Freitag, 2. Februar 2018

Sonnen gewinnt in USA gegen Tesla bei dezentraler Stormversorgung

Der Strom-Speicher-Anbieter Sonnen (Allgäu) stattet die Kleinstadt Jasper (Prescott Valley, Arizona) vollständig mit Photovoltaik-Anlagen und Batterien aus.
Der Auto- und Batteriehersteller Tesla kam nicht zum Zug. Die Allgäuer wollen den US-Pionier mit dessen eigenen Waffen schlagen. „Wer eine Idee hat, sollte nicht rumsitzen und quatschen, sondern sofort rausgehen.“ (Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing von Sonnen, bis 2015 Deutschland-Vertriebschef von Tesla).
 
Alle 3.000 Häuser der neu entstehenden Gemeinde werden ihren Strom mit PV-Anlagen selbst produzieren und speichern, und sind per integrierter Smart-Home-Steuerung untereinander vernetzt, um ein dezentrales Netzwerk aus Erzeugern, Speichern und Verbrauchern zu schaffen, das gegen potenzielle Stromausfälle stabilisiert. Laut Sonnen ist es das momentan größte Heimspeicherprojekt in den USA.

Auch in Deutschland will Sonnen in diesem Frühjahr 6.000 PV-Heimspeicher miteinander verbinden, um die Flexibilität und Ausfallsicherheit im Stromnetz zu erhöhen. Partner sind der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und der IT-Konzern IBM. Bei dem gemeinsamen Projekt setzen sie auf die Blockchain-Technologie, um die Batterien miteinander zu vernetzen. Diese Technologie gilt als Schlüssel zum Integrieren von Milliarden Geräten. Eine dezentrale Energieversorgung ermöglicht es allen Bürgern, sich an der Energiewende zu beteiligen, und gleicht die Risiken beim Ausbau der Übertragungsnetze und der Entwicklung von Speichertechnologien aus.

Keine Kommentare:

Kommentar posten