Donnerstag, 12. März 2015

Medikamente in unserem Wasser


Die endlos lange Liste der Schadstoffe im Wasser durch Dutzende von Schwermetallen aus dem Rohrleitungssystem, mehrere Hundert Spritz- und Düngemittel aus der Landwirtschaft und mehrere Tausend Chemikalien aus der Industrie wird von Monat zu Monat mehr und mehr an Gefährlichkeit übertroffen durch immense Mengen an Hormonen und Medikamenten aus den Millionen von Haushalten und immer stärker aus Krankenhäusern und Kliniken. Die großen Arztpraxen sind hier nicht aufgeführt, weil deren verabreichte Medikamente und Hormonpräparate zwar auch im Grundwasser landen, aber zumeist über die normalen Haushalte.

Sehr bedenklich sind die großen Mengen von Schmerzmitteln wie Diclophenac (z. B. in Voltaren enthalten), Antidepressiva, Aufputschmittel, Betablocker, Antikrebsmittel, Antibabypille oder auch Insulin. Letzeres wird täglich von eineinhalb Millionen Menschen gespritzt und verlässt deren Körper genau wie die meisten anderen Mittel der Pharmaindustrie zu 60 bis 80 % unverändert durch den Urin.

Daher ist die Entsorgung des menschlichen Kots für unsere Wasserwerke zwar keinerlei Herausforderung, jedoch die Entsorgung des menschlichen Urins inzwischen ein derzeit noch nicht lösbares Problem.

An einem Bochumer Krankenhaus läuft derzeit ein Großversuch, die vielen Medikamentenrückstände in einer vierten Reinigungsstufe einigermaßen zu klären. Doch das Herausfiltern der Arzneimittel aus dem Urin stellt die Forscher und die Wasserwerker derzeit noch vor unlösbare Hürden.

Wer die gefährlichen Schadstoffe aus seinem Leitungswasser nicht mit seinem täglichen Tee oder Kaffee mittrinken will, dem bleiben nur zwei Möglichkeiten:

entweder destillieren, was sehr hohe Stromkosten verursacht, oder mithilfe einer Umkehrosmose-Anlage reines, sauberes Trinkwasser filtern - für etwa 3-4 Cent pro Liter.


Details dazu siehe: www.wasser-hilft.de/frame_umkehrosmoseanlagen.htm
und http://osmose.wasser-hilft.de
und N24, 45 Min. Doku vom 28.02.2015

Kommentare:

  1. Hallo Rudolf,
    vielen Dank für diesen super Artikel, wirklich sehr interessant. Ich beschäftige mich auch schon länger mit dem Thema und nutze mittlwerweile einen Brita Wasserfilter.
    Gruß
    Salva

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  2. Danke, nur mit diesem "Spielzeug-Filter" schützen Sie sich nicht vor Medikamenten- oder Hormon-Rückständen und all den vielen sonstigen Schadstoffen im Wasser. DA helfen nur Destillieren (kostet viel Strom) oder Umkehrosmose. Eine UO-Membran filtert ca. 100.000 Mal kleinere Substanzen als ein simpler Aktivkohlefilter.

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