Mittwoch, 14. Dezember 2016

Kreuzfahrtschiffe - schwimmende Müllverbrennungsanlagen ohne Abgasreinigung

„Was den Autos an Land längst verboten ist, ist für Schiffe skandalöser Alltag. Die Ozeanriesen sind schwimmende Müllverbrennungsanlagen, aber ohne Abgasreinigung. Hinter der polierten Fassade von AIDA, TUI und Queen Mary II stinkt es gewaltig“, kritisierte NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger. Tatsächlich verweigern die blendend weißen Luxusliner bislang wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der gesundheitsschädlichen Rußpartikel- und Schwefelemissionen.
Luxusliner blasen riesige Abgaswolken von gefährlichen Ruß-, Schwefel-, und Stickoxidemissionen in die Luft, selbst wenn sie in Hafenstädten mit laufendem Motor vor Anker liegen.

Mehr siehe http://www.notopia.net/blog/2306/kreuzfahrtschiffe-schwefeloxid

Dieselfreie Städte

Auto-Abgase - insbesondere die hochgiftigen Diesel-Abgase - gehören zu den Hauptverursachern der schlechten Luft. Die Bürgermeister von Paris, Athen, Madrid und Mexiko Stadt wollen ab 2025 keine Dieselfahrzeuge mehr auf ihren Straßen. Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen verlangen schon seit vielen Jahren ein Verbot der Dieselabgase.

In Deutschland ist die Einführung einer Umweltplakette für Dieselautos wieder einmal am Widerstand der Auto-Industrie und von Mautminister Alexander Dobrindt (CSU) gescheitert. Damit sollten wenigstens die älteren Giftschleudern zumindest aus den Innenstädten verbannt werden. Sofern sie (gemäß Messungen der Hersteller) der Euro 6 Norm entsprächen, hätten sie dennoch fahren dürfen.

Die Bürgermeister der Weltmetropolen Madrid, Mexiko Stadt, Athen und Paris haben endlich beschlossen, eigenständig im Kampf u. a. gegen die Stickoxid-Belastung ihrer Metropolen aktiv zu werden. Sie versprechen, ab 2025 keine Dieselmotoren mehr auf den Straßen zu erlauben. Das verkündeten sie auf dem Welt-Bürgermeistergipfel der Mega-Cities in Mexiko Stadt.

„Wir stehen heute auf, um zu sagen, dass wir Luftverschmutzung und die Gesundheitsprobleme und Todesfälle, die sie verursacht, nicht länger tolerieren“, sagte die Pariser Bürgermeisterin und Vorsitzende der C40 Climate Leadership Group, Anne Hildago. Solch große Probleme verlangten mutiges Handeln. Die Politiker riefen Auto- und Busfabrikanten auf, sich anzuschließen.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO lassen sich jährlich drei Millionen Todesfälle auf dreckige Luft zurückführen. „92 Prozent der Weltbevölkerung lebt an Orten, wo die Luftverschmutzung die von der WHO als sicher eingestuften Schwellenwerte übersteigt. Ruß von Dieselfahrzeugen gehört zu den größten Verantwortlichen für schlechte Gesundheit und Erderwärmung“, sagt Helena Molin Valdés, die Vorsitzende der Climate and Clean Air Coalition (CCAC) der UN. Die Initiative kooperiert mit den C40-Städten bei ihrem Vorhaben.

Datenquelle: bizz energy, Tim Lüdtke, http://bizzenergytoday.com/dieselfreie_metropolen

Bleibt zu hoffen, dass nicht nur viele Städte und Länder folgen, sondern, dass endlich auch den mit riesigem Abstand aller größten Luftverpestern Einhalt geboten wird - den mit dreckigem Schweröl fahrenden Schiffen. Die 15 größten Seeschiffe der Welt (Kreuzfahrtschiffe) stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit!
Mehr dazu siehe:
http://www.notopia.net/blog/2306/kreuzfahrtschiffe-schwefeloxid


Chinesen investieren 100 Milliarden € in Windkraft

China ist bereits größter Windenergie-Produzent der Welt. Bis 2020 will die Volks­republik fast 100 Milliarden Euro zusätzlich in neue Wind­kraft­anlagen stecken. In 4 Jahren soll eine Kapazität von 210 Gigawatt erreicht werden.
Dieses ehrgeizige Ausbauziel bis 2020 hat Chinas National Energy Administration (NEA) veröffentlicht, laut Nachrichtenagentur Xinhua. Bis 2030 soll der Anteil nicht-fossiler Energien am gesamten Energiemix 20 Prozent erreichen.

Innerhalb der nächsten 4 Jahre sollen etwa 80 GW neue Windenergiekapazitäten aufgebaut werden – das Doppelte der in Deutschland installierten Menge. Wo Berlin bremst, klotzt Peking.


Geplant ist außerdem, mehr aus den Anlagen herauszuholen. Die erzeugte Windstrommenge (186 Terawattstunden Ende 2015) soll deutlich stärker wachsen als die installierte Leistung (auf 420 Terawattstunden bis Ende 2020). Dafür müssten viele Altanlagen durch leistungsstärkere neue ersetzt werden.

Das ist auch notwendig, denn die Windenergie wird auch 2020 erst 6 Prozent vom chinesischen Strommix ausmachen. Neben neuer Windenergieleistung werden auch etwa 300.000 neue Arbeitsplätze im chinesischen Windenergiesektor geschaffen. Insgesamt werden dann 800.000 Menschen in diesem Wirtschaftszweig arbeiten und die Windturbinenhersteller weiter wachsen lassen.
Von den neun größten der Welt kommen mit Goldwind (Platz 3), United Power (7), Ming Yang Wind Power (8) und Envision Energy (9) vier Windanlagenbauer aus China.
Quelle   energiezukunft.eu | cw 2016

Fonds für Lösungen zur sauberen Energiegewinnung

Microsoft-Gründer Bill Gates kündigte einen Fonds zur Förderung von Energie-Innovationen an.
US-Medien berichten, der "Breakthrough Energy Ventures Fund" wolle in den kommenden 20 Jahren mehr als eine Milliarde US-Dollar in Erneuerbare-Energie-Unternehmen investieren.

Bill Gates konnte u. a. SAP-Mitgründer Hasso Plattner, Amazon-Chef Jeff Bezos und Alibaba-Gründer Jack Ma für das Projekt gewinnen, außerdem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Virgin-Group-Chef Richard Branson und Salesforce-Chef Marc Benioff..., insgesamt 20 Investoren, deren Vermögen auf fast 170 Milliarden Dollar geschätzt wird.

Ziel des Fonds sei es, Technologien zur Marktreife zu verhelfen, welche die Treibhausgas-Emissionen senken, z. B. Förderung der Elektromobilität und neue Technologien in der Landwirtschaft. Gates will einen Teil seines Vermögens vermehrt auch in saubere Energien investieren, hatte er in Paris mitgeteilt.

Samstag, 3. Dezember 2016

Mit 1,115 Milliarden Euro subventionieren Stromkunden deutsche Unternehmen p. a.

Mehr als eine Milliarde Euro müssen Strom-Endkunden 2017 zahlen, um Rabatte für Deutsche Unternehmen zu kompensieren. Eingeführt wurde die Subvention, weil nach dem katastrophalen Reaktorunglück in Fukushima steigende Strompreis erwartet wurden. Doch dank Erneuerbarer Energien sanken die Börsenpreise stattdessen deutlich.

2017 müssen laut Mitteilung der Übertragungsnetzbetreiber die sog. Letztverbraucher 1,115 Milliarden Euro zusätzlich tragen, um Subventionen für die stromintensiven Betriebe zu zahlen, die von Gabriels Ministerium von einem Teil der Netzentgelte befreit worden sind. Seit 2012 haben diese Subventionen die Verbraucher etwa 4,5 Milliarden Euro gekostet.

Die Grünen fordern den Wegfall der seit Jahren umstrittenen Milliarden-Umlage. Von ihr profitieren große Stromabnehmer aus der Stahl- und Aluminiumindustrie - und auch Schlachthöfe, Discounter, Fast-Food-Filialen, Rechenzentren, Banken, Versicherungen, Krankenhäuser, Großbäckereien, Kühlhäuser, die Deutsche Börse...
Die entgangenen Erlöse werden als Aufschlag auf die Netzentgelte umgelegt. 2017 steigt die Umlage von 0,378 auf 0,388 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2015 waren 4.433 Unternehmen von Teilen der Netzentgelte befreit.
   
Diese Befreiung wurde 2011 nach dem Atomausstieg eingeführt, weil mit steigenden Strompreisen gerechnet wurde. Da der Strompreis an der Börse seitdem jedoch gesunken ist, fordert die Grüne Abgeordnete Höhn die Abschaffung der Subvention.
Derzeit erhielten jedoch jedes Jahr zusätzliche Unternehmen die Unterstützung, "weil über kreative Prozesse die Voraussetzungen für die Befreiung" erreicht würden. Gerichte hätten die Umlage schon zweimal für unrechtmäßig erklärt. Doch durch nachträgliche Änderungen sei die Subventionierung erhalten worden.

Schwedens Stromversorgung fossil-frei bis 2040

Schweden ist auf Kurs, um innerhalb von 25 Jahren komplett auf Erneuerbare Energien umgestiegen zu sein. Im vergangenen Jahr kamen bereits 57% von Schwedens Strom aus Wind- und Wasserkraft. 2040 soll das Land komplett fossil-frei sein. Das hat der Premierminister vor der UN versprochen."

Wir haben viele gute Plätze, um große landbasierte Windkraftwerke aufzustellen.", so
Anne Vadasz Nilsson, Generaldirectorin des Schwedischen 'Energy Markets Inspectorate".
Windenergie wird immer kosteneffizienter und soll die extrem teure und unsichere Atomkraft im Land ersetzen. 4 der 10 Atomreaktoren laufen aus und werden wohl durch Windenergieanlagen ersetzt und mit Wasserkraftanlagen verbunden werden.

Umweltfreundliche Outdoor-Bekleidung? Gibt es!

Gibt es Outdoor-Kleidung wirklich, die 100% wasserdicht, 100% atmungsaktiv, 100% winddicht, 100% recycelbar, aus bereits recycelten Materialien hergestellt, Fluorcarbon-frei imprägniert, frei von PTFE bzw. Polytetrafluorethylen (Teflon), langlebig, sozial und ökologisch nachhaltig produziert ist?

Kaum zu glauben und doch, die Antwort lautet: JA! Die PYUA-Produkte mit CLIMALOOPTM setzen den Maßstab für ecorrect produzierte Laminat-Technologie im Sportbekleidungsmarkt. Dafür haben sie den Bundespreis ecodesign erhalten und sind ISPO AWARD Winner.

Kohlekraftwerke könnten viel sauberer arbeiten


Deutschland blockiert die EU in der Umwelttechnik. Reinigungstechnik ermöglich, die gesundheitsschädlichen Stickoxidemissionen von Braunkohlekraftwerken deutlich zu verringern. Doch die Bundesregierung verhindert in der EU niedrigere Grenzwerte aus Kostengründen.

Mit bester verfügbarer Technik (BVT) technisch machbar und für Umwelt und Gesundheit unverzichtbar ist ein Standard von 80 Milligramm Stickoxid-Abgase (NOx) je Normkubikmeter für Kohlekraftwerke. In Brüssel sollten 175 Milligramm vereinbart werden. Die Vertreter Deutschlands, welches 4 der 5 dreckigsten Kohlekraftwerke in der EU betreibt, kämpften in der EU-Kommission dafür, den BVT-Standard für Stickoxid-Abgase (NOx) auf 190 Milligramm pro Normkubikmeter im Jahresmittel hochzusetzen, damit keine Nachrüstkosten für die heimischen Kraftwerke anfallen. Die Gesundheit der Bevölkerung spielte dabei wie immer keinerlei Rolle, trotz extremer Feinstaubbelastung in allen Städten.

Tatsächlich könnten die Betreiber von Kohlekraftwerken bis 2021 die notwendige  Reinigungs-technik nachzurüsten, auch wenn aus Klima- und Gesundheitsgründen das Stilllegen natürlich viel besser wäre.
Doch wie so oft steht Gabriels Wirtschaftsministerium beiden Alternativen massiv im Weg. Mit einer Milchmädchenrechnung als Begründung: Die Kosten für die Kraftwerks-Betreiber stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen. Die schweren gesundheitlichen Schäden der Abgas-Meiler mit ihren immensen Folgekosten für die Allgemeinheit werden einfach ausgeblendet.

NO2 wird mit einer Verschärfung von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma-Beschwerden sowie vermehrten Atemwegsinfektionen in Verbindung gebracht. Außerdem tragen Stickoxide zur Überdüngung und Versauerung von Böden und Gewässern mit negativen Auswirkungen auf die Biodiversivität bei.

Die ökologischen und sozialen Kosten der Braunkohleverstromung werden auf uns Bürger abgewälzt (sozialisiert). Laut Umweltbundesamt liegen die Umweltkosten für Braunkohle bei 10,75 Cent pro Kilowattstunde Strom – auch hier ist die Kohle trauriger Spitzenreiter.

Alle verantwortungsbewussten Bürger müssen sich in der EU dafür einsetzen, dass wir nicht weiter ungefiltert schwer giftigen - u. a. quecksilberhaltigen - Abgasen aus Braunkohle-Kraftwerken  ausgesetzt werden, sondern dass bei der Energieversorgung so schnell wie irgend möglich auf Kohle verzichtet wird. Wir brauchen eine naturverträgliche Energiewende!

Braunkohle ist der schmutzigste Energieträger in unserer Stromproduktion. Schon der Abbau bringt fatale Folgen für die Umwelt. Daher muss der Anteil der Kohleverstromung stark gedrosselt werden, um die Klimaziele von Paris wenigstens annähernd noch erreichen zu können.
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