Sonntag, 1. Dezember 2019

Power Fuels aus Marokko?

Geht der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland weiter derart langsam voran wie von der Bundesregierung geplant,dann stellt sich dei Frage: Woher bekommt unser Land genug grünen Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe? Eine Fraunhofer-Studie untersucht, inwieweit Marokko als Standort infrage kommt, um Power Fuels nach Deutschland zu exportieren.

Wenn unsere Stahlindustrie auf grünen Wasserstoff umstellen will, reicht unser ProduktionsPotenzial nicht mehr aus. Wirtschaftsminister Altmaier will dann grünen Wasserstoff aus den Arabischen Staaten importieren.

Doch Marokko hat verglichen mit Deutschland zwei Vorteile für Power-to-X-Anlagen: viel Windenergie- und viel Solarenergie-Potenzial. Mit dem Power-to-X-Verfahren lassen sich im sonnigen Spden günstig und nahezu klimaneutral synthetische Kraftstoffe, sogenannte Power Fuels, wie Wasserstoff, Methan oder Ammoniak herstellen. Diese Stoffe lassen sich durch Elektrolyse gewinnen, der hierfür benötigte Strom aus erneuerbaren Quellen. Damit könnte dann auch der Schiffs- und Flugverkehr von fossilien Treibstoffen befreit werden.


2 bis 4 % der weltweiten Nachfrage eines Marktes von bis zu 680 Milliarden Euro im Jahr 2050 könnten von Marokko gedeckt werden.

Die »Study on the opportunities of Powert-to-X in Morocco« entstand im Auftrag der Deutsch-Marokkanischen Energiepartnerschaft PAREMA aus einer Kooperation des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ und der marokkanischen Regierung.

Download der Studie „Power-to-X in Morocco“
https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/ccx/GIZ_PtX-Morocco/GIZ_PtX_Marokko_Report_PtX_Morocco_final.pdf


Quelle: Cleantech - News rund um saubere Technologien
Importieren wir bald grünen Wasserstoff aus Marokko?
By Martin Jendrischik    On 3. Oktober 2019 Last updated 28. September 2019

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