Donnerstag, 17. März 2022

Bis zum letzten Tropfen

Bis zum letzten Tropfen - das Thema, das uns genauso intensiv, aber weitaus länger beschäftigen wird wie der russische Invasions-Krieg in der Ukraine.

Ihr Link zur Doku in der ARD-Mediathek:

https://www.ardmediathek.de/video/bis-zum-letzten-tropfen/bis-zum-letzten-tropfen-die-doku/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2Jpcy16dW0tbGV0enRlbi10cm9wZmVuLzNjMDIxMGExLWVlYTAtNDNjMC05NDhlLTFhNzE3ZDY5NTUyMg

"Die Doku beruht auf exklusiven Recherchen, die in den gleichnamigen Fernsehfilm eingeflossen sind. Der preisgekrönte Autor Daniel Harrich zeigt die Wirklichkeit hinter der Fiktion: Jahrelang hat ein internationaler Getränkekonzern sich bemüht, für seine Abfüllanlage bei Lüneburg ein großes Grundwasserreservoir zu erschließen. Das Wasser liegt so tief, dass der Konzern und die zuständigen Behörden davon ausgehen, dass die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung nicht angegriffen wird." (ARD-Mediathek)

Es geht um Coca-Cola in Lüneburg. Die Firma pumpt aus 2 Tiefenbrunnen 350.000 Kubikmeter Grundwasser pro Jahr, die sie der Natur und den Bürgern vor Ort fast zum Nulltarif wegnimmt, in Flaschen abfüllt und für teures Geld an Reiche verkauft, die bereit sind, dafür den 100- bis 200-fachen Preis zu zahlen als sie für bestes Trinkwasser zuhause nur zu zahlen bräuchten.

Dass dabei die Bäume sterben, die Äcker vertrocknen, die Häuser absacken und deren Mauern dadurch vom Keller bis zum Dach Risse bekommem, ist dem Multinationalen Großkonzern genauso egal wie vielen Politikern und (fast?) allen Käufern von Flaschenwasser.

Dabei ist der seit jahren dramatisch absackende Grundwasserspiegel in fast ganz Deutschland extrem besorgniserregend. Leider sind die Fakten den meisten Bürgern und Behörden entweder nicht bekannt oder egal. Doch das wird sich in den nächsten Jahren durch Dürren und Wasserknappheit bitter rächen.

Ihr Link zum Spielfilm mit großartigen schauspielerischen Leistungen aller Hauptdarsteller:

https://www.ardmediathek.de/video/bis-zum-letzten-tropfen/bis-zum-letzten-tropfen-oder-polit-thriller/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2Jpcy16dW0tbGV0enRlbi10cm9wZmVuLzBjMzJhNjQ4LTlhNzgtNDNjNy1hY2E4LThlZmI1NDJjNGY5YQ

Die Handlung der gespielten Personen ist natürlich "erfunden", der Inhalt (die Fakten) leider nicht. Der Name der Firma und des Ortes sind geändert. Die üblen Machenschaften der Beteiligten entsprechen leider der traurigen Wahrheit,

In vielen Stadten und Gemeinden spielt sich so ein Drama immer noch ab - trotz besseren Wissens der Beteiligten aufgrund jahrelanger Erfahrungen mit diesen kapitalistischen Auswüchsen und ihren dramatischen Folgen für die betroffenen Gegenden und deren Lebewesen (es trifft ja leider nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen).

Eines der am besten informierenden Bücher zu diesem Thema stammt von
Maude Barlow: Die Wasser-Allmende. Eine gute Zukunft braucht gutes Wasser für alle.
Akt 66. Original: Our Water Commons

Drachenverlag thinkOya
, Klein Jasedow, 2013, 89 S., € 10.00

"Wem gehört das Wasser?" "Niemandem! Es gehört zur Erde, es gehört allen ihren Lebewesen und deren nachfolgenden Generationen." Wasser muss sauber, öffentlich und zugänglich für alle sein! (s. S. 36)

Eine Rezension des Buchs lesen Sie hier:
https://wasser-hilft.de/wasser_buecher.htm

Webseiten zu Commons und Wasser-Allmende und
Organisationen gegen Wasserprivatisierung in Deutschland und Europa:
https://wasser-hilft.de/webseiten_zu_commons_wasser_allmende.htm

Wasser-Filme zum Themenbereich „Wasser als Gemeingut, Commons, Wasser-Allmende“
https://wasser-hilft.de/filme_zu_commons_wasser_allmende.htm

Weitere Hinweise zu diesen Themen mailen Sie bitte an: schnappauf @ wasser-hilft.de.
Danke

 

29 Schweizer Müllverbrennungsanlagen wollen klimaneutral werden

Die 29 Schweizer Müllverbrennungsanlagen wollen durch CO2-Abscheidungen ihre Emissionen reduzieren.
Der Branchenverband VBSA verpflichtet sich, langfristig in Forschung und Entwicklung der Schlüsseltechnologie „Carbon Capture“ zu investieren und spätestens 2030 die erste CO2‐Abscheidungsanlage in Betrieb zu nehmen.

Die Schweizer Klimaziele sehen vor, dass ab 2050 nicht mehr Treibhausgase in die Atmosphäre ausgestoßen werden, als durch natürliche und technische Speicher aufgenommen werden kann. Ein anspruchsvolles und notwendiges Ziel angesichts der Klimakatastrophe und noch unvorhersehbarer Klimagas-Freisetzungen in Sibierien, im Amazonasgebiet und Zentralafrika.

Müllverbrennungsanlagen sind für 5 Prozent der gesamten CO2‐Emissionen der Schweiz verantwortlich. Neue Technologien sollen es zukünftig erlauben, bei der Abfallverbrennung entstehendes CO2 abzuscheiden und dauerhaft zu speichern. Die Abscheidung der Emissionen aus Altholz  könnten im allerbesten Fall sogar zu einer Reduktion der CO2‐Konzentration in der Atmosphäre (negative Emissionen) führen.

Doch bis die erste CO2-Abscheidung an einer Müllverbrennungsanlage in Betrieb gehen kann, ist noch sehr viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten und sind geeignete Infrastrukturrn für Transport und Lagerung des CO2 zu schaffen.
2030 soll die CO2-Abscheidungskapazität mit 100.000 Tonnen starten, bis 2035 auf 400.000 Tonnen steigen und bis 2050 soll die Technologie auch in der übrigen Industrie angewendet werden und 7 Millionen Tonnen abscheiden. Viel Erfolg!

Samstag, 12. März 2022

Zu viel Nitrat in Deutschlands Grundwasser

Gigantische Güllemengen auf deutschen Äckern sorgen vielerorts für viel zu stark mit Nitrat belastetes Grundwasser, Umweltverschmutzung und erheblich steigende Kosten für unsere Wasserwerke.

Die EU-Kommission rügt auch die neue deutsche Düngeverordnung, denn damit werde das Nitrat im Grundwasser nicht weniger. Wieder drohen hohe Strafzahlungen auf Kosten der Steuerzahler und gewohnter Krach mit Bauernverbänden.

Schon Ende Juni 2021 schickte Virginijus Sinkevičius einen Brief nach Berlin, der den deutschen Steuerzahlern teure Kosten androht. Erneut ging es um die Nitrat-Richtlinie der Europäischen Union, die Deutschland immer noch nicht einhält. Hierzulande ist das Grundwasser vielerorts zu stark mit Nitrat belastet. Und weil Deutschland zu wenig dagegen tut, droht die EU-Umweltkommission erneut damit, beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein Zwangsgeld von 850.000 Euro pro Tag (= 310 Millionen pro Jahr) zu beantragen.

Nitrat im Grundwasser resultiert hauptsächlich aus einer Überdüngung der Felder. Zugleich geraten auch zu viel Stickstoff und Phosphor in Oberflächengewässer wie Bäche und Seen.

Wer weder Nitrat noch sonstige Schadstoffe in seinem Trinkwasser haben will, der braucht eine Nanofiltration für seine Wohnung. Mit einer preiswerten Umkehrosmose-Anlage kann sich jeder Haushalt einfach, schnell und effektiv mit reinstem Trinkwasser - ohne Pestizide, Fungizide, Herbizide, radioaktive Substnzen, Schwermetalle, Kalk, Hormon- und Medikamentenrückstände und ohne Nanoplastik - versorgen.
Bequemer, preisgünstiger und sicherer geht es nicht mehr, denn auch teures Flaschenwasser heimschleppen und Leergut entsorgen entfällt für immer.
Mehr dazu siehe: https://wasser-hilft.de/start.htm.

Zukunfts- und mitweltorientierter Politikwechsel dringend Not-wendig!

Nach 16 Jahren Regierung von CDU und CSU ist die Bilanz finster und konkursreif:
Energiewende gebremst, Kohleausstieg verschleppt, Verkehrswende blockiert,
nichts getan gegen Wasservergiftung (Nitrat aus Gülle-Einträgen), Luftvergiftung (Feinstaub, Dieselabgase...), Bodenvergiftung (Spritz- und Düngemittel...), Lärmbelästigung (Tempolimit...),
dafür mit Milliarden Agrarindustrie und Massentierhaltung subentioniert, Diesel und Automobilkonerne subventioniert, Milliarden Steuergelder an Atom- und Kohlekraftwerksbetreiber gezahlt, Bolzonaros Zerstörung des Amazonas-Urwalds durch geplantes Mercosur-Abkommen gefördert ... ... ...
Eine einzigartige HORROR-Bilanz!

Spätestens jetzt muss allen bewusst sein:
Wer Klimaschutz und Umweltschutz will und weniger Abhängigkeit von nichtdemokratischen Ländern, muss endlich für einen grundlegenden zukunfts- und mitweltorientierten Politikwechsel eintreten.

Bahn weitet Ökostromnetz aus

 

Auf rund 33 000 Kilometer Schienennetz der Deutschen Bahn fahren täglich Zehntausende Züge, deren Energiebedarf gewaltig ist.

Daher hat die Bahn Stromlieferverträge mit Erzeugern von Erneuerbaren Energien abgeschlossen, so z. B. mit Enerparc über jährlich 80 Gigawattstunden, die aus einem Photovoltaik-Park in Gaarz bei Plau am See kommen.Mit dieser Stromleistung könnten alle Züge der Bahn zweieinhalb Tage fahren. Der Gaarzer Park umfasst eine Fläche von rund 91 Hektar.

Außerdem hat die Deutsche Bahn weitere Ökostrom-Abnahmeverträge geschlossen, z. B. mit dem Wasserkraftwerk Egglfing-Obernberg im Inn (zwischen Niederbayern und Österreich). Knapp 440 Gigawattstunden sollen von dort ab 2023 ins Netz der DB Energie eingespeist werden.
260 Gigawattstunden Windenergie jährlich sollen ab Herbst 2024 den Bahnstrommix aus dem Windpark Amrumbank-West in der Nordsee ergänzen.

Leider fehlen in Deutschland noch viele Tausend Windkraftanlagen, um den gesamten Strombedarf endlich ohne fossile Treibstoffe und unabhängig vom Ausland betreiben zu können. Hier ist ein striktes Umdenken notwendig, sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik.

Dienstag, 1. März 2022

Milliardenkosten jährlich durch Überdüngung in der Landwirtschaft

Durch Düngen gelangt viel zu viel Nitrat in unser Grundwasser. Ein Gutachten zeigt, wie teuer die daraus folgenden Umweltschäden sind. EU und Umweltschützer kritisieren seit vielen Jahren die viel zu laxen deutschen Vorschriften.

Durch Überdüngung in der deutschen Landwirtschaft entstehen jedes Jahr Umweltschäden von 3.000.000.000 Euro, errechnet vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

»Das Gutachten zeigt deutlich, dass die Überdüngung in der Landwirtschaft der Umwelt massiv schadet«, so BDEW-Co-Chef Martin Weyand. Die Düngeverordnung aus dem vergangenen Jahr setze die europäischen Vorgaben noch immer nicht vollständig um.

Schon 2018 hatte der Europäische Gerichtshof wegen der Nitrat-Überschreitungen im deutschen Grundwasser Änderungen des deutschen Düngerechts angemahnt. Sollte erneut eine mangelhafte Umsetzung festgestellt werden, drohen der Bundesrepublik von der Europäischen Kommission Strafzahlungen im dreistelligen Millionenbereich - jedes Jahr.

Laut Friedhelm Taube (Autor der BDEW-Studie) brauche es dringend eine Reform mit ambitionierten Grenzwerten. Durch den unzureichenden Schutz des Grundwassers entstünden »enorme gesellschaftliche Kosten«.

Es laufen Klagen gegen die Bundesregierung und die Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. »Seit Jahrzehnten versäumt es die Bundesregierung, unser Grundwasser als unsere wichtigste Trinkwasserressource angemessen zu schützen« (Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.

Wer sich vor Rückständen von Düngemitteln, Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden, Arzneimittel, Anabolika, Hormonen, radioaktiven Substanzen, Schwermetallen, Chemikalien und Nanoplastik in seinem Trink- und Kochwasser schützen will, der braucht eine zuverlässige Nanofiltration. Flaschenwasser kaufen hilft da meist nicht.

Aus deutschem Leitungswasser lässt sich jedoch in jedem Haushalt schnell, einfach und sehr preiswert exzellent reines, schadstofffreies Trinkwasser herstellen - für 3 bis 4 Cent pro Liter - und das sehr umweltfreundlich, energiesparend und ressourcensschonend und ohne Kästenschleppen und Leergut entsorgen.
Mehr dazu siehe: https://wasser-hilft.de/start.htm

Fast 30% Ältere leben in Deutschland

Ende 2020 lebten 83,2 Millionen Menschen in Deutschland. Dmit ist die Einwohnerzahl Deutschlands  nahezu unverändert geblieben gegenüber 2019. Von 2011 bis 2019 war sie kontinuierlich von 80,3 auf 83,2 Millionen gewachsen.

Was hat diese Entwicklung 2020 gestoppt?
Erstens ist die Nettozuwanderung von 294.000 im Jahr 2019 auf 209.000 im Jahr 2020 zurückgegangen.
Zweitens erhöhte sich die Zahl der Netto Sterbefälle (Zahl der Gestorbenen minus Zahl der Geborenen) von 161.000 auf 212.000.
Die gesunkene Nettozuwanderung konnte das Geburtendefizit nicht mehr ausgleichen.

Trotz der erhöhten Sterblichkeit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wuchs die Zahl der älteren Menschen im Jahr 2020 weiter: Die Anzahl der Hochbetagten ab 80 Jahren stieg mit einem Plus von 255.000 Personen oder 4,5% auf 5,9 Millionen am stärksten. Die Anzahl der Seniorinnen und Senioren zwischen 60 und 79 Jahren erhöhte sich um 96.000 oder 0,5% auf 18,2 Millionen.

18,2+5,9=24,1 Millionen Menschen waren also über 60 Jahre alt. Das sind rund 29%.
Das Durchschnittsalter der Bevölkerung erhöhte sich erneut um 0,1 auf 44,6 Jahre.

40 aus 11 Millionen

Von 11 Millionen Impulsen pro Sekunde nimmt unser menschliches Bewusstsein nur ca. 40 wahr - alle anderen werden ausgeblendet (bereits bekannt), um die Informationsverarbeitung im Gehirn zu vereinfachen.

Mit unseren Augen sehen wir nur jeweils 1 Prozent unserer Umgebung. 99 Prozent projiziert unser Gehirn aus seiner Erfahrung dazu. Das ist ein Grund, weshalb die gleichen optischen Eindrücke bei verschiedenen Menschen völlig verschiedene Eindrücke erzeugen.
Deshalb erschreckt uns auch im Dunkeln eine fremde Gestalt im Flur, die sich bei Licht als harmloser abgestellter Staubsauger oder aufgehängter Mantel darstellt.

Wenn unser Gehirn aus einer Masse von Geräuschen ein Muster erkennt, glauben wir, bekannte Worte gehört zu haben.
(Hören Sie mal einem Gespräch in einer Ihnen fremden Sprache zu und Sie werden verwundert feststellen, das Sie immer wieder glauben, ein deutsches Wort gehört zu haben.)
Deshalb rufen bestimmte Singvögel ständig "Felix, Felix, Felix" und der Buchfink "Bitte, bitte gib mir Weißbier. Bitte, bitte gib mir Weißbier." (Natürlich hören das nur Weißbiertrinker, und die bekommen das dann nicht mehr aus dem Kopf. Was Nicht-Weißbier-Trinker hören, weiß ich nicht :-)..