Freitag, 18. Oktober 2019

Heißes Wasser statt Glyphosat

Viele Gemeinden verzichten auf den Einsatz von Glyphosat zur Unkrautbekämpfung auf Stadtflächen. Ab Ende 2023 darf das Pflanzengift Glyphosat in Deutschland nicht mehr verwendet werden. In vielen Kommunen ist es aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes bereits heute verboten. Erfreulich: Es gibt eine völlig ungiftige Alternative: HEISSES WASSER.

Spritzen oder gießen Sie kochendes Wasser auf unerwünschte Wildkräuter, gehen diese sofort ein. Die Pflänzen sacken augenblicklich in sich zusammen.

2015 hat Hessen den Einsatz des Pflanzengifts Glyphosat, dem nachgesagt wird, dass es krebserzeugend wirken kann, auf kommunalen Flächen verboten. Der Effekt von heißem Wasser ist in seiner Wirkung auf den Pflanzenwildwuchs vergleichbar.

In einigen Punkten ist heißes Wasser Glyphosat sogar überlegen: Heißes Wasser darf auch in der Nähe einer Kanalisation gespritzt werden, Glyphosat nicht. Heißwasser darf bis zu 8 Mal im Jahr aufgebracht werden, Glyphosat maximal 2 Mal.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Wasserstoff ist ökologisch der ideale Energieträger, aber...

Wasserstoff ist ökologisch der ideale Energieträger.  Wir dürfen ihn aber nicht fördern, ohne vorher massiv in den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie zu investieren.

Deutschland muss auf Wasserstoff aus erneuerbaren Energien setzen, wollen wir unsere Klimaziele erreichen. Und die Bundesregierung will grünes Gas jetzt endlich fördern.

E-Mobilität ist nur dann klimafreundlich, wenn alle Fahrzeuge mit Ökostrom betank werden. Gleiches gilt für elektrische Anlagen, die mit Strom Wasserstoff gewinnen und diesen ins Gasnetz einspeisen oder per Power-to-Liquid (PtL) synthetischen Kraftstoff erzeugen.

„Damit das Gas wirklich grün ist, müssen die dafür nötigen Elektrolyseure auch mit grünem Strom laufen“, beteuert Marcel Keiffenheim (Leiter Politik und Kommunikation des Ökostromanbieters Greenpeace Energy). Werde bei der Herstellung des Wasserstoffs aber Kohlestrom mit seinen hohen Emissionen eingesetzt, „hilft dieser Wasserstoff dem Klimaschutz nicht, sondern befeuert die Klimakrise“.

2018 wurden etwa 5,4 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom "abgeregelt" (nicht eingespeist und nicht genutzt). Aus dem hätten sich nach Angaben der Initiative „Zukunft Erdgas“ theoretisch bis zu rund 2,8 Milliarden Kilowattstunden synthetisches Methan erzeugen lassen. Das hätte ausgereicht, um für 165.000 Haushalte den Wärmebedarf zu decken.

Derzeit sind bundesweit aber nur 35 Power-to-Gas- und Methanisierungs-Anlagen mit der winzigen Leistung von rund 30 Megawatt in Betrieb. Sie erzeugen nicht einmal zwei Prozent der Menge, die möglich wäre, wenn man den abgeregelten Ökostrom voll ausnutzen würde.
Doch selbst die gesamte abgeregelte Menge ist winzig, verglichen mit dem, was an Öko-Gas benötigt wird, um Deutschland endlich von fossilen Energieträgern zu befreien.

Der tatsächliche Bedarf an grünem Wasserstoff und daraus hergestellten Treibstoffen liegt laut Brainpool-Studie bei jährlich knapp 1.100 Terawattstunden (TWh). Das entspricht dem 20.000fachen der heutigen Erzeugung.

Das aktuelle Klimaschutzpaket ("Minipäckchen") setzt völlig falsche Signale. Die Politik will zwar endlich Wasserstoff fördern, vernachlässigt jedoch zugleich sträflich den schnellen bundesweiten Ausbau von Wind- und Solarenergie.

Eine Erhöung der Erzeugungskapazität von grünem Wasserstoff von derzeit 30 auf 2.000 Megawatt bis 2025 macht aus industriepolitischer Sicht absolut Sinn - aber nur, wenn gleichzeitig die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien massiv erhöht wird, sonst schadet die Elektrolysierung dem Klimaschutz.

115 Gigawatt an Elektrolyseuren würden sich langfristig in Deutschland rechnen. Insgesamt liegt Deutschlands Endenergiebedarf ohne Klima-Emissionen bei 1.600 Terawattstunden.

Gegenwärtig versorgt sich Deutschland nur zu 30 Prozent aus eigenen Quellen mit Energie. Ein grünes Energiesystem würde viel mehr Unabhängigkeit von Importen aus dem Ausland bedeuten.

Montag, 14. Oktober 2019

Flaschenwasser-Unternehmen produzieren kein Wasser

Flaschenwasser-Unternehmen produzieren kein Wasser, sondern Plastik-Flaschen, Etiketten, Verpackungsmaterial und mit hohem Energieaufwand riesige Müll- und Umweltprobleme.

Vor 5 Jahrzehnten haben die Deutschen pro Jahr 12 Liter Flaschenwasser getrunken, heute sind es 150 Liter. Milliaden an Werbeausgaben haben viele Menschen glauben lassen, dass teures Wasser in Flaschen besser sei als sehr preiswertes und weitaus häufiger kontrolliertes Wasser aus der Leitung, obwohl zahllose Tests von Stiftung Warentest und Dokumentationen von diversen Fernsehanstalten immer wieder das genaue Gegenteil bewiesen haben.

Trotzdem schleppen viele Menschen Woche für Woche sehr teures, leider auch noch in Plastik verpacktes Wasser nach Hause, und bringen das Leergut zurück. Eine unfassbare Energie- und Rohstoffverschwendung - ganz abgesehen von der Arbeit und der Zeitverschwendung
!

Wer noch reineres Wasser trinken möchte als Leitungswasser und viel reineres als Mineralwasser, der kann ganz einfach, effektiv, schnell und vor allem preiswert sein Leitungswasser zuhause von Fremd-, Schad- und Giftstoffen sowie von Mikro- und Nanoplastik befreien.

Mehr dazu sehen Sie hier:

Video:  Wie ich die gefährlichsten Schadstoffe aus meinem Trinkwasser entferne
– einfach, effektiv, schnell und sehr preiswert 
(mp4, 2 Min. 47 Sek.)
 https://wasser-hilft.de/wasser_ist_nicht_gleich_wasser.mp4

Ausführliche Informationen für Sie:
https://wasser-hilft.de
 

Sofortiger Kohleausstieg ist möglich

In Großbritannien schließt das letzte Kohlekraftwerk im Jahr 2020.
In den Niederlanden sorgt der politisch verordnete Kohleausstieg ab 2030 für das Abschalten der Dreckschleudern.
Die deutsche Bundesregierung will erst 2038 den Kohleausstieg, obwohl die deutschen Braunkohlekraftwerke zu den größten Luftverschmutzern Europas gehören und obwohl wir mit Solarenergie, Windkraft, Biogas-Anlagen, Wasserstoffspeichern und Vanadium-Redox-Flow-Batterien in den Häusern mehr als genug Strom produziern und speichern können. Allein es fehlt der politische Handlungswille.

In den Kohlerevieren werden 11.000 Arbeitsplätze mit Milliarden vom Steuerzahler subventioniert. Gleichzeitig hat die umwelt- und klimaunfreundliche Bundespolitik ca. 65.000 Arbeitsplätze im Bereich der sauberen erneuerbaren Energien in den letzten Jahren zerstört und weltmarktführende Unternehmen pleite gehen lassen. Wer versteht das???

Freitag, 27. September 2019

Über 30% des Mikroplastiks im Meer kommt vom Straßenverkehr

Mikroplastik wird meist mit Plastikflaschen, Kosmetik oder Kunstfaserkleidung in Verbindung gebracht. Der Straßenverkehr ist jedoch eine noch viel größere Eintragsquelle der Kleinstpartikel in die Umwelt. 1,2 Kilogramm Mikroplastik fallen pro Jahr und Person durch den Reifenabrieb im Straßenverkehr an.

Zwar macht der Reifenabrieb von Pkw, Lkw und Bussen den allergrößten Anteil der Emissionen aus, aber auch Motorräder, Roller, Traktoren und Fahrräder produzieren Plastikabrieb, der vom Straßen- und Wegesrand in Fließgewässer und ins Grundwasser gelangt. Das soll nach neuesten Erkenntnissen fast ein Drittel der Gesamtmenge ausmachen, die als primäres, kleines Mikroplastik in die Ozeane eingetragen wird.

Im Schnee an einer Landstraße in Bayern hat das Alfred-Wegener-Institut die höchsten Mikroplastikwerte gefunden: 154.000 Partikel pro Liter.

Nadja Ziebarth, Mikroplastik-Expertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), meint dazu: "Nicht nur aus Sicht des Meeres- und Gewässerschutzes ist das besorgniserregend. Aufgrund der enormen Emissionsmengen in die Meere und Oberflächengewässer, sowie der potenziellen gesundheitlichen Folgen für den Menschen und andere Organismen wird schnell deutlich, dass dringend Maßnahmen zur Reduzierung von Reifenabrieb ergriffen werden müssen. ... Allein durch weniger Individual- und Güterverkehr lässt sich die Menge des Reifenabriebs deutlich reduzieren".

Eine Verringerung des Individual- und Güterverkehrs auf der Straße würde sich direkt mindernd auf die Menge des Reifenabriebs auswirken, ebenso eine Verrringerung des Gewichts der Kraftfahrzeuge. "Wenn ... auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) wieder einmal große und schwere Geländewagen angepriesen werden, ignoriert diese Modellpolitik, dass diese Fahrzeugkategorie ein Hauptverursacher von Mikroplastik im Straßenverkehr ist", so die BUND-Expertin. "Von leichteren Autos wird weniger Abrieb produziert, weshalb auf schwere Autos verzichtet werden sollte. Auch aus diesem Grund muss endlich ein Umdenken in der Flottenpolitik der Autokonzerne einsetzen."

"Wir müssen so gut es geht verhindern, dass Mikroplastik in den Wasserkreislauf gelangt. Maßnahmen zum Rückhalt der Partikel in Trennwassersystemen und in Kläranlagen müssen deshalb schnellstmöglich durch die Kommunen ergriffen werden", so Ziebarth. Die Partikel abfangen, bevor der Straßenabfluss in die Kanalisation gelangt, wäre eine - wenn auch sehr teure - Möglichkeit, die Mikroplastikeinträge ins Wasser und in den Ackerboden einzudämmen.
Viel wirksamer wären jedoch leichtere Fahrzeuge, eine deutliche Begrenzung der Geschwindigkeit auf allen Straßen, mehr öffentlicher Nahverkehr und mehr Güter auf der Schiene. Durch ein Tempolimit würde zusätzlich auch der enorm belastende Lärm des Straßenverkehrs deutlich reduziert.

Ein Hintergrundpapier mit dringend notwendigen Maßnahmen zur Reduzierung von Mikroplastikemissionen sehen Sie auf der Webseite des BUND.

Europa könnte mit Windkraft den weltweiten Energiebedarf decken

An windigen Tagen können Europas Windkraftanlagen ganze Nationen komplett mit sauberer erneuerbarer Energie versorgen. Was wäre, wenn solche Windkraftanlagen an allen dafür geeigneten Orten stünden? In einem solchen Szenario könnte Europa (theoretisch) genug Windenergie produzieren, um den Strombedarf der gesamten Welt zu erzeugen.

Forscher der Universitäten von Sussex (UK) und Asrhus (DM) haben Techniken entwickelt, mit denen sie das Gesamtpotenzial für Windkraftanlagen auf dem Land des Europäischen Kontinents berechnen können. Die Forschen erkannten, dass Europa 100 Mal mehr Energie von Windakratanlagen an Land gweinnen könnten als bisher.

46% der Europäischen Landmasse wäre für die Errichtung von Windturbinen geeignet, und das nachdem bereits alle städtischen und militärischen Gebiete sowie alle Landschaften abgezogen worden sind, die für Windkraft ungeeignet sind.

Die Studie schätzt, dass mehr als 11 Millionen zusätzlicher Windkraftanlagen (theoretisch) installiert werden könnten auf fast 5 Millionen qkm geeigneter Landfläche.
Der Report kommt zur Schlussfolgerung, dass - würde das Potenzial voll ausgeschöpft - der gesamte Energiebedarf des Planeten bis weit nach 2050 damit befriedigt werden könnte.

Donnerstag, 26. September 2019

"Was sind das nur für Dreckschweine?"

Das fragten mich neulich zwei ältere Herrschaften als ich mich zu ihnen auf eine Parkbank setzte. Sie zeigten auf eine Unzahl von Zigarettenkippen auf dem Boden rund um die Bank, obwohl direkt daneben ein feuerfester Abfallbehälter stand.


Zigarettenkippen sind aus einem Kunststoff, der 15 Jahre lang zum Zerfallen braucht und so lange seine vielen Giftstoffe in den Boden und das Grundwasser abgibt. Seitdem achte ich auf diese Umweltkiller und stelle mir die Frage auch immer öfter. Sind diese Menschen wirklich so uninformiert, so blöd oder einfach so rücksichtslos gegenüber ihren Mitlebewesen?

Zu den Fotos vom August 2019:
Über 30 achtlos weggeworfene Kippen lagen vor dieser Bank - bei extremer Trockenheit und höchster Waldbranntgefahr durch trockenes Gras - und das obwohl direkt daneben ein Müllehälter steht.

Deutsche Windenergiebranche hat bereits 36.000 Arbeitsplätze verloren

Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums und der Gewerkschaft IG Metall zum Arbeitsmarkt ist die Lage der deutschen Windernergie dramatisch. 2015 waren rund 160.000 Mitarbeiter in der deutschen Windbranche beschäftigt. Inzwischen sind zirka 36.000 Stellen verlorengegangen und Tausende weitere seien in Gefahr, warnte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie.
Etliche Unternehmen haben entschieden, ihre nächsten Investitionen im Ausland und nicht mehr in Deutschland zu machen. Wenn sich die klimarestriktive deutsche Politik nicht schnell ändert, werden weitere Abwanderungen folgen.