Freitag, 19. Juli 2019

Höhere Bußgelder für Umweltsünder

Einige Bundesländer gehen gegen Müllsünder mit Gebühren in Form von Bußgeldern oder Strafzahlungen vor. Baden-Württemberg veröffentlichte Ende 2018 empfindliche Müll-Strafen. Nordrhein-Westfalen zog zuletzt mit ähnlichen Bußgeldern nach. Ein kleiner Überblick:

*   In die Umwelt geschmissene Zigarettenstummel. die mit ihren Giftstoffen massiv das Erdreich und das Wasser belasten, kosten in einigen Kommunen in NRW und in BaWü bis zu 100 Euro Strafe.
*   Unachtsam weggeworfene Lebensmittelreste, wie z. B. Kaugummis, können bis zu 250 Euro Strafe in BaWü und 100 Euro in NRW kosten.
*   Für einen weggeworfenen Pappbecher oder andere Alltagsgegenstände werden in NRW ebenfalls bis zu 100 Euro fällig.
*   Nicht aufgehobener Hundekot bewirkt ein Bußgeld 100 bis 250 Euro in Mannheim.
*   Scharfkantige, ätzende oder schneidende Gegenstände (z. B. zerbrochene Glasscherben oder Nägel), kosten in BaWü aktuell bis zu 800 Euro.

Grund für diese Maßnahmen ist das mangelnde Umweltbewusstsein einiger Leute und das dadurch zunehmende Müllproblem, in deutschen Städten besonders drastisch. Besonders problematisch sind die umweltzerstörerenden Auswirkungen, wenn giftige, chemische Stoffe aus Zigarettenfiltern und unzersetzbare Plastikteile (z. B. aus Einwegbechern) in den Boden-, Tier- und Wasserkreislauf gelangen.

Eine Langzeit-Studie des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) von 2018 zum Littering (Vermüllen der Mitwelt) ergab, dass junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren die Hauptsünder sind. Dummheit, Faulheit und mangelnde Erziehung sind die Hauptgründe für diese Umweltverschmutzung.

In Singapur oder auf dem Roten Platz in Moskau sehen Sie übrigens keinen weggeworfenen Müll. Dort wird sofort konsequent und sehr heftig bestraft. Das funktioniert! Schade, dass es bei uns auch erforderlich geworden ist und bei einigen Menschen eine saubere, gesunde Mitwelt immer noch nicht - und wenn nur aus Eigeninteresse - selbstverständlich ist!

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