Mittwoch, 24. Juli 2024

Gigantische Müllhalde Europa

Jeder Einwohner und jede Einwohnerin in Deutschland erzeugte rund 237 Kilogramm Verpackungsmüll allein im Jahr 2021. Der EU-Durchschnitt lag bei 188,7 Kilogramm Verpackungsmüll.
Das jüngste Ergebnis der EU-Statistikbehörde Eurostat ist erschreckend und zeigt erneut, dass sich dringend etwas ändern muss in puncto Kreislaufwirtschaft. Abhilfe soll die neue EU-Verpackungsverordnung schaffen.
Euro Plant Tray eG bietet schon heute Lösungen an, um Plastikmüll zu reduzieren. Die Genossenschaft will mit innovativen Mehrweglösungen im Bereich Pflanzen einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten können.
Euro Plant Tray ist in den Kategorien "Kooperation des Jahres" und "Bestes Konzept Umwelt und Nachhaltigkeit" für die diesjährigen TASPO Awards am 25. Oktober 2024 in Berlin nominiert.

Donnerstag, 4. Juli 2024

Umweltbelastungen von Mineralwasser

"Das Trinken von Leitungswasser erzeugt weniger als ein Prozent der Umweltbelastungen von Mineralwasser."
                                                                                                                         Umweltbundesamt

Montag, 27. Mai 2024

Strom aus Onshore-Windenergieanlagen ist am preisgünstigsten

Aus einer Untersuchung des Fraunhofer-Institutes geht hervor: Am teuersten in der Produktion ist der Strom aus Gasturbinen und Steinkohlekraftwerken, am preiswertesten kann hingegen Energie aus Onshore-Windenergieanlagen in Strom verwandelt werden.
Am teuersten für den Steuerzahler kommt natürlich Atomstrom, der abgesehen vom Unfallrisiko und von fehlenden Endlagern für die radioaktiven Abfälle auch noch abhängig macht von autokratischen Ländern beim Uran-Kauf.

Mittwoch, 8. Mai 2024

Größter Solarpark Baden-Württembergs entsteht auf der Schwäbischen Alb

Mit 80 Megawatt installierter Leistung wird er gut doppelt so leistungsfähig werden wie der bislang auf Platz eins stehende Solarpark im Ländle. Der Spatenstich fand am 4.3.2024 statt. Ab Mitte 2025 soll die Anlage bei Langenenslingen, bestückt mit rund 150.000 Solarmodulen, rechnerisch den Bedarf von ca. 30.000 Haushalten decken.

Branchenverband Solar Cluster Baden-Württemberg, Projektentwickler SolNet und  EnBW als späteren Eigentümer und Betreiber des Solarparks arbeiten bei dem Projekt zusammen. Um die Klimaziele zu erreichen, sind jedes Jahr Solarparks mit einer Gesamtleitung von mindestens 1.400 Megawatt erforderlich. Das sind 18 Solarparks in der Größenklasse, die die EnBW derzeit errichtet.

Der Betrieb des Solarparks wird jährlich CO2-Emissionen in Höhe von rund 55.000 Tonnen vermeiden. Der Südwesten Deutschlands befindet sich beim Solarausbau erst am Anfang des Weges. Zwischen Mannheim und Lindau sind aktuell nur rund 10.400 Megawatt Photovoltaikleistung auf Dächern und im Freiland installiert.

Bis 2040 müssen es laut Landesregierung 47.000 Megawatt sein. Bis dahin braucht es also jährlich Solarparks mit einer installierten Gesamtleitung von rund 800 Megawatt. Das sind 80 Freiflächenanlagen in den bislang herkömmlichen Größen.

Doch neuen Analysen des Solar Clusters Baden-Württemberg zufolge sind bis 2040 gut 70.000 Megawatt installierte Photovoltaikleistung nötig, nicht nur 47.000 Megawatt. Demnach müssten pro Jahr Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von insgesamt rund 4.000 Megawatt errichtet werden. Das ist gut doppelt so viel, wie die Landesregierung vorsieht. Die neuen Zahlen decken sich mit denen anderer Institutionen und Experten.

Quelle und mehr dazu: Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. 2024

Titanoxide in Zahnpasten, Kosmetika und Tabletten

E 171 ist in Lebensmitteln verboten, in Kosmetika (als CI 77891 deklariert) erlaubt. Die weißen Farbpigmente Titanoxid und Titandioxid finden sich u. a. in Süßwaren und Überzügen, z. B. in Dragees und Kaugummis, immer noch in manchen Zahnpasten, obwohl es auch gut ohne geht.

Gelangt Titandioxid in den Körper, schädigt es womöglich das Erbgut. Seit 2022 ist es in Nahrungsmitteln verboten – aber sowohl in Nahrungsergänzungsmitteln, in Kosmetika und vor allem in vielen Arzneimitteln (Tabletten) ist es weiterhin zu finden, auch wenn dort die Titan-Sauerstoff-Verbindungen meist völlig überflüssig sind und überhaupt nicht hingehören.
Titanoxide können v. a. über den Verdauungstrakt und die Atemwege in den Körper gelangen.

Achten Sie daher auf die Deklarierung der Inhaltsstoffe: E 171 und CI 77891 = Titanoxide gehören nicht in Ihre Nahrung und nicht in aufsprühbare Sonnencreme.

Mehr dazu s. u. a.:
https://www.bfr.bund.de/de/titandioxid___gibt_es_gesundheitliche_risiken_-240812.html

Titandioxid wird auch als Filter zum Schutz vor ultravioletter Strahlung in Sonnenschutzmitteln eingesetzt. Der Großteil des hergestellten Titandioxids wird in der Technik verwendet, z. B. in der Herstellung von Farben, Lacken, Papier und Kunststoffen.

Bisphenol A in Konservendosen - gesundheitsbedenklich!

Bisphenol A ist aus unschönem Grund bekannt: BPA kann unter anderem die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Die Chemikalie ist auch in Konservendosen zu finden. Stiftung Warentest hat BPA in 51 von 58 untersuchten Konservendosen nachgewiesen.
Aus der Kunsttoff-Innenbeschichtung der Dosen kann Bisphenol A in den Inhalt übergehen. Getestet wurden u. a. Eintöpfe, Thunfisch, Kokos- und Kondensmilch sowie Gemüse.

Montag, 19. Februar 2024

Weisheit von den Seychellen

 "Touristen zerstören das, was sie suchen,
dadurch, dass sie es finden." *

Sie suchen unberührte, naturbelassene Landschaften, Ruhe, Frieden, Erholung, stressfreies Leben, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Leben im Einklang mit der Natur... Doch sobald sich in einer bislang naturbelassenen Gegend täglich Massen von Menschen tummeln und Energie, Wasser und Nahrung verbrauchen sowie tonnenweise Müll und Abfall produzieren, ist es mit den sehnsuchtsvollen Zielen vorbei.

*  Diese Erkenntnis stammt von den ehemaligen Inselparadiesen der Seychellen. Dort gibt es auf den meisten Inseln so wenig Ackerland, dass der Anbau noch nicht einmal die wenigen Inselbewohner ernä#hren kann - geschweige denn mehrere Hunderttusend Touristen jährlich. Für sie muss alles importiert und mit Flugzeugen und Schiffen herangebracht und mit LKWs verteilt werden.
Leider git das Gleiche auch für nahezu alle anderen ehemaligen Naturschönheiten weltweit.

Höhere Fleischpreise für die Erzeuger - ganz einfach

Viele Landwirte in der EU klagen über zu niedrige Preise für das Fleisch ihrer Zuchttiere.
Seit sich Menschen mit Wirtschaft beschäftigen, ist bekannt, dass ein Überangebot die Preise sinken lässt.
Wird eine Ware hingegen rar, steigen die Preise schnell wieder.

Diese leicht verständliche, weil logische Regel gilt allerdings nur auf einem freien Markt. Die Landwirtschaft in der EU kennt einen solchen freien Markt allerdings seit 70 Jahren nicht.
Mit Milliarden Steuergeldern werden jedes Jahr großindustrielle Agrarunternehmen und Massentierhalter-Betriebe großzügig subventioniert. Deshalb werden sehr viel mehr Rinder, Schweine und Hühner gezüchtet als notwendig und umweltverträglich.

Zu den Fakten:

70.000.000.000 Stück Vieh züchten Menschen derzeit pro Jahr und versorgen sie ständig mit Futter. Um das viele Futter für die Nutztiere anzubauen, werden Jahr für Jahr Milliarden Bäume gefällt. Damit wird vielen anderen Lebewesen die Lebensgrundlage und der Lebensraum zerstört.
Allein 2022 wurden 6,6 Millionen Hektar Wald zerstört! Und das, obwohl über 100 Staaten sich 2021 im "Forest Declaration Assessment" den Stopp der Entwaldung zum Ziel gesetzt haben.

Empfehlung an die Landwirte und die Regierungen Europas:

Verringern Sie zumindest die Anzahl der Rinder und Schweine jeweils um mindestens 100 Millionen Stück. Das tut nicht nur der Natur und dem Klima und der Volksgesundheit sehr gut, es sorgt auch für steigende Preise für Fleisch und kann die landwirtschaftliche Tierzucht wieder rentabel machen - ohne unsere Mitwelt zu zerstören.
Steigende Fleischpreise müss(t)en die Verbraucher nicht finanziell belasten, denn die europäischen Staaten sparen durch das Streichen unsinniger Milliarden-Subventionen jedes Jahr viele Milliarden Euro ein und könnten daher die Einkommenssteuern senken.
Und viel weniger Kühe bedeutet zugleich auch viel weniger des extrem klimaschädlichen Triebhausgases Methan.
Und amit wäre uns allen geholfen.