Dienstag, 21. Juli 2015

Durch die Gletscherrückgänge in den Alpen wird Trinkwasser rar und teuer

Die Rofenache im Ötztal wird zu über 60% vom Gletscher gespeist. 300.000 Kubikmeter Wasser liefert z. B. allein der Vernagt-Gletscher an einem Sommertag. Was passiert, wenn er in wenigen Jahrzehnten kaum mehr vorhanden ist?

Ein Viertel allen Wassers der Rhone an ihrer Mündung ins Mittelmeer stammen aus Gletscherwasser.
Was passiert, wenn die Gletscher weg sind?

Bald wird der Großteil des Abflusses in den alpinen Bächen im Sommer ausbleiben. Wenn der Niederschlagsrückgang weiterhin so zunimmt wie bisher, könnte die Schneedecke in diesem Jahrhundert um 70% zurückgehen.
Die Folgen:
Wasser wird knapp, es kommt zu Nutzungskonflikten und Versorgungsengpässen. Und damit ist nicht nur gemeint, dass Autowaschen dann verboten werden muss. Die Landwirtschaft und damit unsere Ernährung ist grundlegend betroffen.

Bereits in einer Generation könnten Gletscherbäche und Gebirgsflüsse 3/4 weniger Wasser führen. Starkregen würden gewaltige Schottermengen zu Tal transportieren von den kahlen Flächen, welche die abgeschmolzenen Gletscher freigelegt haben.

Gletscher und dicke Schneedecken sind der kostenfreie Hochwasserschutz der Natur. Ist dieses puffernde Zwischenlager weggeschmolzen, sind Hochwasserschäden nicht mehr zu vermeiden.

Quelle: DAV Panorama 4/2015 S.38 f.

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