viele Bäche im landwirtschaftlichen Umland mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Das sind die Ergebnisse des Citizen-Science-Projekts FLOW, das der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig von 2021 bis 2023 umgesetzt hat. 

Die besorgniserregende Botschaft: 
In der Mehrheit der im FLOW-Projekt bundesweit untersuchten Bäche finden sich Schadstoffe. Insbesondere im landwirtschaftlichen Umland sind unsere Bäche mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Der Erhalt der Biodiversität ist dadurch gefährdet.
In 80 Prozent der Bäche sind sogar staatliche Grenzwerte überschritten. Es besteht dringender Handlungsbedarf zum Schutz der Biodiversität.

Die vielen kleinen Fließgewässer mit einem Einzugsgebiet von unter zehn Quadratkilometern fanden bei der Überwachung durch die Behörden bislang kaum Beachtung. Obwohl sie etwa 70 Prozent des deutschen Gewässernetzes ausmachen. Sie sind für den Erhalt der biologischen Vielfalt von großer Bedeutung. 

Trotz der bereits im Jahr 2000 auf EU-Ebene verabschiedeten Wasserrahmenrichtlinie sind laut Umweltbundesamt noch immer nur etwa 8 Prozent der amtlich untersuchten deutschen Fließgewässer in einem „guten ökologischen Zustand“.

Die Auswertung der FLOW Citizen Science-Daten bekräftigt die Ergebnisse des Kleingewässermonitorings von 2019-2022: Die Wirbellosenfauna ist in rund 60 Prozent der beprobten Bäche in landwirtschaftlichen Einzugsgebieten durch agrochemische Belastungen gestört. Die Probestellen wurden „mäßig“, „unbefriedigend“ oder „schlecht“ bewertet. Hierbei zeigt sich, dass der Zustand der Gewässer-Lebensgemeinschaften tendenziell schlechter ausfiel, je stärker das Einzugsgebiet der Probestellen durch Ackerbau geprägt war. 
Zusätzlich zur Schadstoffbelastung wies die Gewässerstruktur in über 60 Prozent der untersuchten Bäche einen deutlich bis stark veränderten Zustand mit verbauten Uferstrukturen, fehlender Ufervegetation oder einer verarmten Gewässersohle auf, wodurch die Lebensraumqualität und Ökosystemfunktionen dieser Bäche weiter stark beeinträchtigt sind. 

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie muss umgesetzt werden. Sie fordert einen guten Zustand aller Oberflächengewässer. Minimal-Konsens sollten dabei die im Europäischen Green Deal formulierten Ziele sein, nach denen das Risiko des Pestizideinsatzes bis 2030 um die Hälfte reduziert werden soll. Die Bundesregierung ist jetzt am Zug.  
Es braucht "auch eine schrittweise Reduzierung der Nutzung von Pestiziden und das Verbot besonders gefährlicher Pestizide. Nur so können wir eine gesunde und lebenswerte Umwelt schaffen. Es ist Zeit für eine Transformation in der Landwirtschaft.“, so Von Broock vom BUND. 



China installiert Wind- und Solaranlagen in bahnbrechendem Tempo

Oft wird China vorgeworfen, neue Kohlekraftwerke zu bauen. Doch der massive Zuwachs bei Wind- und Solarenergie ist wesentlich höher.

Laut Beobachtern stellt China bei der Installation von Wind- und Solarkraftwerken in 2025 neue Rekorde auf. Die installierte Leistung übersteigt die neuer Kohlekraftwerke um das Mehrfache.

Allein im ersten Halbjahr 2025 sind rund 264 Gigawatt an neuen Wind– und Solarkraftwerken installiert worden (Quelle: Forschungs- und Beratungsunternehmen Wood Mackenzie). Auf die Solarenergie entfällt dabei der größere Anteil. 212.200 Megawatt wurden hier zugebaut. 2014 waren es noch 102.500 Megawatt.  In Deutschland sind in den vergangenen 25 Jahren nicht einmal halb so viel installiert worden (nach Angaben von Der Spiegel).

Insgesamt waren in China laut dem Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) bis Mitte 2025 über 1 Terawatt an Solarleistung installiert und der Ausbau schreitet mit großen Steigerungsraten voran. Es ist das erste Land, das diese Marke erreicht hat. "Der 2025 in China produzierte Solarstrom erreicht bereits etwa die Hälfte der Jahres-Stromerzeugung aller weltweit betriebenen Atomkraftwerke", so Norbert Allnoch vom IWR.

Zigarettenkippen wegwerfen: 1.188 Euro Bußgeld

Verschärfte Bußgelder für illegale Müllentsorgung. Wer in Italien Abfall aus dem Pkw wirft, zahlt bis zu 18.000 Euro Strafe. "Kleinere" Verstöße wie Zigarettenkippen, die viele Jahrezehnte den Boden und im Schnitt 60 Liter Grundwasser verseuchen, oder Taschentücher kosten 1.188 Euro. Das gilt für alle - auch für ausländische Touristen.

In Deutschland kostet das Kippenschnippsen bis zu 250 Euro, das Wegwerfen einer leeren Zigarrettenschachtel bis zu 100 Euro, einer Glasflasche bis zu 300 Euro. Die Verwarnungs- und Bußgelder variieren von Ort zu Ort. Rauchen im Wald kann mit 25.000 Euro bestraft werden.

 

16,4 Milliarden Einwegplastikflaschen jährlich

Wenn jede/r von uns mehr auf Mehrweg setzt, vermeiden wir unfassbare Müllmengen und sparen sehr viele Ressourcen. Mehrwegflaschen aus Glas können bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden. Im Gegensatz dazu werden jedes Jahr 16,4 Milliarden Einwegplastikflaschen nur ein Mal benutzt und anschließend direkt zu Abfall.

Auch Getränkedosen sind ein Problem. 5,3 Milliarden Stück werden jedes Jahr bei uns gekauft. Wenn wir alle alkoholfreien Getränke ausschließlich in Mehrweg- statt in Einwegflaschen abfüllen, sparen wir bis zu 1.400.000.000 Kg CO2 pro Jahr ein (1,4 Mio. Tonnen). Zum Vergleich: Das ist so viel wie 940.000 Mittelklassewagen verbrauchen, die im Schnitt 12.320 km im Jahr fahren. 

Mehrweg spart Ressourcen, Energie und Treibhausgasemissionen ein. Es wird höchste Zeit, dass wir unser Mehrwegsystem mehr nutzen! Das Verpackungsgesetz schreibt einen Mehrweg-Anteil von 70 Prozent vor. Doch leider liegt der tatsächliche Anteil von Mehrwegflaschen nur bei 43 Prozent. Tu was dagegen!